
Russische Drohne trifft LKW 800 Meter von polnischer Grenze am Grenzübergang Dorohusk
Ein russischer Drohnenangriff zerstörte einen LKW 800 Meter von Polen entfernt nahe Jahodyn, was das polnische Militär dazu veranlasste, Kampfflugzeuge aufsteigen zu lassen und die Grenzabfertigung vorübergehend einzustellen.
Nächtlicher Drohnenangriff nahe der Grenze
Eine russische unbemannte Drohne schlug auf ukrainischem Gebiet etwa 800 Meter vom polnisch-ukrainischen Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk entfernt während eines nächtlichen Luftangriffs auf die Westukraine ein. Die Explosion zerstörte einen in der Nähe einer Tankstelle im ukrainischen Grenzdorf Jahodyn geparkten Lastwagen. Die Grenzabfertigung auf der polnischen Seite des Übergangs wurde aus Sicherheitsgründen sofort eingestellt, während der Angriff andauerte. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha meldete den Angriff nahe dem Grenzübergang in sozialen Netzwerken. Polnische Behörden bestätigten, dass der physische Einschlag vollständig auf ukrainischem Gebiet erfolgte und auf polnischer Seite kein Schaden verzeichnet wurde.
- Die Grenzabfertigungsverfahren an polnischen Grenzübergängen werden während russischer Angriffe auf die Westukraine ausgesetzt.
- Die polnischen Streitkräfte lassen Kampfjets aufsteigen, und das Regierungszentrum für Sicherheit gibt regionale Luftgefahrenwarnungen heraus.
- Das Regierungszentrum für Sicherheit hebt den Luftangriffsalarm für Kreise in der Woiwodschaft Lublin auf.
- Es tauchen Berichte über einen Drohnenangriff auf, der einen LKW 800 Meter vom Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk entfernt zerstört.
- Das Regierungszentrum für Sicherheit hebt seine verbleibende Luftangriffswarnung auf, während der reguläre Grenzverkehr wieder aufgenommen wird.
Schadensmeldungen und Auswirkungen auf die Infrastruktur
Erste Berichte ukrainischer Regionalmedien beschrieben ein großes Feuer, das sich auf Tankstellen und gewerbliche Transportfahrzeuge nahe dem Grenzpunkt ausbreitete. Die Sprecherin des Wolhynischen Zolldienstes, Valentyna Chernysz, teilte dem ukrainischen Sender Suspilne mit, dass herabfallende Munition das Tankstellengelände entzündet und mehrere geparkte Lastwagen in Brand gesetzt habe, was sämtliche Zollabfertigungen in Jahodyn zum Erliegen brachte. Im Gegensatz dazu erklärte Major Dariusz Sienicki, Sprecher der Nadbużański-Einheit des Grenzschutzes, dass polnische Beamte eine Bestätigung erhalten hätten, dass ein Lastwagen 800 Meter vom Übergang entfernt zerstört wurde, ohne dass ein direkter Treffer der Tankstelle selbst bestätigt worden sei. Der Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk an der polnischen Nationalstraße 12 ist eine der wichtigsten Transitadern zwischen den beiden Ländern und wird seit 2022 überwiegend für den Schwerlastverkehr genutzt.
Luftverteidigungsmobilmachung und Zivilwarnungen
Das Einsatzführungskommando der Polnischen Streitkräfte leitete kurz nach 04:00 Uhr am Sonntag vorsorgliche militärische Luftoperationen im polnischen Luftraum ein. Das polnische Luftführungskommando versetzte bodengestützte Luftverteidigungssysteme und Radaraufklärungsmittel in höchste Alarmbereitschaft als Reaktion auf russische düsengetriebene Drohnen, die ukrainisches Gebiet angriffen. Das Regierungszentrum für Sicherheit verschickte dringende Handy-Warnungen in den Woiwodschaften Lublin und Karpatenvorland über die Anwesenheit alliierter Militärflugzeuge. In der Region Lublin wurden in den Kreisen Włodawa, Łęczna, Świdnik, Krasnystaw und Chełm Sirenen ausgelöst, die die Bevölkerung aufforderten, sichere Unterkünfte aufzusuchen, bis der Luftgefahrenalarm kurz nach 05:00 Uhr aufgehoben wurde.
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Wiederaufnahme des Verkehrs und territoriale Überprüfung
Die regulären Zoll- und Grenzabfertigungen wurden am Sonntagmorgen an den polnischen Grenzübergängen Dorohusk, Zosin und Dołhobyczów wieder aufgenommen, die Abfertigung in Hrebenne sollte folgen. Die Sprecherin des Innen- und Verwaltungsministeriums, Karolina Gałecka, bestätigte, dass auf polnischem Gebiet keine Personen bei den grenzüberschreitenden Angriffen verletzt wurden. Die regionalen Rettungskräfte in Lublin gingen mehreren Anrufen von Anwohnern nach, die während des morgendlichen Alarms laute Explosionsgeräusche in den Grenzkreisen gemeldet hatten. Der Sprecher der Woiwodschaft Lublin, Marcin Bubicz, erklärte, dass alle eingegangenen Meldungen überprüft worden seien und keine Hinweise auf Einschläge von Militärgeschossen auf polnischem Boden vorlägen. Das Regierungszentrum für Sicherheit hob seine verbleibende Überwachungswarnung für ukrainische Luftangriffe nach 09:00 Uhr am Sonntag offiziell auf.


