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Film & Medien·vor 4 Tagen

Fast 90 Drohnen stürzen bei Vivid-Lichtshow in den Sydney Harbour – Funkfrequenz-Störung als Ursache

Eine technische Störung führte dazu, dass 89 Drohnen während einer Vivid-Sydney-Lichtshow ins Wasser am Darling Harbour fielen. In der Folge wurden die weiteren Aufführungen abgesagt.

Was geschah

Eine spektakuläre Drohnen-Lichtshow endete am Montagabend in einem dramatischen Fehlschlag, als 89 Drohnen in der Cockle Bay am Darling Harbour ins Wasser stürzten. Die Vorführung im Rahmen des Vivid-Sydney-Festivals wurde durch das unterbrochen, was die Organisatoren als „unerwartete technische Schwierigkeiten" bezeichneten. Der Betreiber, das in Großbritannien ansässige Unternehmen Skymagic, führte den Vorfall auf eine unvorhergesehene Veränderung der Funkfrequenzumgebung nach dem Start zurück, die die Positionsgenauigkeit der Drohnen beeinträchtigte und Notlandungsverfahren auslöste.

Das Geräusch, als sie auf dem Kai aufschlugen, war beträchtlich, selbst aus vielleicht 10 bis 15 oder 20 Metern Entfernung; man hörte sie förmlich auf den Zement-Marina-Boden krachen und zerschellen.

Robert, ein Arbeiter am Darling Harbour

Sofortige Reaktion

Nach dem Vorfall wurde die 21:30-Uhr-Vorstellung am Montag auf Anraten der Fachleute abgesagt. Die Festivalorganisatoren sagten daraufhin vorsorglich alle vier für Dienstag und Mittwoch geplanten Aufführungen ab, bis eine vollständige technische und sicherheitstechnische Überprüfung abgeschlossen ist. Skymagic und Regierungsbehörden werden eine umfassende Bewertung vornehmen, bevor eine Entscheidung über den verbleibenden Spielplan getroffen wird.

Wir entschuldigen uns für die Enttäuschung und Unannehmlichkeiten, die den Besuchern entstanden sind.

Sprecher von Vivid Sydney

Sicherheitsprotokolle

Trotz der dramatischen Szenen wurden keine Verletzungen gemeldet. Skymagic bestätigte, dass keine der Drohnen die vorgesehene Sicherheitsgrenze verlassen habe. Das Piloten-Team führte sofort einen Stopp-Befehl aus, wodurch die Flotte in der Luft stationär blieb, um die Lage zu beurteilen. Nachdem die Stabilität bewertet worden war, aktivierten sie für die nicht betroffenen Drohnen ein Rückkehr-zum-Stützpunkt-Protokoll. Einige Fluggeräte, die während der Notlandephase auf die Geofence-Grenze trafen, schalteten sich ab und fielen ins Wasser, um die Sicherheitszone zu wahren.

Es gab eine Sperrzone, die speziell für die Drohnenshow konzipiert war, und sie führte dazu, dass die Drohnen bei einem technischen Ausfall – wie er letzte Nacht auftrat – entweder ins Wasser oder innerhalb dieser Sperrzone fielen.

Karen Jones, Geschäftsführerin von Destination NSW

Das Festival

Vivid Sydney, das 2009 ins Leben gerufen wurde, bezeichnet sich selbst als das größte Festival für Licht, Musik, Ideen und Kulinarik auf der Südhalbkugel. Die Veranstaltung umfasst einen kostenlosen 6,5 Kilometer langen Rundgang mit 43 Lichtinstallationen und lockt tausende Einheimische und Touristen zu Orten rund um den Sydney Harbour und das Zentrum Sydneys, darunter auch Projektionen auf das Sydney Opera House. Die Drohnenshow mit dem Namen Star-Bound besteht aus bis zu 1000 speziell angefertigten Drohnen in einer bis zu 12-minütigen Flugshow. Die ersten Shows begannen am Sonntag; über die nächsten drei Wochen hinweg waren 22 Shows an 11 Abenden geplant.

Zeitlicher Ablauf des Drohnenunfalls bei Vivid Sydney
  1. Erste Star-Bound-Drohnenshows finden am Sonntag als Teil des Vivid-Sydney-Festivals statt.
  2. Während der 19:30-Uhr-Vorstellung stürzen 89 Drohnen nach einer Funkfrequenzstörung in der Cockle Bay ins Wasser.
  3. Die 21:30-Uhr-Vorstellung wird auf Anraten der Fachleute abgesagt.
  4. Die Organisatoren sagen alle vier für Dienstag und Mittwoch geplanten Aufführungen ab, bis eine vollständige Sicherheitsüberprüfung abgeschlossen ist.
  5. Nächstgeplanter Drohnenshow-Termin (Sonntag); eine Rückkehr wurde von Destination-NSW-Geschäftsführerin Karen Jones noch nicht bestätigt.

Ausblick

Karen Jones, Geschäftsführerin von Destination NSW, das Vivid betreibt, sagte gegenüber ABC Radio Sydney, dass es zwar „unglaublich ärgerlich" sei, dass die Shows abgesagt wurden, die Sicherheitsprotokolle jedoch wie geplant funktioniert hätten. Sie wollte sich nicht darauf festlegen, ob die Shows am Sonntag – dem nächsten geplanten Termin – wieder stattfinden würden, bevor eine vollständige Bewertung abgeschlossen sei. Jones schloss zudem eine vorsätzliche Störung der Drohnen aus und erklärte, die Betreiber hätten diese Möglichkeit bei ersten Einschätzungen am Montagabend untersucht.

Sydney

6 Quellen

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