Ihre Datenschutzeinstellungen

Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung Marketing-Tools (Meta, X), um unsere Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern.

Datenschutzerklärung
Pollar
StartFragenLiveBriefSoundsFilmsSucheKarteMärkteBenachrichtigungenFür Sie
SträngeMärkte
NewsroomPollar unterstützen
Datenschutz
Von Leserinnen und Lesern getragen

Kostenlos, und das bleibt so

Keine Werbung. Die Mitgliedschaft hält Pollar unabhängig.

ab34,99 €/Jahr

Pollar unterstützen
Mitgliedschaft

Mitglieder sehen dieses Feld nicht.

  • Unterstützer34,99 €/Jahr
  • Förderer79,99 €/Jahr
Pollar unterstützen

Heutiger Brief

Frankreich zieht seine Blendgranaten ein

Russland bombardiert die Ukraine, Israel trauert, Europa rüstet gegen größere Schocks

Dieses Briefing beginnt dort, wo Politik und Gewalt am wenigsten Raum für Spin ließen. Kriegsjahrestage, Angriffe und Sicherheitsalarme prallten auf Europas Bemühungen um Erweiterung, Marktschutz und die Finanzierung des KI-Booms.

Brief lesen

Jetzt live

Alle Live-Berichte
  • Pest-Tote und Quarantäne in Sibirien

    WHO und USA fordern Details aus Moskau nach Berichten über Todesfälle in einem Labor in Irkutsk. Russische Behörden bestreiten Fälle von Lungenpest.

  • Messerattacke an Schule in Polen

    Der Verdächtige trug während des Angriffs einen Sprengsatz im Rucksack. Spezialkräfte sicherten den Tatort, die Ermittlungen laufen.

Im Rampenlicht

Alle Stränge

Sonstiges · Aktualisiert vor 16 m

Klima: von Minderung zu Anpassung

Die Welt hat die 1,5-Grad-Erwärmungsschwelle überschritten, und die UN stuft die Überschreitung nun offiziell als unvermeidbar ein, mit einer Prognose von mindestens 1,8 Grad. Die EU treibt einen verbindlichen Anpassungsrahmen voran, während sich der Diskurs unwiderruflich von der Prävention hin zum Umgang mit den Auswirkungen angesichts eskalierender, kontinentweiter Krisen verschiebt.

Kontakt
StartBriefSträngeFragen
Kategorien
© der Standard
Entdeckungen·vor 1 Std.

Forscherteams in Wien und Peking bauen erste funktionierende Kernuhren mit Thorium-229

Physiker in Wien und Peking haben die ersten autonomen Kernuhren mit Thorium-229-Kristallen gebaut, die sich mehr als 24 Stunden lang selbst stabilisieren – mit einer Genauigkeit von einer Sekunde in 30 Millionen Jahren.

Ein neuer Mechanismus der Zeitmessung

Atomuhren dienen seit mehr als 70 Jahren als globale Zeitstandards und verfolgen die Bewegung von Elektronen zwischen Energiezuständen, um Satellitennavigation und Telekommunikationsnetze zu koordinieren. Zwei unabhängige Forschungsteams – eines unter Leitung der Technischen Universität Wien (TU Wien) und der deutschen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), ein weiteres an der Tsinghua-Universität in Peking – haben die ersten funktionierenden Kernuhren gebaut. Die am 7. Oktober 2026 in Nature veröffentlichten Systeme messen die Zeit, indem sie Übergänge im Atomkern von Thorium-229 statt in den äußeren Elektronenschalen verfolgen. Das Konzept geht auf einen Vorschlag von Ekkehard Peik von der PTB aus dem Jahr 2003 zurück, der Thorium-229 als einziges bekanntes Isotop mit einem per Laserlicht zugänglichen Kernübergang identifizierte. Da Atomkerne etwa 10.000- bis 100.000-mal kleiner sind als ganze Atome und durch die starke Kernkraft gebunden werden, bleiben sie gegen externe elektrische Felder, magnetische Störungen und Temperaturschwankungen abgeschirmt.

