Ecuador torlos gegen Debütant Curaçao – muss gegen Deutschland gewinnen
Ecuadors WM-Kampagne steht nach einem 0:0 gegen den Debütanten Curaçao vor dem Aus. Die Südamerikaner brauchen nun einen Sieg gegen den vierfachen Weltmeister Deutschland, um das Achtelfinale zu erreichen.
Ecuadors Hoffnungen auf den Einzug ins Achtelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 haben am Samstag einen schweren Dämpfer erlitten: Im Stadion von Kansas City kamen sie nicht über ein 0:0 gegen den Turnierdebütanten Curaçao hinaus. Das Ergebnis lässt die Südamerikaner in der Gruppe E mit nur einem Punkt aus zwei Spielen zurück – sie benötigen im letzten Gruppenspiel einen Sieg gegen Deutschland, um noch eine Chance aufs Weiterkommen zu haben.
Überragende Leistung von Room
Das Spiel war geprägt von einer herausragenden Vorstellung des Curaçao-Torhüters Eloy Room, der mit 15 Paraden eine ecuadorianische Mannschaft frustrierte, die über weite Strecken das Spiel bestimmte und zahlreiche Torchancen herausspielte. Der 37-jährige Schlussmann, der für den US-Zweitligisten Miami FC spielt, vereitelte bereits nach drei Minuten eine Eins-gegen-Eins-Chance von Enner Valencia und war während der gesamten Partie ein ständiges Hindernis. Seine Leistung sicherte Curaçao den ersten WM-Punkt der Geschichte, was die Inselnation mit 156.000 Einwohnern auf 444 Quadratkilometern ausgelassen feierte.
Ecuadors vergebene Chancen
Ecuador, trainiert vom Argentinier Sebastián Beccacece, begann mit einer Dreierkette und nutzte die Flanken effektiv, doch im letzten Drittel fehlte die Durchschlagskraft. Valencia scheiterte immer wieder an Room, während Gonzalo Plata gegen Curaçaos kompakten Abwehrblock kaum Raum fand. Die größte Chance zum Führungstreffer hatte Ecuador in der 89. Minute, als Ayrton Preciados Schuss an die Latte krachte. Piero Hincapié köpfte zudem aus guter Position am Tor vorbei – ein Sinnbild für einen frustrierenden Nachmittag.
Curaçaos Kontergefahr
Obwohl Curaçao lange Zeit in die Defensive gedrängt wurde, zeigte die Mannschaft unter dem erfahrenen niederländischen Trainer Dick Advocaat bei Kontern Ambitionen. Tahith Chong, Juninho Bacuna und Leandro Bacuna sorgten für Gefahr und zwangen Ecuadors Torhüter Hernán Galíndez zu Paraden. Galíndez hielt mit einer starken Hand einen Schuss von Juninho und hielt Ecuadors schwindende Hoffnungen am Leben. Curaçao hatte sein Auftaktspiel mit 1:7 gegen Deutschland verloren, aber die defensive Organisation und die Bereitschaft, bei Gelegenheit anzugreifen, bescherten ihnen einen historischen Punkt.
Ausgangslage in der Gruppe
Ecuador liegt nun mit einem Punkt auf Platz drei der Gruppe E, punktgleich mit Curaçao, aber hinter der Elfenbeinküste (drei Punkte). Deutschland führt die Gruppe mit sechs Punkten an, nachdem es die Elfenbeinküste am Samstag zuvor mit 2:1 besiegt hatte. Um sich zu qualifizieren, muss Ecuador Deutschland schlagen und hoffen, dass die Elfenbeinküste nicht gegen Curaçao gewinnt – zudem sind Ergebnisse aus anderen Gruppen nötig, um einen der besten dritten Plätze im auf 48 Teams erweiterten Turnier zu ergattern.
- Deutschland
- 6
- Elfenbeinküste
- 3
- Ecuador
- 1
- Curaçao
- 1
Wenn man weiß, dass man das Spiel dominiert und kontrolliert, lässt man Räume, und es ist wahrscheinlich, dass der Gegner mit offenem Feld und zwei Pässen Gefahr erzeugen kann.
Ecuador war als mögliche Überraschungsmannschaft des Turniers gehandelt worden, mit einem Kader, der Champions-League-Sieger William Pacho, Klub-Weltmeister Moisés Caicedo und Premier-League-Titelträger Piero Hincapié umfasst. Doch zwei torlose Spiele in Folge haben die Kampagne in eine Krise gestürzt.


