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Kurz gefasst

  • Die EU verlängerte den Deckel auf russisches Öl bei 44,10 $ pro Barrel für 12 Monate und verhinderte so einen Anstieg auf geschätzte 60 $ aufgrund der Marktvolatilität nach der Schließung der Straße von Hormus.

  • Das Paket fügt 32 weitere russische Banken zur Liste der Transaktionsverbote hinzu, zusammen mit Krypto-Asset-Firmen und Ölhandelsplattformen.

  • Griechenland hob sein Veto auf, nachdem es eine Ausnahme für LNG-Transportverträge vor 2022 erhalten hatte, sodass Dynagas weiterhin russisches Gas aus der Arktis transportieren kann.

  • Zum ersten Mal verhängt die EU Sanktionen gegen Schiffe, die Russlands sogenannte Schattenflotte unterstützen, die zur Umgehung westlicher Beschränkungen genutzt wird.

  • Ein vorgeschlagenes Einreiseverbot für russische Staatsbürger, die in der Ukraine gekämpft haben, wurde verschoben; es gibt nur eine Zusage, künftig daran zu arbeiten.

Einigung nach wochenlanger Blockade erzielt

Die Botschafter der Europäischen Union haben sich am Donnerstag auf das 21. Sanktionspaket gegen Russland politisch geeinigt und damit ein griechisches Veto überwunden, das die Maßnahmen wochenlang blockiert hatte. Die Einigung wurde im schriftlichen Verfahren erzielt, das den nationalen Regierungen 24 Stunden Zeit für Einwände vor der formellen Annahme gibt. Diplomaten bezeichneten die Verhandlungen als „komplex“, betonten jedoch, dass die Einheit – wie bei den vorangegangenen 20 Paketen – gewahrt worden sei. Der Durchbruch gelang, nachdem Griechenland Zugeständnisse für seine Schifffahrtsindustrie erhalten hatte, sodass das Paket noch vor der Sommerpause verabschiedet werden konnte.

Ölpreisdeckel bei 44,10 $ eingefroren

Das dringendste Element war die Verlängerung des Preisdeckels für russisches Rohöl. Der bestehende Mechanismus, der den maximal zahlbaren Preis auf 15 % unter dem Marktdurchschnitt festlegt, hätte am Donnerstag überarbeitet werden müssen. Ohne eine Einigung wäre der Deckel aufgrund des Anstiegs der globalen Ölpreise nach der Schließung der Straße von Hormus während des Militäreinsatzes von Donald Trump im Iran automatisch auf schätzungsweise 60 $ pro Barrel gestiegen. EU-Beamte hielten dieses Niveau für inakzeptabel, da es Wladimir Putins Kriegseinnahmen erhöht hätte. Die 27 Mitgliedstaaten froren den Deckel stattdessen für weitere 12 Monate auf seinem derzeitigen Niveau von 44,10 $ pro Barrel ein.

Russischer Ölpreisdeckel: eingefroren vs. prognostiziert$/bbl
Eingefroren bei 44,10 $44,1
Prognose ohne Abkommen60
Eingefroren bei 44,10 $
44.1 $/bbl
Prognose ohne Abkommen
60 $/bbl

Daten aus dem Artikeltext

Ausnahme für die griechische Schifffahrt ebnet den Weg

Griechenland hatte das Paket wegen einer Bestimmung blockiert, die EU-Betreibern verbietet, russisches verflüssigtes Erdgas in Drittländer zu transportieren. Dieses Verbot war ursprünglich Teil des 19. Sanktionspakets, das Ende 2025 verabschiedet wurde, aber Athen argumentierte, es sei ohne ordnungsgemäße Rechtsgrundlage eingefügt worden. Die griechische Regierung, die unter dem Druck des Reeders George Prokopiou stand, dessen Firma Dynagas eisbrechende LNG-Tanker betreibt, die das Yamal-LNG-Projekt in der Arktis bedienen, forderte eine Ausnahme. Der Kompromiss erlaubt die Fortführung von Verträgen, die vor der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine im Februar 2022 geschlossen wurden, während neue Verträge verboten sind. Auch Total-CEO Patrick Pouyanné setzte sich bei Brüssel für eine Lockerung des LNG-Vermarktungsverbots ein, das im Januar 2027 in Kraft treten soll.

Finanz- und Branchensanktionen ausgeweitet

Über den Energiebereich hinaus fügt das Paket 32 weitere russische Banken zur Liste der Unternehmen hinzu, für die ein Transaktionsverbot gilt. Es zielt auch auf Krypto-Asset-Firmen und Ölhandelsplattformen ab. Zum ersten Mal verhängt die EU Sanktionen gegen Schiffe, die Russlands sogenannte Schattenflotte unterstützen, die zur Umgehung westlicher Beschränkungen bei Ölexporten eingesetzt wird. Ein vorgeschlagenes umfassendes Visumverbot, um russischen Staatsbürgern, die in der Ukraine gekämpft haben, die Einreise in die EU zu verwehren, wurde verschoben; die Mitgliedstaaten verpflichteten sich lediglich, künftig daran zu arbeiten. Bulgarien gelang es, Patriarch Kirill, das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche, von der Sanktionsliste fernzuhalten. Portugal und Deutschland hatten Bedenken wegen russischer Kabeljauimporte geäußert, während Italien und Frankreich Einwände gegen die Visabeschränkungen erhoben.