Entwicklungsmeilensteine der Kernzeitmessung mit Thorium-229
  1. 2003Ekkehard Peik schlägt Kernuhren auf Basis von Thorium-229-Isomerübergängen vor
  2. 2024-04Forschende beobachten den lasergetriebenen Kernübergang von Thorium-229
  3. Herbst 2024Teams koppeln die Thorium-Anregung an eine externe optische Atomuhr
  4. 7. Okt. 2026Nature veröffentlicht Berichte über autonome Kernuhren in Wien und Peking

Selbststabilisierende Laser-Prototypen

Die Umwandlung des Kernübergangs in eine eigenständige Uhr erforderte die Lösung von Laserstabilität und automatischer Frequenzkorrektur. Im April 2024 beobachteten Forschende der TU Wien und der PTB den lasergetriebenen Thorium-Übergang, und im darauffolgenden Herbst koppelten sie den Anregungsapparat als Stoppuhr an eine konventionelle optische Atomuhr. Der jüngste Durchbruch etabliert ein autonomes System, das den Thorium-229-Kristall zur Selbststabilisierung des Lasers ohne externe Atomuhren nutzt. Eine interne Rückkopplungsschleife überwacht den Laser kontinuierlich und korrigiert Frequenzabweichungen im Sekundenbereich. Der leitende Autor Thorsten Schumm beschrieb die technische Anforderung für den autonomen Betrieb:

Das Geheimnis bestand darin, die Rückkopplung auf einer Skala von nur wenigen Sekunden zum Laufen zu bringen.

— Thorsten Schumm

Der österreichische Prototyp blieb mehr als 24 Stunden ohne menschliches Eingreifen stabil. Gleichzeitig zeigte das chinesische Team unter Leitung von Shiqian Ding, dass zwei separate Kernuhren mit unterschiedlichen Kristallgittern übereinstimmende Resonanzfrequenzen erzeugten.

Unabhängigen Pollar unterstützen

Die Mitgliedschaften Unterstützer und Förderer halten jeden Artikel kostenlos lesbar und fügen Offline-Lesen, Audio und einen sponsorenfreien Brief hinzu.

Mitgliedschaftsstufen ansehen

Präzisionsziele und Laser-Herausforderungen

Die ersten Prototypen erreichen eine Präzision, die dem Verlust einer Sekunde alle 30 Millionen Jahre entspricht – vergleichbar mit den Standard-Atomuhren in Satellitennavigationssystemen. Sie bleiben hinter den besten optischen Labor-Atomuhren zurück, darunter eine Lutetium-Uhr an der Universität Singapur, die in 55 Milliarden Jahren eine Sekunde verliert. Die größte technische Hürde liegt in der Erzeugung von Vakuum-Ultraviolettlicht, das weiterhin ineffizient ist und nur relativ schwache Laserleistung auf den Thoriumkristall bringt. Schumm betonte, dass es bei den frühen Prototypen zunächst um die Machbarkeit gehe:

Es ist völlig normal, dass eine neue Art von Uhr nicht sofort alle bestehenden Technologien übertrifft; dies ist ein erster Machbarkeitsnachweis, und relevant ist das Potenzial für künftige Verbesserungen.

— Thorsten Schumm

Die Forschenden erwarten, dass leistungsstärkere Laser es Kernuhren schließlich ermöglichen werden, eine Genauigkeit von einer Sekunde in 550 Milliarden Jahren zu erreichen – zehnmal präziser als bestehende Atomuhren.

