
Radfahrer stirbt, ein weiterer vermisst bei polnischem Marathon unter rekordverdächtiger Hitze
Ein 30-jähriger Radfahrer ist gestorben und ein 71-jähriger Veteran ist beim LOTTO Poland Bike Marathon in Marki bei Warschau verschwunden, während die Region unter rekordverdächtiger Hitze ächzte.
Ein tödliches Finale
Der LOTTO Poland Bike Marathon am Sonntag in Marki endete in einer Tragödie, als zwei Teilnehmer das Ziel nicht erreichten. Das Rennen, die zweite Etappe der Wołominer Radfahrertriade, lockte die Fahrer auf eine technische Waldstrecke an einem Tag, an dem die Temperaturen in ganz Polen Rekorde brachen.
Einer der vermissten Radfahrer, ein 30-jähriges Mitglied des Clubs Catena Wyszków, wurde etwa 200 Meter neben der markierten Strecke in der Nähe des Zielbereichs entdeckt. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung starb er noch am Unfallort. Die Organisatoren nannten ihn später Michał und sprachen auf Social Media ihr Beileid aus.
Mit großer Trauer geben wir den Tod von Michał bekannt, einem Fahrer von Catena Wyszków, der am heutigen Rennen in Marki teilgenommen hat. Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie.
Der vermisste Veteran
Der zweite vermisste Fahrer ist der 71-jährige Kazimierz Niewiarowski aus Przasnysz, ein mehrfacher MTB-Rennsieger und hoch erfahrener Wettkämpfer. Er war für die MINI-Distanz von 28 Kilometern gemeldet und wurde zuletzt bei Kilometer 18–19 gesehen, etwa 10 Kilometer vor dem Ziel. Ein späteres Update der Organisatoren verortet die letzte Sichtung etwa 700 Meter vor der Radfahrer-Zone, also ungefähr 1.600 Meter vor der Ziellinie.
Es ist unglaublich, dass wir noch immer keine Spur von ihm gefunden haben.
Die Organisatoren schließen nicht aus, dass Niewiarowski während des Rennens die offizielle Route verlassen hat. Sein Foto, das früher am Veranstaltungstag aufgenommen wurde, wird unter den Teilnehmern verbreitet, und eine Kontaktnummer des Rennleiters Grzegorz Wajs wurde öffentlich gemacht.
Hitzewelle legt Polen lahm
Der Sonntag war der heißeste Tag in der polnischen Messgeschichte, mit 40,5°C in Słubice. Das gesamte Land stand unter Hitzewarnungen der Stufen II und III. Obwohl ein Großteil der Strecke in Marki durch schattigen Wald führte, beschrieben die Organisatoren die Bedingungen vor Ort als unerträglich. Wasservorhänge und Trinkstationen waren vorhanden, doch die Fahrer standen dennoch vor einer, wie eine Quelle es nannte, übermenschlichen Anstrengung in der Hitze.
Eine attraktive, technisch anspruchsvolle Strecke mit einem spektakulären Anstieg kurz vor dem Ziel.
Suchaktionen laufen weiter
Die Polizei erhielt die Vermisstenanzeige am Sonntag gegen 17:00 Uhr aus der Umgebung des Zielbereichs in der Grunwaldzka-Straße. Seitdem läuft eine groß angelegte Suche unter Beteiligung von Polizei, Feuerwehr, Militär, Sanitätern, Spürhunden, Drohnen und freiwilligen Helfern. Der Einsatz erstreckt sich über etwa 28 Kilometer Rennstrecke und angrenzendes Waldgebiet von insgesamt rund 56 Hektar.
- Der LOTTO Poland Bike Marathon startet in Marki.
- Kazimierz Niewiarowski wird zuletzt auf der Strecke bei Kilometer 18–19 gesehen.
- Die Polizei erhält eine Meldung über zwei vermisste Radfahrer aus dem Zielbereich.
- Der 30-jährige Michał wird leblos 200 m neben der Strecke nahe der Ziellinie aufgefunden.
- Suche nach Niewiarowski fortgesetzt; Organisatoren aktualisieren letzte Sichtung auf 700 m vor der Radfahrerzone.
Bis Montagmorgen wurde Niewiarowski noch nicht gefunden. Die Staatsanwaltschaft des Kreises Wołomin ermittelt zum Tod des 30-jährigen Fahrers. Die Poland Bike Marathon-Serie wird am nächsten Wochenende in Ossów fortgesetzt, doch derzeit gilt alle Aufmerksamkeit der laufenden Suche in den Wäldern von Marki.


