
Europäische Kommission genehmigt Griechenlands 4,77-Mrd.-€-Sozialklimaplan für 2026–2032
Die Initiative 2026–2032 mobilisiert 3,57 Mrd. € an EU-Mitteln und 1,2 Mrd. € an nationalen Beiträgen für Gebäudesanierungen, Heizkostenzuschüsse und sauberen öffentlichen Verkehr.
Genehmigung und Finanzierungsrahmen
Die Europäische Kommission hat den Sozialen Klimaplan Griechenlands genehmigt und damit Gesamtausgaben in Höhe von 4,77 Mrd. € für den Zeitraum 2026–2032 bewilligt. Die Initiative ist der fünfte und bislang größte nationale Plan, der unter dem EU-Sozialklimafonds genehmigt wurde. Die Finanzierung besteht zu 75 % aus 3,57 Mrd. € aus dem EU-Fonds, der aus Einnahmen aus dem Emissionshandel generiert wird, sowie zu 25 % aus 1,20 Mrd. € aus griechischen nationalen Mitteln. Inklusive Mehrwertsteuer erreicht das gesamte Projektaktivierungsvolumen 5,3 Mrd. €. Das Paket zielt darauf ab, gefährdete Bevölkerungsgruppen vor den Energie- und Verkehrskosten zu schützen, die sich aus dem neuen EU-Emissionshandelssystem (ETS2) ergeben, das die CO2-Bepreisung auf Heiz- und Kraftstoffe ausweitet. In der gesamten Europäischen Union soll der Soziale Klimafonds in denselben sieben Jahren mindestens 86,7 Mrd. € mobilisieren.
- EU-Sozialklimafonds
- 3.57 Mrd. €
- Griechischer nationaler Beitrag
- 1.2 Mrd. €
Gebäudesanierungen und sozialer Wohnungsbau
Das Programm stellt 2,91 Mrd. € für den Gebäudebereich bereit, um die Energiearmut einkommensschwächerer Haushalte zu bekämpfen. Eine gezielte Mittelzuweisung von 487,5 Mio. € finanziert den Bau von 2.350 emissionsfreien Wohnungen auf drei ehemaligen Militärgeländen in Athen, Thessaloniki und Patras, während bestehende öffentliche Gebäude in 450 weitere Wohneinheiten umgewandelt werden. Insgesamt werden 2.800 Sozialwohnungen rund 11.500 Bürgerinnen und Bürger beherbergen. Weitere 226,6 Mio. € sind für die Renovierung von 15 öffentlichen Studentenwohnheimen an zehn Universitäten vorgesehen, wodurch die Lebensbedingungen von 5.930 Studierenden verbessert werden. Der Rahmen finanziert auch energetische Sanierungen von 62.000 privaten Wohnungen und 10.000 Kleinstunternehmen sowie die Installation von 200.000 privaten Wärmepumpen und Solarthermieanlagen.
Heizkostenzuschüsse und Zeitplan
Direkte Einkommenshilfen bilden eine weitere Säule der griechischen Strategie, um die unmittelbaren Lebenshaltungskosten während der grünen Wende abzufedern. Von 2027 bis 2032 erhalten rund 780.000 anspruchsberechtigte Haushalte eine jährliche Erhöhung des Heizkostenzuschusses um 100 Euro, um die höheren Kosten für Heizöl, Erdgas und Flüssiggas auszugleichen. Sobald der ETS2-Mechanismus in Kraft tritt, kann ein vorübergehendes Heizungsunterstützungsprogramm jährlich bis zu 800.000 gefährdete Haushalte unterstützen. Nach der Entscheidung der Kommission betonten Regierungsvertreter den Übergang von früheren Wiederherstellungsmechanismen hin zu gezielten Klimaprogrammen.
Die Genehmigung des griechischen Plans für den Sozialen Klimafonds ist wirklich eine gute Nachricht. Denn da der Aufbau- und Resilienzfonds nun abgeschlossen ist, soll der Soziale Klimafonds zu einer wichtigen Säule der Wirtschaft werden.
- Start der Ausschreibungen für Sozialwohnungen und der Aufwertung von Kleinstunternehmen
- Beginn der jährlichen Erhöhung des Heizkostenzuschusses um 100 Euro
- Zielabschluss zur Erreichung einer jährlichen Reduzierung von 811.000 Tonnen CO2-Äquivalent
Verkehrsmodernisierung und Umweltziele
Investitionen in den Straßenverkehr machen 1,46 Mrd. € des Plans aus und richten sich an 300.000 gefährdete Verkehrsteilnehmer im ganzen Land. Die Mittel decken den Kauf von mehr als 200 Elektrobussen für städtische Gebiete mit hoher Verkehrsverwundbarkeit und 22 neuen Zügen für die Athener U-Bahn ab. Außerdem werden bedarfsgesteuerte Verkehrsdienste für abgelegene Gemeinden eingerichtet, die Ladenetzwerke ausgebaut und 100-prozentige Zuschüsse für individuelle Mobilitätshilfen für Menschen mit Behinderungen eingeführt. Um einkommensschwache, auf das Auto angewiesene Familien zu unterstützen, wird ein soziales Leasingprogramm 15.000 Haushalten Elektrofahrzeuge zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung stellen. Die griechischen Behörden prognostizieren, dass die gemeinsamen Maßnahmen bis 2032 die Treibhausgasemissionen um jährlich 811.000 Tonnen CO2-Äquivalent reduzieren werden.


