
England bezwingt Mexiko 3:2 im Azteca-Krimi und erreicht WM-Viertelfinale
England überstand eine Rote Karte, die Höhenlage und eine feindselige Kulisse und besiegte Mexiko mit 3:2 im Achtelfinale der WM, womit die ungeschlagene Serie der Gastgeber im Estadio Azteca endete.
Eine historische Nacht im Azteca
England beendete Mexikos 13-jährige ungeschlagene Serie im Estadio Azteca und fügte den Co-Gastgebern die erste WM-Niederlage an diesem ikonischen Ort zu. Der 3:2-Sieg im Achtelfinale wurde auf 2.241 Metern über dem Meeresspiegel ausgetragen, wobei ein Gewitter den Anpfiff um eine Stunde verzögerte. Das Stadion, gefüllt mit 80.824 meist mexikanischen Fans, hatte seit den Turnieren 1970, 1986 und 2026 keine Heim-WM-Niederlage mehr erlebt.
Es fühlt sich fast an, als hätten wir ein Finale gewonnen.
Bellinghams Doppelpack und Englands Widerstandsfähigkeit
Jude Bellingham traf zweimal in zwei Minuten, in der 36. und 38. Minute, und brachte England mit 2:0 in Führung. Julián Quiñones verkürzte für Mexiko in der 42. Minute. Nach der Pause wurde Englands Verteidiger Jarrel Quansah vom Platz gestellt, sodass das Team über eine halbe Stunde lang mit zehn Mann spielte. Harry Kane stellte den Zwei-Tore-Vorsprung per Elfmeter in der 60. Minute wieder her, nur um kurz darauf zu sehen, wie Raúl Jiménez per Elfmeter für Mexiko auf 3:2 verkürzte.
Hut ab vor Mexiko.
Mexikos Aufholjagd und Herzschmerz
Mexiko drückte in der letzten halben Stunde unerbittlich und zwang Englands Torhüter Jordan Pickford zu einer Reihe von Paraden. In der Nachspielzeit führte eine chaotische Flanke beinahe zu einem Eigentor von John Stones, aber der Ball rollte am Pfosten vorbei. Beim Abpfiff weinten mexikanische Spieler und Fans offen. Torhüter Guillermo Ochoa, ein Veteran der Nationalmannschaft, stand in Tränen auf dem Platz.
- Gewitter verschiebt Anpfiff um eine Stunde.
- Jude Bellingham trifft zum 1:0.
- Bellingham trifft erneut, 2:0.
- Julián Quiñones verkürzt für Mexiko.
- Jarrel Quansah vom Platz gestellt; England mit zehn Mann.
- Harry Kane verwandelt einen Elfmeter, 3:1.
- Raúl Jiménez verwandelt einen Elfmeter, 3:2.
- England übersteht den späten Druck und gewinnt 3:2.
Trainerwechsel und Nachwirkungen
Mexikos Trainer Javier Aguirre bestätigte nach dem Spiel seinen Rücktritt vom Fußball und bezeichnete es als seinen Abschied vom Azteca. Die Mannschaft wird nun von Rafael Márquez geführt, dem ehemaligen Verteidiger des FC Barcelona, der zuvor im Trainerstab tätig war. Englands Teammanager Thomas Tuchel, zuvor für seine Kaderauswahl kritisiert, wurde für die taktische Aufstellung gelobt, die dem mexikanischen Ansturm standhielt.
Wie es weitergeht
England zieht am Samstag ins Viertelfinale gegen Norwegen ein. Mexiko scheidet nach vier Siegen in Folge in der Gruppenphase aus, nachdem es vor diesem Spiel kein Gegentor kassiert hatte. Die Niederlage markierte auch das Ende der Rolle Mexikos als Gastgeber der WM 2026.

