
easyJet-Gewinn bricht um 70% ein: Nahostkrieg treibt Treibstoffkosten in die Höhe, Übernahmeschlacht geht weiter
Die britische Billigfluggesellschaft meldete für April bis Juni einen Vorsteuergewinn von 85 Millionen Pfund, ein Rückgang von 286 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum, da die Treibstoffkosten um 105 Millionen Pfund stiegen und der Nahostkonflikt die Buchungen dämpfte.
## Gewinneinbruch easyJet meldete für die drei Monate bis Juni einen Vorsteuergewinn von 85 Millionen Pfund, ein Rückgang um 70% gegenüber 286 Millionen Pfund im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stieg leicht um 2% auf 2.983 Millionen Pfund, doch das Ergebnis wurde durch einen Anstieg der Treibstoffkosten um 105 Millionen Pfund belastet. Das EBITDA fiel um 38% auf 304 Millionen Pfund. Die Fluggesellschaft beförderte 25 Millionen Passagiere (bzw. 25,8 Millionen, je nach Quelle), ein Minus von 0,4% im Jahresvergleich, während der Auslastungsfaktor von 90,2% auf 88,9% sank.
Treibstoff und Konflikt
Der Anstieg der Treibstoffkosten steht in direktem Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt, der im März begann. easyJet erklärte, dass die Kerosinrechnung um 13% auf rund 100 Millionen Pfund gestiegen sei, da der Krieg die Energiemärkte störe und die Kerosinpreise in die Höhe treibe. Der Konflikt dauert nun fünf Monate an, und die Fluggesellschaft warnte, dass das Gesamtjahresergebnis „weiterhin von den wichtigen verbleibenden Buchungen sowie den Treibstoffpreisen abhängt, die weiterhin volatil sind“.
Wir haben die Auswirkungen des Nahostkonflikts und seine Effekte auf Treibstoffpreise und Buchungstrends im Quartal weiterhin gemanagt.
Buchungstrends und Sommerausblick
Das Verbrauchervertrauen wurde durch den Krieg erschüttert, was zu einer Verschiebung hin zu Last-Minute-Buchungen führte. Obwohl die Nachfrage zum späten Zeitpunkt hoch war, konnte sie die frühere Schwäche nicht vollständig ausgleichen. easyJet stellte jedoch fest, dass sich die Auslastungslücke für den Hochsommer verringert und sich die Buchungskurve verlängert. Die Fluggesellschaft hat 68% ihrer Kapazität für das dritte Quartal (Juli–September) verkauft. CEO Kenton Jarvis sagte, die Preise seien attraktiv gewesen, was eine starke Last-Minute-Nachfrage nach Flügen und Urlaubsreisen ausgelöst habe.
Da das Verbrauchervertrauen steigt, sehen wir, dass sich die Auslastungslücke für den Hochsommer schließt und sich die Buchungskurve verlängert, da die Kunden weiterhin Reisen priorisieren und unsere günstigen Tarife nutzen.
## Übernahmeschlacht easyJet steht im Zentrum eines Bieterwettstreits zwischen zwei US-amerikanischen Private-Equity-Firmen. Apollo hat 5,7 Milliarden Pfund oder 7,15 Pfund pro Aktie geboten und damit das 5,5-Milliarden-Pfund-Angebot von Castlelake übertroffen. Der Verwaltungsrat hat das Apollo-Angebot empfohlen. Nach den britischen Übernahmeregeln hat Castlelake bis zum 3. August Zeit, sein Angebot zu formalisieren, während Apollos Frist am 7. August endet.
- Nahostkonflikt beginnt
- Q3-Zeitraum: Treibstoffkosten steigen, Buchungen schwächeln
- easyJet-Verwaltungsrat empfiehlt Apollos 5,7-Mrd.-Pfund-Angebot
- Q3-Ergebnisse veröffentlicht: Vorsteuergewinn 85 Mio. Pfund, minus 70%
- Frist für Castlelake zur Formalisierung des Angebots
- Frist für Apollo zur Formalisierung des Angebots
Regulatorische Unwägbarkeiten
Die Übernahme könnte auf Hürden stoßen, nachdem berichtet wurde, dass die EU die Eigentumsregeln für Fluggesellschaften verschärfen könnte, um ausländische Investoren an der Kontrollübernahme zu hindern. easyJet-Aktien fielen am Mittwoch aufgrund dieser Nachrichten um bis zu 14%, bevor sie sich am Donnerstag um 2,5% erholten. CEO Jarvis sagte, er habe dazu nichts von der EU gehört.
Vergleich mit Wettbewerbern
Auch der Rivale Ryanair war von den Auswirkungen des Nahostkonflikts betroffen und meldete einen Rückgang des Nettogewinns um 34% auf 538 Millionen Euro für das gleiche Quartal, womit die Analystenerwartungen von 579 Millionen Euro verfehlt wurden. easyJet Holidays, der Pauschalreisebereich der Gruppe, blieb mit einem Vorsteuergewinn von 84 Millionen Pfund stabil, verglichen mit 86 Millionen Pfund im Vorjahr.
- Q3 2025
- 286 Mio. Pfund
- Q3 2026
- 85 Mio. Pfund


