
England übersteht mexikanische Belagerung im Aztekenstadion und erreicht WM-Viertelfinale
Jude Bellinghams Doppelpack in der ersten Halbzeit und ein Elfmeter von Harry Kane schickten England trotz einer Roten Karte und unerbittlichem mexikanischem Druck ins Viertelfinale.
Spielzusammenfassung
England zog mit einem 3:2-Sieg über Co-Gastgeber Mexiko im Estadio Azteca ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2026 ein. Die Partie, die aufgrund eines Sturms um eine Stunde verschoben wurde, war von enormer Intensität geprägt. Thomas Tuchels Team ging durch Jude Bellingham mit zwei Toren in Führung, kassierte vor der Halbzeitpause einen Gegentreffer und spielte nach dem Platzverweis von Jarell Quansah mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl. Mexiko dominierte den Ballbesitz und erspielte sich Chance um Chance, konnte aber keine Verlängerung erzwingen, was die heimischen Fans zutiefst enttäuschte.
Bellinghams Doppelschlag
Mexiko war zunächst besser im Spiel: Raúl Jiménez zwang Jordan Pickford zu einer starken tiefen Parade, und das Mittelfeldtrio um Erik Lira, Gilberto Mora und Luis Romo störte Englands Rhythmus. Die Partie kippte innerhalb von zwei Minuten kurz vor der Pause. Bukayo Saka flankte auf Bellingham, der in der 36. Minute per Kopf die Führung erzielte. Fast im Gegenzug legte Harry Kane quer, und der Mittelfeldspieler von Real Madrid schob zum zweiten Tor ein. Der Doppelschlag bestrafte seltene defensive Aussetzer einer mexikanischen Abwehrreihe, die in der Gruppenphase noch kein Gegentor kassiert hatte.
Mexikos Aufholjagd und Rote Karte
Julián Quiñones verkürzte in der 42. Minute, und die zweite Halbzeit wurde zur Belagerung. Quansah sah in der 54. Minute die Rote Karte, doch England baute die Führung aus, als Kane sechs Minuten später einen Elfmeter verwandelte. Mexiko antwortete erneut mit einem Elfmeter von Jiménez in der 69. Minute, doch Pickford und eine umgestellte Abwehr hielten stand. Javier Aguirres Team warf alles nach vorne, aber England hielt durch und schrieb seine schmerzhafte Geschichte im Aztekenstadion neu.
- Sturm erzwingt einstündige Verzögerung im Estadio Azteca.
- Bellingham köpft Sakas Flanke zum 0:1 ein.
- Bellingham trifft erneut nach Kanes Vorlage, 0:2.
- Quiñones verkürzt für Mexiko, 1:2.
- Quansah fliegt vom Platz; England in Unterzahl.
- Kane verwandelt einen Elfmeter, 1:3.
- Jiménez trifft per Strafstoß, 2:3.
Historische Echos
Das Aztekenstadion hatte England seit Diego Maradonas „Hand Gottes“-Tor, das sie im Viertelfinale 1986 ausschaltete, heimgesucht. Vierzig Jahre später verließ Tuchels Mannschaft dasselbe Stadion als Sieger. Der Sieg bereitet das Viertelfinale gegen Norwegen vor, das am Sonntag zuvor Brasilien überraschend besiegte.
Wie es weitergeht
England trifft im Viertelfinale auf Norwegen, während Mexiko mit erhobenem Haupt aus seinem Heimturnier ausscheidet, nachdem es einen der Turnierfavoriten bis an die Grenzen gefordert hat.

