Wirtschaft · Taranto, Rom und Mailand
Streik von Ex-Ilva-Subunternehmern in Tarent wegen 2.500 Stellenstreichungen und Werksschließung
Etwa 2.500 Subunternehmer-Arbeiter des ehemaligen Ilva-Stahlwerks in Tarent droht die Entlassung, nachdem ein Gericht die Schließung des Warmproduktionsbereichs bis Ende Oktober 2026 angeordnet hat.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Messaggero, Tgcom24, Fanpage und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Gewerkschaften Fim, Fiom, Uilm und Usb führten am 14. September 2026 einen 24-stündigen Streik an und errichteten Straßenblockaden, um gegen die 2.500 Massenentlassungen zu protestieren.
Das Mailänder Berufungsgericht ordnete die vollständige Stilllegung des Warmbereichs bis Ende Oktober 2026 an, wobei die Abschaltung der Öfen ab dem 16. September möglich ist.
Gewerkschaftsvertreter treffen am 15. September 2026 mit Staatssekretär Alfredo Mantovano, um die Rücknahme der Entlassungsverfahren zu fordern.
- 14.09.Subunternehmer-Arbeiter treten in einen 24-stündigen Streik und blockieren wichtige Verkehrswege in Tarent
- 15.09.Gewerkschaftsführer treffen sich mit Vertretern der italienischen Regierung zu Gesprächen im Palazzo Chigi
- 16.09.Frühestmöglicher Beginn der schrittweisen Stilllegung von Hochöfen und Koksbatterien
- Oktober 2026Frist des Mailänder Berufungsgerichts zur vollständigen Schließung des Warmproduktionsbereichs
Streik und Straßenblockaden in Tarent
Subunternehmer-Stahlarbeiter des ehemaligen Ilva-Industriekomplexes in Tarent traten am 14. September 2026 in einen 24-stündigen Streik, um gegen den Beginn von Massenentlassungsverfahren für etwa 2.500 Arbeiter zu protestieren. Der Arbeitskampf wurde gemeinsam von den Gewerkschaften Fim, Fiom, Uilm und Usb ausgerufen und dauerte vom 14. September 09:00 Uhr bis zum 15. September 07:00 Uhr. Nach einer morgendlichen Versammlung am Zugangstor für Auftragnehmer des Werks marschierten Arbeiter und Gewerkschaftsvertreter entlang der Provinzstraße nach Statte und durch den Stadtteil Tamburi. Die Demonstration beeinträchtigte den örtlichen Verkehr, als Arbeiter Straßenblockaden auf der Staatsstraße in Richtung Bari errichteten und vor dem Rathaus von Tarent einen Sitzstreik abhielten, der die Drehbrücke der Stadt vorübergehend lahmlegte. Die Demonstranten erklärten sich bereit, die Blockaden noch am selben Tag zu räumen, nachdem sie sich mit dem Bürgermeister von Tarent, Piero Bitetti, getroffen und direkten Kontakt mit dem Staatssekretär im Ministerrat, Alfredo Mantovano, aufgenommen hatten.
Gerichtliche Anordnung und Stilllegung des Warmbereichs
Die Arbeitsmobilisierung folgt auf eine Entscheidung des Mailänder Berufungsgerichts, die eine verbindliche Frist zur Schließung des Warmproduktionsbereichs des Werks bis Ende Oktober 2026 bestätigte. Dieses Urteil reaktivierte die Massenentlassungsverfahren, die zuvor aufgrund einer Berufung der Regierung ausgesetzt worden waren. Technische Arbeiten zur Stilllegung der Hochöfen und Koksbatterien könnten bereits am 16. September 2026 beginnen, um die Einhaltung der gerichtlich angeordneten Frist zu gewährleisten. Gewerkschaftsführer betonten, dass sich der Protest gegen die aufeinanderfolgenden italienischen Regierungen wegen ihres Umgangs mit dem Arbeitskonflikt richte, nicht gegen das Gericht selbst. Francesco Brigati, der Generalsekretär der Fiom CGIL für Tarent und Apulien, warnte, dass die Subunternehmer-Arbeiter die härtesten Folgen der Stilllegung zu tragen hätten.
