Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung das Meta-Pixel, um Anmeldungen und Käufe aus unserer Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern. Datenschutzerklärung

Suche⌘K
StartFür SieLiveBriefFragen
KarteMärkteSträngeSoundsFilme
InlandGeopolitikWirtschaftGesellschaftWissenschaft & TechnikInfrastrukturSportKulturLifestyle
Pollar unterstützenBenachrichtigungen
DatenschutzNewsroomKontaktImpressum
StartBriefLiveSträngeSuche
Artikel anhören6 Min., gelesen von einer synthetischen Stimme

Kurz gefasst

  • Nach den Protesten am Samstag, 17. Oktober, zu denen landesweit mindestens 550.000 Menschen kamen, meldeten die Behörden 1.800 Festnahmen und mehr als 500 verletzte Polizeibeamte und Feuerwehrleute.

  • In Paris gelten Zutrittsverbote zur Place de la République und zu Les Halles von Montag, 19. Oktober, 23:00 Uhr, bis Dienstag, 20. Oktober, 6:00 Uhr; für Minderjährige in Lille, Douai, Wattignies und Denain gelten Ausgangssperren.

  • Die Gewerkschaften riefen für den 9. Oktober zu einem landesweiten Streiktag auf, und die Regierung plant Einsparungen von rund 10 Milliarden Euro, darunter 500 Millionen Euro Kürzungen im frankophonen Bildungswesen bis 2029.

  • Den Märschen der Mieterverbände in Madrid und Barcelona war die Räumung der Wohnung einer 87-Jährigen vorausgegangen, während in Lissabon und Porto Tausende auf die Straße gingen.

ParisLimogesNizza
Paris, Créteil, Limoges, Nizza · Frankreich, Belgien, Italien
Wie es dazu kam
  1. 12.10.Weitere Kundgebungen in Lüttich und Brüssel werden gewaltsam
  2. 17.10.Laut offiziellen Angaben mindestens 550.000 Protestierende in Frankreich; Kundgebung in Mailand wird gewaltsam
  3. 19.10.Zutrittsverbote in Paris für Place de la République und Les Halles beginnen um 23:00 Uhr

Die Proteste gehen von einer Schule bei Paris aus

Die Welle begann Mitte September am Lycée Antoine-de-Saint-Exupéry in Créteil südöstlich von Paris, wo Lehrkräfte aus Protest gegen Stellenstreichungen und chronische Unterfinanzierung in den Streik traten. Schülerinnen und Schüler schlossen sich an, und der Protest breitete sich zunächst auf Paris und dann auf ganz Frankreich aus. Nach offiziellen Angaben beteiligten sich am Samstag, 17. Oktober, landesweit nicht weniger als 550.000 Menschen, und vermummte Personen mischten sich unter die Menge, um Gewalt zu verüben. Geschäfte wurden geplündert, Autos und Mülltonnen angezündet, und das Rathaus von Limoges, ein Gebäude aus dem Jahr 1883, brannte aus.

Die Behörden zählten 1.800 Festnahmen sowie mehr als 500 verletzte Polizeibeamte und Feuerwehrleute. ANSA bezifferte die Zahl der Festnahmen in seiner jüngsten Zählung auf mindestens 2.400. Handelsminister Serge Papin sagte, mindestens 3.000 Geschäfte seien beschädigt oder geplündert worden, während RTVE von mehr als 1.500 geplünderten Geschäften im ganzen Land berichtete.

Ausgangssperren in Paris und Nordfrankreich

Nach Angaben der Polizeipräfektur ist der Zutritt zur Place de la République und zum Viertel Les Halles von Montag, 19. Oktober, 23:00 Uhr, bis Dienstag, 20. Oktober, 6:00 Uhr verboten. In bestimmten Vierteln der Metropole sind Versammlungen und Demonstrationen ab 20:00 Uhr untersagt. Das Büro des Premierministers bestätigte gegenüber dpa, dass für Minderjährige in Lille, Douai, Wattignies und Denain am Montag und Dienstag von 20:00 bis 6:00 Uhr Ausgangssperren gelten, die nur Teile dieser Orte erfassen. Nizzas Bürgermeister Éric Ciotti kündigte eine Ausgangssperre für Minderjährige von 21:00 bis 6:00 Uhr im Stadtzentrum an, wo es am Wochenende die schwersten Zusammenstöße gab. Premierminister Sébastien Lecornu sagte, die Maßnahmen seien örtlich sehr begrenzt und zielten darauf ab, Menschen und von Plünderungen betroffene Geschäfte zu schützen.

