Englands WM-K.o.-Runde beginnt gegen DR Kongo inmitten einer Rechtsverteidigerkrise
Die Mannschaft von Thomas Tuchel trifft am Mittwoch im WM-Sechzehntelfinale auf die Demokratische Republik Kongo, doch die Verletzungen von Jarell Quansah und Reece James lassen ihnen nur begrenzte Optionen auf der rechten Abwehrseite.
Verletzungssorgen in der Abwehr
England muss im Sechzehntelfinale in Atlanta auf Jarell Quansah und Reece James verzichten. Quansah verdrehte sich beim 2:0-Sieg gegen Panama am Samstag den Knöchel, während James seit einer Oberschenkelverletzung im torlosen Unentschieden gegen Ghana ausfällt. Beide verpassten das Training am Dienstag, und Tuchel bestätigte, dass sie nicht spielen werden. Die Ausfälle verschärfen die ohnehin dünne Personaldecke: Tino Livramento war bereits vor dem Turnier mit einem Wadenproblem ausgefallen, und sein Ersatz Trevoh Chalobah ist Innenverteidiger. Djed Spence, der Quansah gegen Panama ersetzte, ist der wahrscheinlichste Starter, obwohl Ezri Konsa, ein Innenverteidiger, der für England bereits als Rechtsverteidiger gespielt hat, eine weitere Option ist.
Tuchels Botschaft: Geduld und Glaube
Der deutsche Trainer, der unter anderem wegen seiner Erfolge in K.-o.-Spielen verpflichtet wurde, warnte seine Mannschaft davor, sich gegen eine tief stehende erwartete gegnerische Mannschaft frustrieren zu lassen. „Wir müssen unsere Erwartungen richtig setzen, dass wir nicht frustriert sind, dass wir weitermachen, was wir tun, dass wir weiter glauben“, sagte er. Tuchel erinnerte an seine eigene schmerzhafte Erfahrung einer verlorenen Elfmeterschießen-Niederlage mit Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale 2016 und gab zu, vergessen zu haben, sich darauf vorzubereiten. Diese Narbe, so sagte er, habe seinen Ansatz geschärft. Er wies auch auf die Narben von Spielern hin, die Teil von Englands Niederlage gegen Island bei der EM 2016 waren, deren zehnter Jahrestag am vergangenen Samstag war.
Man wird keine großen Sportler finden, die keine großen Niederlagen erlitten haben.
Taktische Umstellung
Declan Rice wird voraussichtlich nach dem Panama-Spiel, das er aufgrund einer Prellung verpasst hatte, ins Mittelfeld zurückkehren, was Jude Bellingham wieder in die Nummer-10-Rolle bringt, in der er zuvor hervorragend spielte. Die Suche nach einer konstanten Flügelspieler-Kombination geht weiter, da Bukayo Saka, Marcus Rashford, Noni Madueke und Anthony Gordon sich noch keinen Stammplatz sichern konnten. Tuchel betonte, dass die frühen K.-o.-Runden nicht glamourös, aber zu überstehen seien, und verglich die DR Kongo mit den tiefen Abwehrblöcken von Ghana und Panama in der Gruppenphase.
Historische Parallelen
Das Sechzehntelfinale weckt Erinnerungen an frühere Turnierausschlüsse. Englands demütigende Niederlage gegen Island 2016 ist eine warnende Geschichte, und Tuchel glaubt, dass solche Rückschläge Erfolg beflügeln können. „Ich liebe es einfach“, sagte er über K.-o.-Fußball. „Es gibt einfach eine extra Würze.“ Das Spiel ist das erste von fünf möglichen Partien in weniger als drei Wochen, wenn England das Finale erreichen will.
- England verliert gegen Island im Achtelfinale der EM 2016
- England besiegt Panama 2:0; Quansah erleidet Knöchelverletzung
- Quansah und James verpassen Training vor dem Spiel gegen DR Kongo
- England trifft auf DR Kongo im WM-Sechzehntelfinale


