
FAA leitet Entlassung von zwei Lotsen am Flughafen LaGuardia ein, die vor tödlichem Zusammenstoß ihre Schicht vorzeitig verließen
Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration leitet die Entlassung von zwei Fluglotsen ein, die den Flughafen LaGuardia eine Stunde vor Ende ihrer Schicht verlassen hatten. Der Kontrollturm war dadurch am 22. März 2026 unterbesetzt, als es zu einem tödlichen Zusammenstoß zwischen einem Flugzeug der Air Canada und einem Feuerwehrfahrzeug kam.
Bundesentlassungsverfahren und Zeiterfassungsprüfung
Die Federal Aviation Administration leitete formelle Verfahren zur Entlassung von zwei Fluglotsen am New Yorker Flughafen LaGuardia ein, die ihre Posten vor einem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn am 22. März 2026 verlassen hatten. Beide Mitarbeiter verließen ihren Arbeitsplatz etwa eine Stunde vor dem Ende ihrer planmäßigen Schicht und ließen die Einrichtung unterbesetzt zurück. Das nicht genehmigte vorzeitige Verlassen fällt unter eine inoffizielle Praxis, die in Flugsicherungseinrichtungen als frühes Abschieben bekannt ist, bei der Mitarbeiter vorzeitig gehen und dennoch das volle Gehalt erhalten. Bundesbeamte stufen nicht dokumentierte Abgänge als Zeitbetrug ein, was das Verkehrsministerium dazu veranlasste, seine Untersuchung der Anwesenheitsaufzeichnungen auf nationale Luftfahrtanlagen auszuweiten. LaGuardia ist der dritte Flughafen der Metropolregion New York und wickelte im Jahr 2025 32,8 Millionen Passagiere ab.
- Letzter tödlicher Flugunfall am Flughafen LaGuardia verzeichnet
- Air-Canada-Flug kollidiert auf der Startbahn mit einem Feuerwehrfahrzeug der Hafenbehörde
- National Transportation Safety Board veröffentlicht vorläufigen Untersuchungsbericht
- Federal Aviation Administration leitet Entlassung von zwei Fluglotsen ein
Personalengpässe bei wetterbedingten Verspätungen
Die Lotsen verließen ihre Posten während einer Phase starken Verkehrsaufkommens, das durch Regen und Gewitter am Tag verursacht wurde und Ankünfte und Abflüge in der gesamten Region verzögerte. Flugdaten von FlightRadar24 zeigten, dass die Flugbewegungen nach 23:00 Uhr das gleiche Tempo wie die Tagesaktivitäten beibehielten, sodass LaGuardia mehr als das Doppelte seines üblichen nächtlichen Verkehrsaufkommens bewältigen mussten. Während in mittelgroßen Flughäfen in ruhigen Nachtstunden normalerweise zwei Lotsen die Kontrollkabine besetzen, behielten Vorgesetzte die scheidenden Mitarbeiter nicht oder riefen kein zusätzliches Personal zur Bewältigung des Rückstaus. Als sich der Zusammenstoß um 23:37 Uhr Ortszeit ereignete, befanden sich nur zwei Lotsen in der Towerkabine, um sowohl Flugvorgänge aus der Luft als auch Fahrzeugbewegungen am Boden auf aktiven Start- und Landebahnen zu koordinieren.
Zusammenstoß auf der Startbahn und Versagen der Notfallmaßnahmen
Bei dem Zusammenstoß handelte es sich um einen Regionalflug der Air Canada Express, betrieben von Jazz Aviation LP, der aus Montreal mit 72 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern eingetroffen war. Nach dem Aufsetzen prallte das Flugzeug gegen ein Feuerwehrfahrzeug der Hafenbehörde von New York und New Jersey, das die Startbahn überquerte, um sich um einen sekundären Notfall an einer United-Airlines-Maschine zu kümmern. Bei dem Zusammenstoß kamen beide Piloten der Fluggesellschaft ums Leben, Dutzende Passagiere wurden verletzt – es war der erste tödliche Unfall am Flughafen LaGuardia seit 1992. Ein vorläufiger Untersuchungsbericht des National Transportation Safety Board vom April 2026 ergab, dass die Lotsen das Feuerwehrfahrzeug zum Überqueren der Startbahn freigegeben hatten, während das Flugzeug sich bereits im Endanflug befand. Augenblicke vor dem Aufprall gab ein Lotse eine Anweisung durch, anzuhalten, aber die Besatzung des Feuerwehrfahrzeugs erkannte nicht, dass der Ruf an sie gerichtet war, und der Lotse räumte den Fehler kurz darauf gegenüber einem anderen Piloten ein. Die Ermittler stellten außerdem fest, dass das Feuerwehrfahrzeug keinen automatischen Tracking-Transponder besaß, der visuelle Kollisionswarnungen auf den Tower-Radarbildschirmen auslösen könnte.
Disziplinarmaßnahmen und behördliche Durchsetzung
Bundesbehörden suspendierten die beiden Lotsen, während sie auf eine formelle Entlassung zusteuern. Der National Transportation Safety Board soll seinen abschließenden Untersuchungsbericht vor Ende 2026 veröffentlichen. Verkehrsminister Sean Duffy erklärte, die Bundesregierung werde Mitarbeiter für nicht genehmigte Abwesenheiten vom Arbeitsplatz zur Rechenschaft ziehen, die den Luftraum gefährden.
Wir werden Betrug nicht tolerieren und ergreifen angemessene Maßnahmen, um Menschen zur Verantwortung zu ziehen und rechtswidrige Praktiken zu verhindern, die die reisende Öffentlichkeit beeinträchtigen.
Die National Air Traffic Controllers Association bestätigte, dass die Gewerkschaftsführung formelle Gespräche mit Behördenvertretern über die vorgeschlagenen Entlassungen führt, während die FAA betont, dass die Sicherheitsstandards nicht beeinträchtigt werden.


