
Hitzewelle in Deutschland führt zu Anstieg der Ertrinkungstoten in Seen und Kanälen
Glühende Hitze lockt Menschenmengen an deutsche Gewässer, Behörden melden mehrere Ertrinkungsfälle und geben dringende Sicherheitswarnungen heraus.
Steigende Opferzahlen
Seit Freitag sind mindestens fünf Menschen bei Badeunfällen in ganz Deutschland gestorben, während eine anhaltende Hitzewelle Tausende Einwohner an Seen, Flüsse und Kanäle treibt. Polizeiberichte bestätigten, dass ein 27-Jähriger am Samstag im Neckar bei Heidelberg ertrank, während ein 30-Jähriger in einem Badesee in Neuhofen südlich von Mannheim starb. Ein 40-Jähriger wurde leblos aus dem Waldsee Raunheim in Hessen geborgen, und ein Kind verschwand im Herne-Meer-Abschnitt des Rhein-Herne-Kanals, bevor es ohne Lebenszeichen gefunden wurde.
Was wir mit einem solchen Sonar sehr gut machen können, ist eine relativ zeiteffiziente Suche großer Wasserflächen. Bei einer Wasserrettung zählt jede Minute.
Frühere Todesfälle
Bereits am Freitag gab es zwei tödliche Vorfälle. Besucher zogen einen 45-jährigen Mann aus dem Seepark Lünen bei Dortmund; er starb später im Krankenhaus. Ein achtjähriger Junge verschwand in einem See in Isernhagen bei Hannover und wurde nach einer zweistündigen Suche tot aufgefunden. In der Vorwoche wurden in Nordrhein-Westfalen mehrere Todesfälle verzeichnet, darunter ein 16-Jähriger in Gelsenkirchen, zwei Brüder im Alter von 14 und 19 Jahren im Rhein-Herne-Kanal und ein 20-Jähriger in Herne, der nach dem Joggen hineinsprang.
Offizielle Warnungen
Die örtlichen Behörden und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben erneut dazu aufgerufen, unbewachte Gewässer zu meiden. Die Stadt Oberhausen warnte, dass Kanäle und Flüsse tödliche Gefahren darstellen: „Der Rhein-Herne-Kanal, die Ruhr und andere öffentliche Gewässer sind nicht zum Schwimmen geeignet. Auch wenn sie auf den ersten Blick harmlos wirken, können innerhalb von Sekunden lebensbedrohliche Situationen entstehen.“ Im vergangenen Jahr starben 393 Menschen in deutschen Gewässern, so die DLRG, und die Organisation rät, nur dort zu schwimmen, wo Rettungsschwimmer anwesend sind.
Anhaltendes Risiko
Trotz der Warnungen betreten viele Menschen weiterhin Kanäle und Flüsse. Am Rhein-Herne-Kanal sagte der 22-jährige Efe: „Es ist warm. Ich habe kein Geld für Sport, für ein Hallenbad. Deshalb bin ich hier. Es kostet nichts.“ Melissa fügte hinzu, dass sie sich in Begleitung sicher fühle: „Natürlich kann immer etwas passieren, selbst wenn man vorsichtig ist. Aber ich denke, wenn wir mehrere sind, wird es schon gut gehen.“ Rettungskräfte sagen, dass solche Einstellungen eine gefährliche Unterschätzung der Risiken widerspiegeln, insbesondere in Schifffahrtskanälen, wo große Schiffe starke Sogwirkungen erzeugen.