Belgien und Italien

In Belgien begannen am 1. Oktober Schulblockaden in Lüttich, es folgten ein landesweiter Streiktag und eine große Demonstration in Brüssel am 9. Oktober. Weitere Kundgebungen am 12. und 17. Oktober in beiden Städten führten zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei; die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Die Proteste richten sich gegen Sparpläne der Regierung von rund 10 Milliarden Euro, darunter 500 Millionen Euro Kürzungen im frankophonen Bildungswesen bis 2029, höhere Studiengebühren und das Ende vergünstigter Bustickets für Jugendliche. Innenminister Bernard Quintin schrieb auf X, es würden alle notwendigen Mittel eingesetzt, um die Ordnung wiederherzustellen.

In Italien zogen am Freitag, 16. Oktober, Tausende Schülerinnen, Schüler und Studierende durch Rom, am Wochenende folgten Proteste in Mailand, Bologna, Brescia, Bergamo und Turin. In Mailand plünderten bei einer Kundgebung gegen Kriege und Inflation am Samstag, 17. Oktober, Vermummte Geschäfte und warfen Pflastersteine auf Bereitschaftspolizei. Nach Polizeiangaben wurden in Mailand mehr als 270 Jugendliche und junge Erwachsene festgenommen. Premierministerin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt und kündigte eine Regierungssitzung zu dem Thema an.

Von den Behörden gemeldete Festnahmen in Frankreich und MailandPersonen
Frankreich, offizielle Angaben1.800
Mailand, Polizei (mehr als 270)270
Frankreich, offizielle Angaben
1800 Personen
Mailand, Polizei (mehr als 270)
270 Personen

Daten aus dem Artikeltext

Wohnen und Arbeit in Spanien, Portugal und Albanien

In Spanien richtet sich die Wut auf die Wohnungsnot und folgte auf die Räumung der Wohnung einer 87-Jährigen; Demonstranten nannten das System „legalisierten Diebstahl“. Mieterverbände zogen durch Madrid und Barcelona, wo Demonstranten ein Camp an der Puerta del Sol errichteten und einen sofortigen Mietenstopp, ein Ende der Spekulation mit Touristinnen und Touristen sowie die Beschlagnahme leerstehender Wohnungen großer Fonds forderten. In Portugal zogen Tausende in Lissabon und Porto gegen den Verlust an Kaufkraft und einen Immobilienmarkt auf die Straße, der nur noch für ausländische Investoren bezahlbar ist und die Bewohner aus den Städten verdrängt. Auf dem Rossio-Platz in der Hauptstadt wurde ein dauerhaftes Protestcamp errichtet. In Albanien protestierten Studierende und Jugendliche in Tirana und anderen Städten gegen hohe Studienkosten und fehlende Arbeitsplätze für die junge Generation.

Warum die Proteste wandern

Von SRF News befragte Forschende führen die Ausbreitung auf gemeinsame Missstände zurück: Lebenshaltungskosten, Ungleichheit, Wohnungsmangel und das Gefühl junger Menschen, nicht gehört zu werden. Michelle Beyeler von der Universität Zürich warnte, Gewalt könne eine Bewegung ihre Botschaft kosten.

„Wenn diese Ausschreitungen überhandnehmen, geht die Substanz verloren.“

Michelle Beyeler

Nina-Kathrin Wienkoop von der Universität Göttingen sagte, soziale Medien hätten die Mobilisierung beschleunigt, was sie als neu bezeichnete.