EU-Spitzen begrüßen das Paket

„In einer Zeit, in der die Ukraine militärische Dynamik gewonnen hat, schwächen unsere Sanktionen weiterhin die wirtschaftlichen Grundlagen der russischen Kriegsanstrengungen. Wir fügen weitere 32 russische Banken zu unserer Liste von Unternehmen hinzu, für die ein Transaktionsverbot gilt, sowie Kryptounternehmen und Ölhandelsplattformen. Wir frieren die Anpassung des Ölpreisdeckels für ein Jahr ein, damit die russische Kriegsmaschinerie nicht von Marktschocks profitiert. Zum ersten Mal verhängen wir Sanktionen gegen Schiffe, die Russlands Schattenflotte unterstützen. Und wir haben einen wichtigen Schritt in Richtung des formellen Verbots der Einreise russischer Kämpfer in die EU unternommen.“

Ursula von der Leyen, Präsidentin

Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, nannte das Paket „einen weiteren entscheidenden Schritt, um den Druck auf Russland zu erhöhen“ und betonte, dass die Unterstützung der EU für die Ukraine und einen gerechten und dauerhaften Frieden unerschütterlich bleibe. Die Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte zuvor damit gedroht, einen Alternativplan zu starten, falls vor der Sommerpause keine Einigung erzielt werde.

Wie es weitergeht

Das schriftliche Verfahren bedeutet, dass die Sanktionen formell verabschiedet werden, es sei denn, ein Mitgliedstaat erhebt innerhalb von 24 Stunden Einspruch. Diplomaten erwarten keine weiteren Hürden. Der Fokus verlagert sich nun auf die Umsetzung der neuen Maßnahmen und die laufende Arbeit am verschobenen Visumverbot für russische Kämpfer. Das Einfrieren des Ölpreisdeckels soll Moskau insbesondere in einer Zeit erhöhter Volatilität auf den Energiemärkten erhebliche Einnahmen entziehen.

In diesem Text

  1. 1Einigung nach wochenlanger Blockade erzieltEinigung nach wochenlanger Blockade erzielt
  2. 2Ölpreisdeckel bei 44,10 $ eingefrorenÖlpreisdeckel bei 44,10 $ eingefroren
  3. 3Ausnahme für die griechische Schifffahrt ebnet den WegAusnahme für die griechische Schifffahrt ebnet den Weg
  4. 4Finanz- und Branchensanktionen ausgeweitetFinanz- und Branchensanktionen ausgeweitet
  5. 5EU-Spitzen begrüßen das PaketEU-Spitzen begrüßen das Paket
  6. 6Wie es weitergehtWie es weitergeht

Auf Grundlage von Berichten von

ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, eldiario.es, France 24, EL MUNDO, La Razón, europa press, EL PAÍS

Liste der Quellen
Brüssel
Brüssel
Brüssel, Athen · Belgien, Griechenland

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Quellen und Kontext

  • ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLam 23.07. um 10:59La Unión Europea aprueba un descafeinado XXI paquete de sanciones a Rusia
  • eldiario.esam 23.07. um 10:55La UE consigue aprobar un nuevo paquete de sanciones contra Rusia atenuado por los intereses de empresas europeas
  • France 24am 23.07. um 10:36La Unión Europea lanza nuevas sanciones contra Rusia por la guerra en Ucrania
  • EL MUNDOam 23.07. um 10:32La UE acuerda el 21º paquete de sanciones a Rusia y extiende el tope al precio del petróleo para privar de ingresos a Putin
Ursula von der Leyen
Präsidentin der Europäischen Kommission, begrüßte das Sanktionsabkommen
António Costa
Präsident des Europäischen Rates, nannte das Paket einen entscheidenden Schritt
Kaja Kallas
EU-Außenbeauftragte, hatte einen Alternativplan angedroht
George Prokopiou
Griechischer Reeder, Eigentümer von Dynagas, dessen Interessen das griechische Veto beeinflussten
Kyriakos Mitsotakis
Ministerpräsident Griechenlands, dessen Regierung auf der Ausnahme für LNG-Transporte bestand
Patrick Pouyanné
CEO von Total, setzte sich für eine Lockerung des LNG-Vermarktungsverbots ein
Vladimir Putin
Präsident Russlands, Nutznießer der Öleinnahmen, die durch den Deckel eingeschränkt werden sollen

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Veröffentlicht am 23.07. um 11:21.

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Konflikte · Brüssel und Athen

EU genehmigt 21. Sanktionspaket gegen Russland, friert Ölpreisdeckel bei 44,10 $ nach Ausnahme für die griechische Schifffahrt ein

Nach wochenlangem Tauziehen haben die EU-Botschafter zugestimmt, den Ölpreisdeckel für 12 Monate bei 44,10 $ pro Barrel einzufrieren, 32 weitere russische Banken auf die Liste der Transaktionsverbote zu setzen und die Schattenflotte ins Visier zu nehmen, aber die LNG-Transportbeschränkungen wurden abgeschwächt, um Athen zufriedenzustellen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, eldiario.es, France 24 und weiteren Medien. Veröffentlicht am 23.07. um 11:21.

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