
Espanyol erkämpft 1:1 gegen dezimiertes Sevilla – Marcos Fernández trifft in der 98. Minute
Marcos Fernández erzielte in der 98. Minute den Ausgleich per Nachschuss und sicherte Espanyol ein 1:1-Heimremis gegen das dezimierte Sevilla, nachdem Debütant Stassin die Gäste spät in Führung gebracht hatte.
González erreicht Jahrhundertmarke im RCDE-Stadion
Espanyol sicherte sich am Sonntagabend im RCDE-Stadion ein 1:1-Unentschieden gegen Sevilla in La Liga. Die Partie war das 100. Pflichtspiel unter der Leitung des 47-jährigen Trainers Manolo González. Der Coach übernahm das Amt am 12. März 2024, nachdem er zuvor unter dem ehemaligen Sportdirektor Fran Garagarza 26 Spiele die Reservemannschaft betreut hatte. González, der in der Nacht des Sant Joan 2024 den Aufstieg in die erste Liga schaffte und anschließend den Klassenerhalt sicherte, behielt trotz des Eigentümerwechsels von Chen Yansheng zu Alan Pace Kernspieler wie Javi Puado, Leandro Cabrera und Omar El Hilali. Die Begegnung war zudem das erste Mal, dass Sportdirektor Monchi seit seinem Abschied vom andalusischen Verein in einem Pflichtspiel auf seinen ehemaligen Klub Sevilla traf.
Enges erstes Durchgang im RCDE-Stadion
Espanyol ging in die Partie auf der Suche nach einer Reaktion auf zwei aufeinanderfolgende Lig Niederlagen. González passte seine Startelf an, indem er Cabrera nach einer Sperre wieder in die Innenverteidigung holte, während Moscardo im Mittelfeld für Urko startete. Sevillas Trainer Luis García Plaza nahm im Vergleich zum vorherigen Spiel gegen Atlético Madrid drei Änderungen vor: Giorgi Kochorashvili startete neben Lucien Agoume im Mittelfeld, und Chidera Ejuke spielte auf dem Flügel. 30.000 Zuschauer sahen bereits in der dritten Minute eine frühe Chance, als Javi Hernández nach einem von Kochorashvili verschuldeten Freistoß Sevillas Torhüter Odysseas Vlachodimos zu einer Parade zwang. Sevilla konterte mit Versuchen von Calatrava in der 28. Minute, Dolan kurz vor der Halbzeit und Ejuke, während Espanyols Torhüter Marko Dmitrovic vor der Pause eine brenzlige Situation in seinem Strafraum überstand.
Platzverweis und aberkanntes Tor in der zweiten Halbzeit
Die Dynamik änderte sich zehn Minuten nach Wiederanpfiff, als Schiedsrichter Sesma Espinosa in der 55. Minute Sevillas Innenverteidiger Arouna Sangante die direkte Rote Karte zeigte, weil er Roberto als letzter Verteidiger zu Fall gebracht hatte. Die Entscheidung löste heftige Proteste der Gäste aus, nachdem Fernsehbilder zeigten, dass der Verteidiger den Ball gespielt hatte, doch Videoassistent Trujillo Suarez bestätigte den Platzverweis. Espanyol brachte in der 58. Minute Ersatzspieler Marcos Fernández und glaubte in der 61. Minute kurzzeitig in Führung gegangen zu sein, als El Hilali einen losen Ball nach einer Faustabwehr von Vlachodimos verwertete. Der Videoassistent erkannte das Tor jedoch wegen Abseitsstellung, sodass es torlos blieb, während Sevilla sich mit zehn Spielern neu formierte.
Stassins Treffer in der Nachspielzeit egalisiert
García Plaza hatte in der 53. Minute den belgischen Stürmer Stassin und Fofana als Doppelwechsel gebracht, um für mehr Offensivgefahr zu sorgen. Stassin scheiterte in der 66. Minute zunächst mit einer Eins-gegen-Eins-Chance an Dmitrovic, bevor er in der 84. Minute mit einem Halbvolley nach einem abgefälschten Einwurf bei seinem Vereinsdebüt den Bann brach. Espanyol brachte die Debütanten Bryan Zaragoza sowie Riedel und Hartman, um in der Schlussphase noch einmal Druck zu machen. Vlachodimos parierte in der 94. Minute sowohl gegen Fernández als auch gegen Zaragoza doppelt. In der 98. Minute köpfte Fernández den Ball an die Latte und schob den Abpraller sofort zum Ausgleich ins Tor – ein Punktgewinn in der letzten Aktion.
- Vlachodimos pariert einen gefährlichen Freistoß von Javi Hernández.
- Sevilla bringt Stassin und Fofana als Einwechselspieler in der zweiten Halbzeit.
- Arouna Sangante erhält die direkte Rote Karte wegen eines Fouls an Roberto.
- Omar El Hilali wird ein Tor wegen Abseits nach VAR-Überprüfung aberkannt.
- Stassin trifft per Volley und bringt das dezimierte Sevilla in Führung.
- Vlachodimos pariert doppelt gegen Fernández und Zaragoza.
- Marcos Fernández gleicht für Espanyol aus, indem er seinen eigenen Abpraller verwertet.


