
DR Kongo und AFC/M23-Rebellen einigen sich bei Schweizer Gesprächen auf Friedensfahrplan
Die Demokratische Republik Kongo und die von Ruanda unterstützte bewaffnete Gruppe AFC/M23 haben sich nach nicht-öffentlichen Verhandlungen in der Schweiz auf einen Friedensfahrplan geeinigt.
Diplomatischer Fortschritt in der Schweiz
Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und Delegierte der von Ruanda unterstützten bewaffneten Bewegung AFC/M23 haben sich auf einen strukturierten Fahrplan für künftige Friedensverhandlungen geeinigt. Die Schweizer Bundesbehörden veröffentlichten am Sonntag eine gemeinsame Erklärung nach mehrtägigen Vermittlungsgesprächen hinter verschlossenen Türen in Bern. Das resultierende Dokument legt einen umfassenden Rahmen fest, der darauf abzielt, bilaterale Gespräche zur Beendigung wiederkehrender Feindseligkeiten in den mineralreichen östlichen Provinzen zu leiten.
Die Parteien entwickelten einen Fahrplan mit schrittweisen Schritten und Zeitplänen für Verhandlungen im Rahmen des Doha-Rahmenabkommens und verpflichteten sich zu Flexibilität und Kreativität innerhalb der bestehenden Struktur.
Überwachung und Überprüfung des Waffenstillstands
Eine zentrale Priorität des neu vereinbarten Fahrplans betrifft die Überwachung der Frontsicherheit zwischen Regierungstruppen und Rebellenkämpfern. Beide Verhandlungsseiten stimmten formell der Bedeutung der Einführung einer standardisierten Methode zur Meldung von Verstößen gegen den Waffenstillstand zu. Um die Überwachung aufrechtzuerhalten, beschlossen die Parteien, einen eigenen Mechanismus einzurichten, der den Fortschritt überprüft und operative Hindernisse bei der Umsetzung von Verpflichtungen behandelt.
- DR Kongo und AFC/M23 unterzeichnen Rahmenfriedensabkommen in Doha
- Nicht-öffentliche Verhandlungen beginnen in der Schweiz
- Fünftägige Vermittlungsgespräche enden in der Schweiz
- Gemeinsame Erklärung zur Ankündigung des Friedensfahrplans veröffentlicht
- Erste Waffenstillstands-Überprüfungsmission nach Minembwe entsandt
Die praktische Umsetzung dieser Überwachungsprotokolle beginnt sofort. Eine erste formelle Überprüfungsmission des Waffenstillstands soll am Montag in Minembwe eintreffen, das in der Provinz Süd-Kivu der Demokratischen Republik Kongo liegt. Diese Mission soll die lokalen Bedingungen vor Ort nach wiederholten militärischen Auseinandersetzungen bewerten.
Multilaterale Vermittlung in Bern
Die Verhandlungen in der Schweiz fanden vom 17. August bis 21. August hinter verschlossenen Türen statt, an denen beide Delegationen zusammen mit mehreren internationalen Vermittlern teilnahmen. Neben den Schweizer Gastgebern umfassten die Gespräche diplomatische Vertreter aus den Vereinigten Staaten, Katar und der Kommission der Afrikanischen Union. Togo nahm ebenfalls direkt an den Sitzungen teil und fungierte als offizieller Vermittler der Afrikanischen Union zwischen den kongolesischen Behörden und der Rebellenführung.
Sie bekräftigten ihr Engagement, die Verhandlungen für einen umfassenden Frieden und die Konfliktlösung durch die Umsetzung des Rahmenabkommens fortzusetzen.
Doha-Rahmen und regionaler Konflikt
Der in der Schweiz ausgehandelte Fahrplan knüpft direkt an frühere diplomatische Bemühungen zur Beendigung jahrzehntelanger bewaffneter Gewalt im Osten der DR Kongo an, wo mehrere Gruppen um Mineralvorkommen konkurrieren. Die AFC/M23-Koalition hatte im vergangenen Jahr weite Landstriche in der Region erobert, bevor die diplomatischen Gespräche intensiviert wurden. Im Dezember jenes Jahres unterzeichneten beide Parteien ein vorläufiges Friedensabkommen, das von den Vereinigten Staaten in der katarischen Hauptstadt Doha vermittelt wurde.
Trotz der Unterzeichnung dieses Rahmens in Katar dauerten die bewaffneten Zusammenstöße an, die die östlichen Provinzen erschütterten und die lokale Bevölkerung vertrieben. Der neu ausgearbeitete Fahrplan soll das Doha-Abkommen wiederbeleben, indem er spezifische Abfolgen, klare operative Fristen und gegenseitige Verfahrensverpflichtungen einführt, die beide Seiten in strukturierten Verhandlungen halten sollen.


