
Dyson stellt Zahnbürste CameraJet mit eingebauter Kamera und automatischem Flosser für 499 US-Dollar vor
Das Handgerät nutzt eine Makrokamera mit 100.000 Pixeln und maschinelles Lernen, um Zahnzwischenräume zu erkennen und innerhalb von 100 Millisekunden kegelförmige Mundwasserschübe abzugeben.
Markteinführung und Preisdetails
Dyson-Gründer und Chefingenieur James Dyson hat die elektrische Zahnbürste CameraJet am Dienstag, dem 1. September 2026, in Paris vorgestellt. Das Gerät kombiniert mechanisches Bürsten mit automatischer Flüssigkeits-Zahnseide in einem einzigen kabellosen Handgerät. Der Verkaufspreis liegt bei 499 US-Dollar in den Vereinigten Staaten, 419,99 Pfund Sterling im Vereinigten Königreich und 794 Australischen Dollar. Das vollständige Einführungspaket umfasst die Zahnbürste, eine spezielle Ladestation, ein Reiseetui, Dyson-Zahnpasta und Dyson-Mundwasser. Die Zahnbürste ist sofort in den Farben Keramikblau und Keramikrosa erhältlich. Die Markteinführung markiert Dysons Einstieg in den Bereich der Dentalhygiene, nachdem das Unternehmen zuvor mit Stabstaubsaugern, Haarpflegegeräten und den luftreinigenden Kopfhörern Dyson Zone in den Konsumgütermarkt expandiert war.
- Dyson entwickelt das Gerät sechs Jahre lang, trainiert Algorithmen mit 470.000 Zahnbildern und entwickelt in Zusammenarbeit mit der NUS synthetische Proxyplaque.
- James Dyson stellt den CameraJet in Paris vor und bringt das 499-US-Dollar-Gerät in Keramikblau und Keramikrosa auf den Markt.
- Eingebettete RFID-Tags in austauschbaren Bürstenköpfen lösen je nach Nutzungshäufigkeit Erinnerungen zum Austausch aus.
Optische Zielerfassung und Computer Vision
Direkt unter dem Bürstenkopf ist eine endoskopartige Makrolinse mit 100.000 Pixeln (0,1 Megapixel) und integriertem Stroboskoplicht montiert. Das integrierte Gap Optical Targeting-System erfasst und verarbeitet 28 Live-Videobilder pro Sekunde, um Zahnzwischenräume in Echtzeit zu erkennen. Die Computer-Vision-Architektur basiert auf 16 Millionen Codezeilen und einem maschinellen Lernmodell, das mit 470.000 Zahnbildern trainiert wurde, die über sechs Jahre Produktentwicklung gesammelt wurden. Sobald die Kamera eine Zahnzwischenraumöffnung identifiziert, gibt der Mechanismus innerhalb von 100 Millisekunden einen gezielten Mundwasserschub ab. Um die Reinigungsleistung im Labor ohne kontinuierliche klinische Studien zu kalibrieren, entwickelte Dyson in Zusammenarbeit mit der zahnmedizinischen Fakultät der National University of Singapore synthetische Proxyplaque.
Strömungsmechanik und Reservoir-Design
Im Gegensatz zu herkömmlichen eigenständigen Wasserflossern, die auf schmale nadelförmige Wasserstrahlen setzen, gibt der CameraJet einen breiten konischen Flüssigkeitsstrahl ab. Dyson hat den kegelförmigen Strahl so konzipiert, dass er Plaque über eine größere Oberfläche hinweg entfernt und dabei mit reduziertem Druck arbeitet, um empfindliches Zahnfleisch und Zahnschmelz zu schützen. Die Flüssigkeit wird aus einem internen 12,5-Milliliter-Antigravitationstank (0,42 Flüssigunzen, etwa zweieinhalb Teelöffel) zugeführt, der sich um den Hals des Bürstengriffs befindet. Eine interne Luftblase dehnt sich beim Verbrauch der Flüssigkeit allmählich aus, eliminiert Lufteinschlüsse und stabilisiert den Flüssigkeitsdruck während des Betriebs. Eine Membranpumpe und eine Druckkammer ermöglichen eine kontinuierliche, kontrollierte Abgabe in jedem Winkel, auch auf dem Kopf. In der Ladestation wird der interne Tank innerhalb von drei Sekunden automatisch nachgefüllt und aufgeladen.
Bürstenkopfmechanik und App-Konnektivität
Der austauschbare Bürstenkopf verwendet weichere äußere Borsten zur Reinigung entlang des Zahnfleischrands sowie härtere zentrale Borsten zur Entfernung von Zahnverfärbungen. Der Kopf oszilliert fast 1.000 Mal pro Sekunde und ändert dabei während des aktiven Putzens kontinuierlich die Oszillationswinkel. Ein integrierter RFID-Chip verfolgt die Nutzungshäufigkeit und erinnert den Benutzer in dreimonatigen Abständen an den Austausch des Bürstenkopfs. Das Gerät verbindet sich über WLAN mit der MyDyson-Mobilanwendung und überträgt Videomaterial mit niedriger Latenz, um im Live-Ansichts- oder Auto-Jetting-Modus Echtzeit-Einblicke in den Mund zu ermöglichen. Die Begleit-App bietet personalisiertes Putz-Feedback, Technik-Tutorials und Intensitätseinstellungen. Dyson gibt an, dass keine Mundbilder auf dem physischen Gerät oder in der Cloud gespeichert werden.


