Dresden verzeichnet 526 Tourismus-Ausbildungsplätze, Kochausbildung erholt sich
Kammerdaten zeigen, dass bis Ende Juli 2026 in Dresdner Hotels und Restaurants 526 neue Ausbildungsverträge registriert wurden, angeführt von 186 angehenden Köchen.
Ausbildungszahlen erholen sich
Dresdner Tourismus- und Gastgewerbebetriebe verzeichnen im Jahr 2026 einen Zustrom an Bewerbern für berufliche Ausbildungsprogramme. Daten der Dresdner Industrie- und Handelskammer (IHK Dresden) zeigen, dass bis Ende Juli 526 neue Ausbildungsverträge in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus abgeschlossen wurden. Diese Zahl nähert sich den 558 Verträgen aus dem Jahr 2025. Sie übertrifft zudem die Werte früherer Zyklen, die bei 413 im Jahr 2023 und 478 im Jahr 2024 lagen. Regionale Hotels, Gastronomiebetriebe, Museen, Dienstleister und Veranstalter berichteten von einem Anstieg sowohl der Bewerberzahlen als auch der Bewerberqualität. Vertreter der Branche beschreiben das Interesse junger Menschen im gesamten Sektor als ausgeprägt.
- 2023
- 413
- 2024
- 478
- 2025
- 558
- 2026 (bis Juli)
- 526
Reaktion der Branchenführung
Regionale Wirtschaftsverbände stellten fest, dass ihre Mitgliedsunternehmen in den vergangenen Jahren kontinuierlich mit Personalknappheit in den gastgewerblichen Berufen zu kämpfen hatten. Diana Maatz, Vorstandsmitglied des Tourismusverbandes Dresden, erklärte, dass die örtlichen Unternehmen höhere Bewerberzahlen erhielten, als sie in mehreren aufeinanderfolgenden Saisons beobachtet hatten. Der Verband berichtete, dass sowohl die Anzahl als auch die Qualifikationen der Kandidaten nach mehreren schwierigen Einstellungszyklen positive Anzeichen lieferten. Tourismusdienstleister, Veranstalter, Museen und Gastronomen in der Stadt verzeichneten alle einen Zustrom qualifizierter Bewerber. Maatz betonte, dass die Resonanz bei den Mitgliedsunternehmen eine konstruktive Entwicklung für die Sicherung der nächsten Arbeitnehmergeneration darstelle.
Das Feedback unserer Mitgliedsunternehmen ist wirklich ermutigend.
Kochausbildung gewinnt an Beliebtheit
Unter den einzelnen Berufen des Sektors verzeichnete die Kochausbildung in diesem Jahr die stärksten Bewerberzahlen. Insgesamt 186 junge Menschen beginnen in diesem Sommer ihre Berufsausbildung als Köche in Dresden. Der Beruf hatte zuvor über einen längeren Zeitraum zu den am schwierigsten zu besetzenden Positionen der regionalen Unternehmen gezählt. Branchenvertreter stellten fest, dass Kochberufe bei Schulabgängern und jungen Arbeitssuchenden wieder an Attraktivität gewinnen. Der Verband verwies auf die prominente Rolle von Kochsendungen und Streamingformaten in den sozialen Medien als einen Beitragsfaktor für das erneute Interesse.
Branchenperspektiven und Technologie
Arbeitgeber im Gastgewerbe verwiesen auf Arbeitsplatzsicherheit und zwischenmenschliches Engagement als Faktoren, die junge Arbeitskräfte zurück in den Dienstleistungssektor ziehen. Martin Raich, Generaldirektor des Hilton Dresden, berichtete, dass das Hotel innerhalb der vorangegangenen zwei Wochen 14 neue Auszubildende gewonnen habe. Raich wies darauf hin, dass Karrieren im Gastgewerbe abwechslungsreiche tägliche Aufgaben, intensive menschliche Kontakte und internationale berufliche Mobilität bieten. Er beobachtete auch, dass diese praktischen Dienstleistungsberufe vor unmittelbaren technologischen Umwälzungen geschützt bleiben. Raich betonte, dass Arbeitsplätze im Gastgewerbe kurzfristig nicht von einer Verdrängung durch Systeme der künstlichen Intelligenz bedroht seien.
Wir erleben derzeit, dass die Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe wieder stärker als das wahrgenommen werden, was sie sind: abwechslungsreiche Berufe mit viel Kontakt zu Menschen, internationalen Perspektiven, sehr vielfältigen Karrierewegen und auch kurzfristig nicht in Gefahr, durch KI ersetzt zu werden.

