
Explosion in Moldau nahe der ukrainischen Grenze: Polizei findet Kampfdrohnenfragmente in Crocmaz
Eine heftige Explosion erschütterte am Sonntag das Dorf Crocmaz im moldauischen Bezirk Ștefan Vodă und löste einen Vegetationsbrand aus. Die Polizei fand Fragmente, die vorläufig als zu einer Kampfdrohne gehörend identifiziert wurden; Verletzte wurden nicht gemeldet.
Explosion in Crocmaz
Eine heftige Explosion erschütterte am Sonntag gegen Mittag das Dorf Crocmaz im moldauischen Bezirk Ștefan Vodă und löste einen Vegetationsbrand aus. Das Dorf liegt im Südosten Moldaus, nahe der Grenze zur Ukraine und etwa 100 km von Chișinău entfernt. Die Polizei wurde über die Explosion alarmiert, und alle spezialisierten Einsatzteams wurden zum Ort des Geschehens entsandt.
- Polizei in Ștefan Vodă über eine heftige Explosion mit anschließendem Vegetationsbrand in Crocmaz alarmiert
- Behörden entdecken Fragmente, die vorläufig als zu einer Kampfdrohne gehörend identifiziert werden
- Bezirksrat Ștefan Vodă veröffentlicht Bilder; Brand von Feuerwehr lokalisiert und gelöscht
Gegen 13:40 Uhr entdeckten die Behörden am Ort Fragmente, die sie vorläufig als zu einer Kampfdrohne gehörend identifizierten. Spezialisten der technisch-explosiven Abteilung der Polizei wurden zur visuellen Untersuchung und anschließenden Fachanalyse entsandt, um die genaue Herkunft der Fragmente und die Ursache der Explosion zu ermitteln. Die Generalinspektion der Polizei (IGP) bestätigte, dass bei dem Vorfall keine Person verletzt wurde.
Feuer eingedämmt
Der Brand, der sich über trockene Vegetation und Stoppelfelder ausgebreitet hatte, wurde von Feuerwehr und Rettungskräften lokalisiert und gelöscht. Um 16:35 Uhr veröffentlichte der Bezirksrat Ștefan Vodă Bilder vom Ort des Geschehens, die die Folgen zeigen. Die Behörden setzten ihre Überprüfungen fort, um die genauen Umstände des Vorfalls, die Art des Objekts und eventuelle Schäden festzustellen.
Derzeit führen die Behörden die Überprüfungen fort, um die genauen Umstände des Vorfalls, die Art des Objekts und eventuelle Schäden festzustellen. Wir empfehlen den Bürgern, sich dem abgesperrten Bereich nicht zu nähern und, falls sie Fragmente oder verdächtige Gegenstände identifizieren, diese nicht zu berühren und sofort den Notruf 112 zu verständigen.
Muster von Drohnenvorfällen
Drohnenvorfälle in Moldau sind im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine wiederholt aufgetreten. Wenige Tage vor der Explosion in Crocmaz wurden im Bezirk Cahul Drohnenfragmente gefunden. Im Vormonat fiel eine mit 50 kg Sprengstoff beladene Drohne im Bezirk Căușeni nieder. Einer der schwerwiegendsten Fälle ereignete sich im Februar 2024 nahe dem Dorf Etulia im Bezirk Vulcănești, wo Fragmente einer Shahed-Drohne entdeckt wurden, darunter der Gefechtskopf mit etwa 50 kg Sprengstoff. Das Gebiet wurde abgesperrt und Spezialisten neutralisierten die Ladung durch eine kontrollierte Sprengung.
- Shahed-Drohnenfragmente nahe Etulia, Bezirk Vulcănești, gefunden; Gefechtskopf mit etwa 50 kg Sprengstoff durch kontrollierte Sprengung neutralisiert
- Mit 50 kg Sprengstoff beladene Drohne fällt im Bezirk Căușeni nieder
- Drohnenfragmente im Bezirk Cahul gefunden
- Explosion in Crocmaz, Bezirk Ștefan Vodă; Kampfdrohnenfragmente entdeckt, keine Verletzten
Die Behörden in Chișinău haben wiederholt gewarnt, dass die Geräte von russischen Angriffen auf die Infrastruktur in der Ukraine stammen könnten. In den meisten bisher gemeldeten Fällen gab es keine Verletzten. Moskau behauptet, dass in Moldau fallende Drohnen eine „nicht existente Bedrohung“ seien.
Regionaler Kontext
Der Vorfall in Crocmaz ereignete sich einen Tag, nachdem bulgarische Behörden den Absturz einer Drohne nahe der Grenze zu Rumänien gemeldet hatten. Am Samstag erklärte der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radev, eine Drohne sei in den bulgarischen Luftraum eingedrungen und etwa 100 Meter innerhalb bulgarischen Territoriums explodiert, nahe dem ehemaligen Grenzübergang Kardam und etwa einen Kilometer von einer Gaskompressorstation an der Transbalkan-Pipeline entfernt. Das bulgarische Verteidigungsministerium gab später bekannt, dass eine vorläufige Analyse der Trümmerteile eine Täuschdrohne des Typs Maya identifiziert habe, die „von den ukrainischen Streitkräften häufig eingesetzt“ werde. Es gebe „keine Hinweise auf einen vorsätzlichen Vorfall“. Das rumänische Verteidigungsministerium erklärte, seine Radarsysteme hätten kein Luftfahrzeug entdeckt, das den rumänischen Luftraum in Richtung Bulgarien überquert habe.


