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15-Jährige bringt in Polen Kind zur Welt, Leiche des Neugeborenen in Sulistrowa entdeckt

Eine 15-Jährige wurde nach einer verheimlichten Entbindung in ein Krankenhaus bei Krosno eingeliefert. Bei einer Durchsuchung des elterlichen Anwesens entdeckte die Polizei die Leiche eines Neugeborenen. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Tötungsdelikts eingeleitet.

Krankenhausbesuch löst Suche aus

Am Donnerstag, den 11. Juni, gegen 16 Uhr wurden die Polizeibehörden in Krosno (Woiwodschaft Karpatenvorland) darüber informiert, dass eine 15-Jährige in die gynäkologische Abteilung des örtlichen Krankenhauses eingeliefert worden war. Ärzte vermuteten, dass die Jugendliche kurz vor ihrer Ankunft entbunden hatte. Laut FAKT24 hatte der Vater das Mädchen zunächst mit der Begründung ins Krankenhaus gebracht, sie fühle sich unwohl und habe eine starke Menstruation. Sie wurde untersucht und nach Hause geschickt, doch als sich ihr Zustand verschlechterte und sie erneut per Krankenwagen eingeliefert wurde, bestätigte das medizinische Personal, dass sie soeben ein Kind zur Welt gebracht hatte. Ein Säugling war nicht bei ihr.

Beamte der Stadtpolizei Krosno sowie forensische Spezialisten des Woiwodschaftspolizeipräsidiums in Rzeszów wurden zum Wohnhaus der Familie im Dorf Sulistrowa entsandt, wo sie unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahmen.

Entdeckung der Leiche

Am Freitag, den 12. Juni, wurde die Leiche eines Neugeborenen auf dem Grundstück gefunden, auf dem die 15-Jährige lebt. FAKT24 berichtete, dass eine Überwachungskamera den Vater des Mädchens dabei gefilmt habe, wie er eine Kiste über den Hof trug; die Überreste des Säuglings wurden später versteckt auf dem Dachboden gefunden. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Sicherstellung der Leiche für eine Obduktion an, die für Dienstag, den 16. Juni, am Institut für Rechtsmedizin der Jagiellonen-Universität in Krakau angesetzt wurde.

Am Freitag, den 12. Juni, wurde die Leiche eines Neugeborenen auf dem Grundstück entdeckt, auf dem die 15-Jährige wohnt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Leichnam für eine für Dienstag, den 16. Juni, geplante rechtsmedizinische Untersuchung sichergestellt.

Ermittlungsverlauf und rechtlicher Status

Am Samstag, den 13. Juni, leitete die Bezirksstaatsanwaltschaft Krosno ein Ermittlungsverfahren gemäß Artikel 148 §1 des polnischen Strafgesetzbuches ein, der den Tatbestand des Tötungsdelikts umfasst. Am Montag, den 15. Juni, übernahm die Regionalstaatsanwaltschaft Krosno das Verfahren.

Drei Personen aus dem engsten Familienkreis der 15-Jährigen wurden im Zuge der Ermittlungen vorläufig festgenommen, jedoch nach der Befragung wieder freigelassen. Staatsanwältin Kolendowska-Matejczuk erklärte, dass bisher keine Anklage erhoben wurde und sich niemand mehr in Gewahrsam befinde. Die Behörden arbeiten derzeit daran, den genauen Ablauf der Ereignisse und die Umstände des Todes des Säuglings zu klären.

Drei Personen aus dem engsten Familienkreis der 15-Jährigen wurden festgenommen. Nach Durchführung der prozessualen Maßnahmen entschied die Staatsanwaltschaft, sie wieder auf freien Fuß zu setzen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist niemand angeklagt und niemand befindet sich in diesem Fall in Haft.

Chronologie des Falls Sulistrowa
  1. Polizeialarm, nachdem eine 15-Jährige mit Anzeichen einer kürzlichen Entbindung in das Krankenhaus Krosno eingeliefert wurde.
  2. Beamte und forensische Spezialisten durchsuchen das Wohnhaus der Familie in Sulistrowa unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft.
  3. Leiche eines Neugeborenen auf dem Grundstück entdeckt; für Obduktion sichergestellt.
  4. Bezirksstaatsanwaltschaft Krosno leitet Ermittlungen wegen Tötungsdelikts ein (Artikel 148 §1).
  5. Regionalstaatsanwaltschaft übernimmt den Fall; drei Familienmitglieder nach Befragung freigelassen.
  6. Geplante Obduktion am Institut für Rechtsmedizin der Jagiellonen-Universität.

Umfang der Untersuchung

Die Ermittlungen dauern an und konzentrieren sich auf die Frage, ob das Baby lebend geboren wurde, sowie auf die Todesursache. Staatsanwältin Kolendowska-Matejczuk lehnte weitere Auskünfte unter Verweis auf die Sensibilität des Falles und das frühe Stadium des Verfahrens ab. Die Ergebnisse der Obduktion gelten als entscheidendes Beweismittel.

Sulistrowa ist ein Dorf mit einigen hundert Einwohnern in der Gemeinde Chorkówka im Landkreis Krosno, nahe der slowakischen Grenze. Die Tragödie hat landesweites Aufsehen in Polen erregt, doch die Behörden betonen, dass vor Abschluss der rechtsmedizinischen Untersuchung keine voreiligen Schlüsse gezogen werden sollten.

Sulistrowa · Krosno

6 Quellen

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