
Erdogan überreicht personalisierte Revolver an NATO-Führungskräfte beim Ankara-Gipfel
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan überreichte jedem Staats- und Regierungschef, der am NATO-Gipfel in Ankara teilnahm, einen personalisierten Revolver und eine Schachtel Munition. Die Empfänger ließen die Waffen aufgrund von Einfuhrbestimmungen zurück.
Das Geschenk
Zum Abschluss des NATO-Gipfels in Ankara am Mittwoch überreichte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan jedem anwesenden Staats- und Regierungschef einen personalisierten Revolver und eine Schachtel Munition. Die Waffen waren mit dem Namen des Empfängers graviert, wie der britische Premierminister Keir Starmer Reportern auf seinem Heimflug mitteilte.
Die Pistolen waren mit dem Namen jedes Gipfelteilnehmers graviert.
Erdogan fügte außerdem ein unterzeichnetes Schreiben bei, das die türkischen Exportbeschränkungen für die Schusswaffen aufhebt, was jedoch die Einfuhrgesetze der Heimatländer der Empfänger nicht außer Kraft setzte.
Empfänger lassen Waffen zurück
Weder Starmer noch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz nahmen das Geschenk mit nach Hause. Ein Sprecher der deutschen Bundesregierung sagte, der Revolver sei der Botschaft zur ordnungsgemäßen Einfuhr und Inventarisierung in der Sammlung offizieller Geschenke übergeben worden.
Der Revolver wurde der Botschaft übergeben, damit er ordnungsgemäß eingeführt und dann in der Sammlung offizieller Geschenke inventarisiert werden kann.
Starmer ließ seinen in der Türkei zurück, weil die Einfuhr einer Schusswaffe in das Vereinigte Königreich illegal gewesen wäre. Er verriet nicht, welchen Pistolentyp er erhalten hatte. Anfängliche Unklarheit darüber, was Merz mit seiner Waffe gemacht hatte, wurde durch die Erklärung der deutschen Bundesregierung ausgeräumt, die die Übergabe an die Botschaft bestätigte.
Gipfelhintergrund
Das Treffen in Ankara war das letzte große internationale Treffen für Starmer als Premierminister. Die regierende Labour-Partei beginnt am Donnerstag mit dem Verfahren zur Nominierung seines Nachfolgers. Weitere Teilnehmer waren der US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.


