
Real Madrid gewinnt Rennen um Yan Diomande, nachdem PSG sich weigert, einen 'unverhältnismäßigen' Markt zu bedienen
Der ivorische Flügelspieler Yan Diomande reist in dieser Woche für einen Medizincheck in die spanische Hauptstadt, nachdem Real Madrid eine Einigung mit RB Leipzig erzielt hat – das Gesamtpaket soll 100 Mio. € übersteigen. Paris Saint-Germain beendete seine Bemühungen am Sonntag offiziell und berief sich auf finanzielle Disziplin.
Real Madrid steht kurz davor, den ivorischen Flügelspieler Yan Diomande von RB Leipzig zu verpflichten, nachdem Paris Saint-Germain seine Bemühungen abrupt eingestellt hat und damit den Weg für einen Transfer freimacht, der Leipzigs Rekordverkauf darstellen wird.
Wie der Deal mit Madrid zustande kam
Madrid hatte vor etwa 10 Tagen ein erstes Angebot über 90 Mio. € plus 10 Mio. € Boni, das von Leipzig abgelehnt wurde. Der spanische Club legte ein verbessertes Angebot vor, das Berichten zufolge 120 Mio. € umfasst, darunter eine feste Ablöse von 100 Mio. €. Obwohl Leipzig noch nicht formell auf das neueste Angebot reagiert hat und auf eine Summe von etwa 130 Mio. € gehofft hatte, herrscht auf allen Seiten Vertrauen, dass eine Einigung erzielt wird. Diomande, der bereits persönliche Bedingungen mit Madrid vereinbart hatte, soll in den kommenden Tagen nach Spanien fliegen, um einen Medizincheck zu absolvieren und einen Fünfjahresvertrag bis Juni 2031 zu unterschreiben.
- Real Madrids erstes Angebot (90 Mio. € plus 10 Mio. € Boni) von Leipzig abgelehnt
- The Athletic berichtet, dass Madrid in den Wettbewerb einsteigt und Gespräche mit Leipzig aufnimmt
- Fabrizio Romano berichtet, dass der Deal besiegelt ist; Diomande reist zum Medizincheck
- PSG gibt formelle Erklärung zum Rückzug aus den Verhandlungen ab
- Real Madrid soll ein entscheidendes 120-Millionen-Euro-Angebot per E-Mail senden; Diomande spricht mit Leipzig
PSGs Rückzug und Stellungnahme
PSG war zuvor Diomandes bevorzugtes Ziel im Transferfenster, und der französische Club hatte ein vorläufiges Einverständnis mit dem Spieler erzielt. Am Sonntagabend verschickte der Club eine Stellungnahme an die französische, spanische und deutsche Presse, in der er seinen formellen Ausstieg bekannt gab. Der Club erklärte, die geforderten Summen für den Transfer und die Gehaltsvorstellungen des Spielers seien „völlig unverhältnismäßig und geeignet, den Markt aus dem Gleichgewicht zu bringen.“
PSG wird nicht von seinen Prinzipien einer rigorosen Finanzführung und eines ausgewogenen Kaders abweichen. Als zweimaliger amtierender europäischer Meister und der erfolgreichste Club der letzten Jahre wird sich Paris Saint-Germain nicht in eine künstliche Preisaufblähung oder die Manöver bestimmter Vermittler hineinziehen lassen.
Die Stellungnahme deutete auch an, dass der Club seine Marktstrategie „mit Ruhe und Zuversicht“ fortsetzen werde. PSG-Cheftrainer Luis Enrique hielt die Ablöseforderung für überhöht, und die Pariser Führung war unzufrieden mit der veränderten Haltung der Berater, nachdem zuvor eine Einigung erzielt worden war.
Das Profil des Spielers
Der 19-jährige Diomande wechselte letzte Saison von Leganés für 20 Mio. € zu Leipzig. In seiner Debüt-Bundesliga-Saison erzielte er 13 Tore und neun Vorlagen in 36 Pflichtspielen, bzw. 12 Tore und neun Vorlagen in 33 Ligaspielen: ein Ligaspiel verpasste er aufgrund der Africa-Cup-of-Nations-Verpflichtung. Bei der Weltmeisterschaft 2026 verbuchte er eine Vorlage in vier Spielen für die Elfenbeinküste, die in der Runde der letzten 32 gegen Norwegen ausschied.
Marktauswirkungen und Alternativen
Leipzigs bisheriger Rekordverkauf war der Wechsel von Benjamin Sesko zu Manchester United im Jahr 2025 für 76,5 Mio. € plus Boni; der Transfer von Josko Gvardiol zu Manchester City für 90 Mio. € im Jahr 2023 ist ein weiterer Meilenstein, den dieser Deal übertreffen würde. Liverpool, das ebenfalls an Diomande als potenziellem Nachfolger von Mohamed Salah interessiert war, hat seinen Fokus nun auf PSGs Bradley Barcola verlagert. Madrids geschäftiges Transferfenster unter dem zurückgekehrten Trainer Jose Mourinho hat bereits Marc Cucurella, Bernardo Silva, Ibrahima Konate und Denzel Dumfries hervorgebracht.
- Josko Gvardiol (2023)
- 90 Mio. €
- Benjamin Sesko (2025)
- 76.5 Mio. €
- Yan Diomande (2026, geschätzt)
- 120 Mio. €


