
Russische Drohnen treffen Personenzug und Tankstelle nahe polnischer Grenze
Russische Drohnenangriffe trafen am 13. September eine Lokomotive eines Personenzuges der Strecke Kiew–Warschau und eine Tankstelle innerhalb von zwei Kilometern von der polnischen Grenze, was zu Verspätungen in der gesamten Ukraine führte, aber keine gemeldeten Opfer forderte.
Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur nahe der Grenze
Russische Drohnenangriffe zielten in der Nacht zum 13. September auf Verkehrsinfrastruktur in der Westukraine und kamen bis auf zwei Kilometer an die polnische Grenze heran. Ein Angriff traf die Lokomotive eines fahrenden Personenzuges auf der internationalen Strecke zwischen Kiew und Warschau in der Region Wolyn. Eisenbahnüberwachungsteams erkannten die anfliegende Bedrohung vorzeitig und alarmierten die Zugbesatzung, sodass keine Fahrgäste verletzt wurden. Ein separater Drohnenangriff traf nahe des Grenzübergangs Jahodyn-Dorohusk, etwa 800 Meter von polnischem Gebiet entfernt. Der zweite Angriff traf eine Tankstelle, zerstörte einen Lastwagen und verursachte Brände an mehreren Güterfahrzeugen auf der ukrainischen Seite der Grenze.
Polnische Verteidigungsreaktion und Status des Grenzübergangs
Polnische Luftüberwachungssysteme erfassten während des nächtlichen Angriffs mehrere düsengetriebene Geran-5-Drohnen, die in der Westukraine operierten. Als Reaktion mobilisierte das polnische Militär defensive Luftstreitkräfte, darunter F-16-Kampfflugzeuge, Hubschrauber und ein Saab-Frühwarnflugzeug, während in mehreren Grenzkreisen Luftalarm ertönte. Polnische Beamte bestätigten, dass die Angriffe den polnischen Luftraum nicht verletzten und keine Opfer oder Infrastrukturschäden auf polnischem Gebiet verursachten. Der Grenzübergang Dorohusk stellte während des Alarms vorübergehend die Abfertigung ein, während Personal und Reisende Schutz suchten, nahm den normalen Verkehrsbetrieb jedoch später am Vormittag wieder auf.
Der polnische Verteidigungsminister berichtete über die während der Angriffe ergriffenen militärischen Maßnahmen:
Unser Luftraum wurde durch F-16-Kampfflugzeuge, Hubschrauber und ein Saab-Frühwarnflugzeug geschützt. Es gab keine Verletzung unserer Grenze.
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Störungen im gesamten ukrainischen Eisenbahnnetz
Der Angriff auf den Personenzug in Wolyn war Teil einer breiteren, anhaltenden Kampagne gegen die ukrainische Eisenbahnlogistik in den vorangegangenen 24 Stunden. Der Bahnbetreiber Ukrzaliznytsia berichtete, dass russische Angriffe wiederholt Depots, Bahnhöfe und rollendes Material im ganzen Land getroffen hätten. Bis 11:00 Uhr am 13. September kam es landesweit zu Verspätungen bei Dutzenden von Personen- und Güterzügen, wobei einige Verbindungen acht bis neun Stunden hinter dem Fahrplan lagen. Der Vorstandsvorsitzende der Ukrzaliznytsia, Oleksandr Pertsovskyi, lobte die Einsatzteams für die Bewältigung der Fahrgastevakuierungen und die Aufrechterhaltung der Betriebskontinuität trotz schwerer Infrastrukturschäden.
Der Vorstandsvorsitzende der Ukrzaliznytsia, Oleksandr Pertsovskyi, beschrieb die operative Reaktion im gesamten Netz:
Alle Teams sind im Dienst, überwachen die Lage, reagieren und evakuieren die Menschen sicher. Bisher haben wir keine Verletzten. Ich danke allen, die es in diesen Stunden schaffen, die Züge trotz allem am Laufen zu halten.
Diplomatische Folgen und regionale Grenzsicherheit
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verurteilte die Nähe des Angriffs auf Jahodyn zum NATO-Gebiet und forderte die westlichen Regierungen auf, radikale Wirtschaftssanktionen gegen Moskau zu verhängen. Ukrainische Beamte wiesen darauf hin, dass die Westgrenze der wichtigste Korridor für internationale humanitäre und militärische Lieferungen sei. Gleichzeitig gingen die russischen Angriffe in der Südukraine weiter, wo ein Angriff auf Odessa am Sonntagmorgen mindestens fünf Menschen verletzte, nachdem ein Angriff am Samstag zwei Menschen getötet und 26 verletzt hatte. Die Angriffe folgen auch auf wiederholte Drohnenvorfälle entlang der NATO-Grenzen, unter anderem in Rumänien, wo die Verteidigungsbehörden Dutzende von Luftraumeindringlingen registriert und mehrere abgestürzte Drohnen geborgen haben.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warnte die westlichen Verbündeten vor den Auswirkungen der Angriffe nahe der Grenze:
Die barbarischen russischen Angriffe nahe dem ukrainisch-polnischen Grenzübergang Jahodyn sind nicht nur ein weiterer Angriff auf unsere nationalen Grenzen. Das ist Putins Terrorismus, der direkt an die Tore der EU und der NATO schlägt. Russische Barbaren stehen vor Ihren Toren, liebe Partner.
- Nicht autorisierte Luftraumeindringlinge
- 46
- Auf nationalem Gebiet abgestürzte Drohnen
- 4