„Wie schnell das jetzt geht, ist neu.“

Nina-Kathrin Wienkoop

Beyeler verwies darauf, dass Proteste in einem Land oft Demonstrationen in anderen Ländern inspirieren, und nannte Fridays for Future, das in Schweden begann. Beide Forscherinnen sagten, repressive Polizeiarbeit und fehlender Dialog könnten Unruhen eskalieren lassen. Die DW berichtete zudem über wachsenden Widerstand in Deutschland, den Niederlanden, Serbien und Irland.

Weiter in der heutigen Ausgabe

Alberta lehnt Weg zur Unabhängigkeit ab, CBC prognostiziertErste Auszählungsergebnisse zeigen rund 76 % der Stimmen für Albertas Verbleib in Kanada, gegen etwa 23 % für die Einleitung eines Verfahrens, das zur Abspaltung führen könnte.Wahlen · vor 3 Std.
Heutiger Brief · 5 Min. zum AnhörenSelenskyj wirft Washington vor, bezahlte Patriot-Raketen zurückzuhalten

Quellen und Kontext

  • Deutsche Wellevor 3 Std.Proteste, Gewalt, Ausgangssperre: Warum Europas Jugend rebelliertProtesta, dhunë, shtetrrethim:Pse rebelohet rinia e Evropës · Original auf Albanisch
  • RTVE.esvor 4 Std.„Wir der Generation Z sind die Letzten“: Europas Jugend geht auf die Straße, um für eine ungewisse Zukunft zu kämpfen"La Generación Z somos los últimos": la juventud europea sale a las calles para luchar por un futuro incierto · Original auf Spanisch
  • SRF Newsvor 5 Std.Proteste in Europa: Warum sie sich über Ländergrenzen ausbreiten
  • Spiegel Onlinevor 14 Std.Frankreich: Städte verhängen nächtliche Ausgangssperren nach Plünderungen
Sébastien Lecornu
Französischer Premierminister, der nach den Ausschreitungen am Wochenende lokale Ausgangssperren ankündigte
Serge Papin
Französischer Handelsminister, der sagte, mindestens 3.000 Geschäfte seien beschädigt oder geplündert worden
Éric Ciotti
Bürgermeister von Nizza, der eine Ausgangssperre für Minderjährige im Stadtzentrum ankündigte
Bernard Quintin
Belgischer Innenminister, der versprach, alle notwendigen Mittel zur Wiederherstellung der Ordnung einzusetzen
Giorgia Meloni
Italienische Premierministerin, die die Gewalt verurteilte und eine Regierungssitzung einberief

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen

Veröffentlicht heute um 09:08.

Fehler im Text melden

Von KI aus den Berichten der genannten Medien erstellter Text, automatisch geprüft, ohne menschliche Redaktion. So entsteht Pollar

In diesem Text

  1. 1Die Proteste gehen von einer Schule bei Paris ausDie Proteste gehen von einer Schule bei Paris aus
  2. 2Ausgangssperren in Paris und NordfrankreichAusgangssperren in Paris und Nordfrankreich
  3. 3Belgien und ItalienBelgien und Italien
  4. 4Wohnen und Arbeit in Spanien, Portugal und AlbanienWohnen und Arbeit in Spanien, Portugal und Albanien
  5. 5Warum die Proteste wandernWarum die Proteste wandern

Auf Grundlage von Berichten von

Deutsche Welle, RTVE.es, SRF News, Spiegel Online, tagesschau.de, ANSA.it

Liste der Quellen

Regierung · Paris, Créteil und Limoges

Jugendproteste gegen Lebenshaltungskosten breiten sich in Europa aus – Ausschreitungen in Frankreich und Belgien

Proteste gegen Lebenshaltungskosten, Mieten und Kürzungen im Bildungswesen haben sich von Frankreich auf Spanien, Portugal, Italien, Belgien und Albanien ausgebreitet, in mehreren Städten kam es zu Plünderungen und Zusammenstößen. Die französischen Behörden reagierten auf die Ausschreitungen am Wochenende mit lokalen Ausgangssperren.

Paris
Limoges
Nizza

Fragen zu diesem Text

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, RTVE.es, SRF News und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 09:08.

Eigene Frage stellen
Wo begannen die Proteste Mitte September?
Wie hoch sind die geplanten Kürzungen für die französischsprachige Bildung in Belgien?
So entsteht er