
1.200 Drohnen formen 200-Meter-Bilder über Düsseldorf: Rheinkirmes-Feuerwerk kehrt mit neuen Sicherheitsmaßnahmen zurück
Die Freitagabend-Show zeigte 1.200 Drohnen, die 200 Meter hohe Stadtmotive malten, bevor ein 20-minütiges Feuerwerk folgte – mit einem neuen Sicherheitskonzept nach dem Unfall im letzten Jahr, bei dem 19 Menschen verletzt wurden.
Ein Himmel voller Düsseldorf
Am vorletzten Abend der Rheinkirmes stiegen 1.200 Drohnen von den Oberkasseler Wiesen auf, 200 mehr als die Flotte, die 2025 zum Einsatz kam. Der Schwarm, programmiert von AO Multimedia & Drones, malte Bilder, die eine Höhe von 200 Metern und eine Breite von 100 Metern erreichten und in der ganzen Stadt sichtbar waren. Die 20-minütige Show mit dem Titel „Düsseldorf feiert“ zeigte nacheinander den Rheinturm, die Rheinbrücken und die Wappen lokaler Sportvereine. Zwei unerwartete Figuren, „Dr. Rick und Dr. Nick“ mit übertriebenen Lippen, schwebten ins Bild und wurden sofort zum Gesprächsthema. Die Vorführung wurde von Musik begleitet und folgte auf eine künstlerisch geprägtere Drohnenshow am Dienstag, die ein riesiges Joseph-Beuys-Porträt dargestellt hatte.
Ein absoluter Erfolg – besonders in Kombination mit dem Feuerwerk.
- 2025
- 1000 Drohnen
- 2026
- 1200 Drohnen
Feuerwerk kehrt mit strengeren Sicherheitsvorkehrungen zurück
Die Drohnenperformance ging nahtlos in ein etwa 20-minütiges Feuerwerk über. Die diesjährige Pyrotechnik unterlag einem neuen Sicherheitsprotokoll, das nach einem Unfall während der Kirmes 2025 eingeführt wurde, als umherfliegende Feuerwerkskörper 19 Zuschauer verletzten. Die Abschussrampen wurden in Muldenbehältern mit Seitenwänden von über zwei Metern Höhe platziert, die zusätzlich mit Sand fixiert wurden, um ein Verrutschen zu verhindern. Die Organisatoren erklärten, das Konzept sei darauf ausgelegt, Fehlzündungen einzudämmen und die Hunderttausenden am Flussufer zu schützen. Der nahtlose Übergang von den lautlosen Drohnen zum explosiven Feuerwerk war nach Angaben von Show-Designer Jan Ising eine bewusste künstlerische Entscheidung.
Eine durch Technologie erweiterte Tradition
Die Rheinkirmes ergänzte das Feuerwerk erstmals 2025 um eine Drohnenshow und stockte die Flotte in diesem Jahr von 1.000 auf 1.200 Drohnen auf. Die Kombination hat sich schnell zu einem Publikumsmagneten entwickelt, der Menschenmassen anzieht, die es mit dem Eröffnungswochenende des Festes aufnehmen können. Die Ausgabe 2026 dauerte zehn Tage und endet am Sonntag, den 26. Juli. Mehr als 300 Schausteller betreiben Fahrgeschäfte, Spielbuden und Festzelte am linken Rheinufer, direkt gegenüber der Düsseldorfer Altstadt. Die Kirmes gehört zu den größten in Deutschland, und das Freitagabend-Spektakel hat sich als Höhepunkt des Abschlusswochenendes etabliert.
Publikumsreaktion und der „Dr. Rick und Dr. Nick“-Moment
Unter den Stadtmotiven sorgte das Erscheinen der beiden Lippen-aufgespritzten Figuren für das meiste Gerede. RP Online berichtete, die Bilder „sorgte beim Publikum für mächtig Gesprächsstoff“. Die frühere Drohnenshow am Dienstag hatte mit einem Joseph-Beuys-Porträt einen eher kunsthohen Ansatz verfolgt, sodass die verspielten Motive am Freitag einen bewussten Kontrast darstellten. Die Musikbegleitung und der nahtlose Übergang zum Feuerwerk ernteten Applaus von den Menschenmassen am Flussufer. Die Organisatoren hatten für den Abend mit mehr als einer Million Besuchern gerechnet, und die dichten Menschenmassen entlang des Rheins ließen darauf schließen, dass diese Schätzung zutraf.