Zeit bis zur Abweichung um eine Sekunde je Uhrtechnologie · Mrd. Jahre
Thorium-229-Prototyp
0,03
Lutetium-Uhr in Singapur
55
Prognostizierte Grenze der Kernuhr
550
Thorium-229-Prototyp
0.03 Mrd. Jahre
Lutetium-Uhr in Singapur
55 Mrd. Jahre
Prognostizierte Grenze der Kernuhr
550 Mrd. Jahre

Sondierung fundamentaler physikalischer Konstanten

Über die Weiterentwicklung der Metrologie hinaus bieten Kernuhren experimentelle Plattformen zur Untersuchung der fundamentalen Physik und zur Suche nach Dunkler Materie, die rund 83 % der Materie des Universums ausmacht. Sollten vorbeiziehende Teilchen der Dunklen Materie mit dem Thoriumkern wechselwirken, könnten sie messbare Frequenzstörungen im regelmäßigen Takt der Uhr hervorrufen. Daniel de Mercado, Metrologiephysiker am Spanischen Metrologiezentrum, der optische Atomuhren auf Calcium-40-Basis entwickelt, verwies auf die breitere experimentelle Reichweite präziser Frequenzmessungen:

Die Frequenzen atomarer und nuklearer Übergänge hängen von den Konstanten und fundamentalen Kräften der Natur ab, sodass eine extrem präzise Messung es ermöglicht, nach kleinen Abweichungen zwischen dem beobachteten Wert und dem, was unsere Theorien vorhersagen, zu suchen.

— Daniel de Mercado

Physiker planen, mit diesen Messungen zu prüfen, ob fundamentale physikalische Konstanten über die Zeit unverändert bleiben oder unter unbekannten fundamentalen Wechselwirkungen driften.

Wien · Braunschweig · Peking
BeijingBrunswickViennaVienneWiedeńWien

8 Quellen

  • Scientists invent entirely new kind of clock
    The Independent·vor 1 Std.
  • La era de los relojes nucleares ya está aquí: el nuevo tictac para explorar las leyes de la física
    EL PAÍS·vor 2 Std.
  • Wien und Peking im Wettrennen um die weltweit erste Atomkernuhr
    der Standard·vor 2 Std.
  • Los primeros relojes nucleares funcionales ya son una realidad: se estabilizan solos y rastrean señales de materia oscura
    EL MUNDO·vor 2 Std.
  • El reloj atómico ha muerto: ¡larga vida al reloj nuclear!
    ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL·vor 2 Std.
  • Haben Atomuhren bald ausgedient?: Forschern gelingt supergenaue nukleare Zeitmessung
    Der Tagesspiegel·vor 2 Std.
  • El primer reloj nuclear independiente está en marcha en Viena
    europa press·vor 2 Std.
  • In Vienna and Beijing, the First Nuclear Clocks Begin to Tick
    The New York Times·vor 2 Std.

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Gesellschaft & Wissenschaft
▶ Pollar Films·Auswahl der Redaktion·2:55·Digital

Dänemark meldet Sicherheitsvorfall im Zentralregister: Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen

Unbefugte haben sich Zugang zu personenbezogenen Daten von 8,8 Millionen Menschen in Dänemark verschafft, indem sie Zugangsdaten einer privaten Firma missbrauchten. Digitalisierungsministerin Christina Egelund gab den Vorfall im Zentralen Personregister am 5. Oktober 2026 bekannt.

aufgenommen am 6. Okt.

KI-generiert·
Gesundheit & Bildung·seit 6. Okt.·akt. vor 10 m
© ANSA.it

USA drängen Russland nach Tod eines Pestlabor-Mitarbeiters in Sibirien auf Transparenz

Die Vereinigten Staaten haben nach dem Tod einer Forscherin am Irkutsker Anti-Pest-Forschungsinstitut eine diplomatische Beschwerde bei Moskau eingelegt, während die Weltgesundheitsorganisation Informationen über einen gemeldeten zweiten Fall anforderte.

Artikel lesen
Sicherheit·seit 7. Okt.·akt. vor 1 Std.
© ANSA.it

Zehn Verletzte bei Messerangriff an Schule in Ostrołęka – polnische Polizei nimmt 19-jährigen Schüler fest

Ein 19-jähriger Schüler verletzte bei einem Messerangriff an einer Berufsschule in Ostrołęka zehn Menschen, bevor er 25 Minuten später in der Nähe des städtischen Flussstrands festgenommen wurde.

Artikel lesen
Mehr erfahren