
Eltern ins Gefängnis geschickt, nachdem 3 Monate alter Säugling in Sabadell mutmaßlich an Misshandlung stirbt
Ein Paar wurde in Sabadell, Barcelona, ins Gefängnis geschickt, nachdem sein 3 Monate alter Säugling im Krankenhaus an Verletzungen starb, die auf heftiges Schütteln hindeuten, wie die Behörden am Sonntag bestätigten.
Die Ereignisse
In der Nacht zum 23. Juni riefen die Eltern den Notruf, nachdem das Baby im elterlichen Haus in Sabadell aufgehört hatte zu atmen. Sanitäter reanimierten den Säugling vor Ort und brachten ihn ins Hospital Parc Taulí. Das Baby wurde am Mittwoch, den 24. Juni, eingeliefert, starb aber am frühen Freitagmorgen, den 26. Juni, um 8 Uhr.
Medizinische Alarmierung und polizeiliche Ermittlungen
Nach durchgeführten Tests beobachtete das Krankenhauspersonal Symptome, die mit heftigem Schütteln des Babys vereinbar waren. Sie alarmierten sofort die Mossos d'Esquadra, was die Kinderschutzprotokolle auslöste. Ermittler der Dienststelle Sabadell nahmen beide Eltern als mutmaßliche Täter von Totschlag, Körperverletzung und Misshandlung fest. Die Behörden prüfen zudem, ob der Säugling ältere Verletzungen aufwies, die auf frühere Misshandlungen hindeuten könnten.
Gerichtliche Entscheidung
Am Sonntag, den 28. Juni, ordnete der Ermittlungsrichter am Gericht der Instanz Plaza 3 in Sabadell die Untersuchungshaft beider Eltern an. Das Paar war erst vor zwei Monaten von Saragossa nach Katalonien gezogen. Die Ermittlungen dauern an, während die Polizei weitere Beweise sammelt.
- Eltern rufen 112, nachdem das Baby in der Nacht zum Johannistag zu Hause aufhört zu atmen.
- Baby wird nach Reanimation durch Notfallsanitäter in das Hospital Parc Taulí eingeliefert.
- Baby stirbt um 8 Uhr; medizinische Tests zeigen Verletzungen, die mit heftigem Schütteln vereinbar sind.
- Ermittlungsrichter ordnet Untersuchungshaft für beide Eltern an.
Institutionelle Reaktion
Albert Dalmau, der Präsidentschaftsrat der katalanischen Regierung, sprach auf sozialen Medien sein Beileid aus.
Dieser Tod ist zutiefst erschütternd. Wir müssen nun die gerichtlichen Ermittlungen respektieren und darauf vertrauen, dass die Fakten aufgeklärt werden und mit aller gebotenen Härte gehandelt wird.
Das Gesundheitsministerium bestätigte, dass seine Inspektion die notwendigen offiziellen Untersuchungen durchführen wird, um zu überprüfen, ob alle Verfahren ordnungsgemäß eingehalten wurden.