„Wir hatten vorausgesagt, dass mit dem Urteil des Mailänder Berufungsgerichts und der Gefahr der Schließung des Warmbereichs das schwächste Glied in der Kette die schwersten Konsequenzen tragen würde.“
Gewerkschaftsforderungen und Auswirkungen auf die Arbeiter
Die Gewerkschaftsführer bestehen darauf, dass der Staat sofortige Einkommensunterstützung und langfristige industrielle Lösungen bereitstellen muss, bevor die Entlassungen eine breitere Beschäftigungskrise in Süditalien auslösen. Fiom-Generalsekretär Michele De Palma betonte, dass Arbeiter nicht einfach entlassen oder in Kurzarbeitsprogramme mit Nullstunden versetzt werden könnten, ohne klare Garantien. Subunternehmer-Beschäftigte und Gewerkschaftsdelegierte wie Giacomo Mastro von der Usb wiesen auf chronische Sicherheitsprobleme und langfristige Gesundheitsgefahren hin und stellten fest, dass Vertragsarbeiter gesundheitliche Lasten trügen, ohne die gleichen Asbestrentenleistungen zu erhalten, die den direkten Angestellten zustehen. Die Gewerkschaft Usb hat offiziell ein Übergangsgehalt gefordert, um die Lücke zu schließen, bis umweltfreundliche Stahlherstellungsverfahren eingeführt werden können. Tarents Bürgermeister Piero Bitetti warnte, dass die Gemeinde den Verlust Tausender Industriearbeitsplätze ohne Unterstützung der Zentralregierung nicht verkraften könne.
„Wenn diese Stadt allein gelassen wird, gibt es ein Problem des sozialen Zusammenhalts.“
Gespräche mit der Regierung und Eigentümerangebote
Gewerkschaftsdelegationen werden am 15. September 2026 mit Vertretern der nationalen Regierung im Palazzo Chigi zusammentreffen, um die Rücknahme der Kündigungsschreiben zu erwirken. Die Gewerkschaften haben gewarnt, dass ein Scheitern einer Lösung zu einer unbefristeten, dauerhaften Mobilisierung in der gesamten Region führen werde. In der Zwischenzeit bleibt die industrielle Zukunft des Werks in Tarent im Zuge der laufenden Privatisierungsbemühungen ungeklärt. Der indische Konzern Jindal ist derzeit das einzige Unternehmen, das ein formelles Kaufangebot für den gesamten Industriekomplex vorgelegt hat. Ein italienisches Unternehmenskonsortium, das nur die Kaltproduktionsanlagen erwerben möchte, hat noch kein verbindliches Angebot eingereicht. Die italienische Regierung erwägt eine direkte öffentliche Kapitalbeteiligung an dem Stahlwerk, allerdings haben Kabinettsminister jede staatliche Investition davon abhängig gemacht, einen soliden und tragfähigen industriellen Sanierungsplan vorzulegen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Il MessaggeroEx Ilva, proteste a Taranto. Torna il tavolo del governo
- Tgcom24Ex Ilva, la protesta degli operai: "Siamo padri di famiglia, vogliamo soluzioni"
- FanpageAll'ex Ilva di Taranto a rischio 2.500 operai: "Ho visto morire 2 amici, dopo 24 anni di lavoro non mi resta nulla
- ANSA.itEx Ilva: rimossi i blocchi, sindacati attendono convocazione a Palazzo Chigi - Notizie
- Alfredo Mantovano
- Staatssekretär im Ministerratspräsidium Italiens
- Michele De Palma
- Generalsekretär der Gewerkschaft Fiom CGIL
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