
Manila Esposito gewinnt Bodengold bei den Europameisterschaften im Geräteturnen, Italien holt vier Medaillen in Zagreb
Die italienische Turnerin Manila Esposito gewann am 15. August bei den Europameisterschaften im Geräteturnen in Zagreb Gold am Boden und Silber am Schwebebalken und führte Italien mit insgesamt vier Medaillen in den Gerätefinals an.
Espositos doppelter Podestplatz
Manila Esposito beendete die Gerätefinals der Europameisterschaften im Geräteturnen in Zagreb mit einer Goldmedaille am Boden. Sie erzielte 13.700 Punkte und setzte sich damit vor der Französin Elena Colas und der Russin Angelina Melnikova durch. Der Sieg gelang weniger als eine Stunde, nachdem sie am Schwebebalken Silber gewonnen hatte. Dort schlug Colas sie um ein Zehntel, 13.933 zu 13.833, während Melnikova mit 13.700 Dritte wurde. Esposito war mit der höchsten Qualifikationswertung ins Balkenfinale gegangen, konnte die französische Turnerin aber trotz nur kleiner Unstimmigkeiten in ihrer Übung nicht bezwingen. In der Zagreber Arena erklang die italienische Hymne zum Abschluss des Tages für das italienische Turnen.
Die aus Kampanien stammende Turnerin, Olympia-Vizemeisterin im Team und Olympia-Dritte am Balken von Paris 2024, hatte bereits zwei Jahre in Folge den europäischen Mehrkampftitel gewonnen. In ihrer Bodenkür zeigte sie in der ersten Diagonale einen Doppelsalto gestreckt, der die Bodenfläche knapp überschritt. Dennoch konnte keine Konkurrentin ihre Punktzahl übertreffen. Colas wurde erneut Zweite, Melnikova holte sich ihre zweite Bronzemedaille in den Gerätefinals.
Iorio und Perotti am Stufenbarren
Vor Espositos Finals erreichten zwei weitere italienische Turnerinnen das Podest am Stufenbarren. Elisa Iorio, eine 23-jährige aus Modena, die in Paris Olympia-Silber im Team gewann, holte mit 14.333 Silber und landete hinter der Deutschen Helen Kevric, die mit 14.500 Gold holte. Iorio zeigte eine hochklassige Übung, die ihr den Platz hinter der deutschen Meisterin sicherte. Giulia Perotti, eine 17-jährige aus Vercelli und Junioren-Weltmeisterin am Boden von 2023, gewann Bronze, obwohl sie mit der niedrigsten Qualifikationswertung ins Finale gegangen war. Mit eleganter und präziser Ausführung schaffte sie es aufs Podest. Perotti hatte ein Jahr zuvor zum italienischen Team gehört, das in Leipzig Mannschafts-Europagold gewann.
- Manila Esposito (ITA) gewinnt Gold mit 13.700; Elena Colas (FRA) Silber; Angelina Melnikova (RUS) Bronze
- Elena Colas (FRA) Gold mit 13.933; Manila Esposito (ITA) Silber mit 13.833; Angelina Melnikova (RUS) Bronze mit 13.700
- Helen Kevric (GER) Gold mit 14.500; Elisa Iorio (ITA) Silber mit 14.333; Giulia Perotti (ITA) Bronze
- Angelina Melnikova (RUS) gewinnt Gold; Schoenmaier (GER) Silber; Vaelen (BEL) Bronze
Sprungfinale und Medaillenspiegel
Im ersten Finale des Tages, dem Sprung, war keine italienische Turnerin vertreten. Angelina Melnikova gewann Gold vor der Deutschen Schoenmaier und der Belgierin Vaelen. Melnikova hatte zuvor auch den Mehrkampftitel gewonnen, was Russland zwei Goldmedaillen und Platz eins im Medaillenspiegel bescherte. Italien liegt in den Gerätefinals mit einer Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille auf Platz zwei. Russland führt die Wertung dank Melnikovas zwei Goldmedaillen im Mehrkampf und am Sprung an. Auch das französische Team hatte einen starken Tag: Elena Colas holte Gold am Balken und Silber am Boden, während die Deutsche Helen Kevric das Stufenbarren-Podest anführte.
- Elena Colas (FRA)
- 13.933 Punkte
- Manila Esposito (ITA)
- 13.833 Punkte
- Angelina Melnikova (RUS)
- 13.7 Punkte
Ausblick
Die vier Medaillen aus den Einzelgerätefinals bescheren Italien am 15. August eine Gold-, zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Das italienische Team blickt nun auf das Mannschaftsfinale, während die Titelkämpfe in der Zagreber Arena fortgesetzt werden. Für Esposito bedeutet der Bodentitel eine weitere europäische Goldmedaille zu einer Sammlung, die bereits mehrfache Mehrkampf-Titel und eine olympische Bronzemedaille von Paris 2024 umfasst.


