
Deutschland eröffnet Heim-Basketball-WM mit 53:83-Niederlage gegen Spanien
Die deutsche Frauen-Basketballnationalmannschaft eröffnete ihre Heim-WM-Kampagne in Berlin mit einer 53:83-Niederlage gegen Spanien vor 12.550 Zuschauern, sodass Cheftrainer Olaf Lange nun den zweiten Platz in Gruppe A anpeilt.
Auftaktniederlage vor ausverkaufter Berliner Kulisse
Die deutsche Frauen-Basketballnationalmannschaft begann ihr Heim-WM-Turnier in Berlin mit einer 53:83-Niederlage gegen den Vize-Europameister Spanien. Vor ausverkauftem Haus verfolgten 12.550 Zuschauer das Spiel in der Uber Arena, auch bekannt als Arena am Ostbahnhof. Zu den anwesenden politischen Persönlichkeiten gehörten Bundeskanzler Friedrich Merz, der Regierende Bürgermeister von Berlin Kai Wegner und Sportminister Ronald Rauhe. Etwa eine Stunde vor Spielbeginn setzten starker Regen und Wind ein, dennoch war die Arena bei den Nationalhymnen voll besetzt. Das Turnier ist erst Deutschlands zweite Teilnahme an einer Frauen-Basketball-WM und die erste seit 1998.
Spanische Distanzwürfe entscheiden das Spiel
Spanien übernahm früh im ersten Viertel die Kontrolle und verwandelte mehrere Distanzwürfe gegen eine nervöse deutsche Abwehr. Die Gäste erzielten allein im ersten Abschnitt sechs Dreipunktwürfe und kamen innerhalb der ersten fünf Minuten auf 21 Punkte. Deutschland geriet mit 12:4 in Rückstand und lag nach sechs Minuten mit 24:10 zurück. Am Ende des ersten Viertels führte Spanien mit 24:13 und einem 11-Punkte-Vorsprung, wobei nur Leonie Fiebich (8 Punkte) und Alexis Peterson (3 Punkte) für die Gastgeberinnen punkteten. Deutschland kämpfte auch im zweiten Abschnitt offensiv, traf in der ersten Halbzeit nur 7 von 30 Feldwürfen und lag zur Pause mit 50:24 zurück. Topstar Satou Sabally fehlte aufgrund der Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung, während ihre Schwester Nyara Sabally nach einer am 13. August erlittenen Verletzung zurückkehrte und 10 Punkte erzielte. Fiebich war mit 13 Punkten die beste deutsche Werferin. Das dritte Viertel endete ausgeglichen mit 15:15, und Spanien gewann das Schlussviertel mit 18:14, um den 30-Punkte-Vorsprung zu sichern.
- Japan
- 102 Punkte
- Mali
- 97 Punkte
- Spanien
- 83 Punkte
- Deutschland
- 53 Punkte
Reaktionen der Mannschaft und politische Präsenz
Nach der Niederlage besuchte Kanzler Merz wie geplant die deutsche Kabine. In einem Halbzeitinterview auf Pro7 äußerte sich Merz zur Zuschaueratmosphäre und verband sie mit nationalen Sportinitiativen.
Ich wünsche mir diese Atmosphäre für das ganze Land, ich wünsche sie mir besonders für die deutsche Olympiabewerbung. Das ist großartige Werbung. Deutschland kann etwas.
Die deutschen Spielerinnen und der Trainerstab räumten den Rückstand in der Umsetzung ein, richteten den Fokus aber sofort auf die kommenden Spiele. Fiebich betonte die Notwendigkeit einer schnellen Erholung vor dem nächsten Match.
Man möchte natürlich enttäuscht sein, aber das darf man nicht. Wir müssen sofort umschalten und uns auf morgen konzentrieren. Ins Eisbad und voller Fokus auf morgen.
Nyara Sabally gab eine knappe Zusammenfassung der Leistung.
Es war ein Scheißspiel.
Cheftrainer Olaf Lange sprach über die Turnierziele der Mannschaft und den strategischen Fokus für die kommenden Spiele.
Hinterher ist man immer schlauer. Wir müssen uns das genau ansehen. Morgen ist Japan, das ist ein völlig anderes Spiel. Wir müssen nach vorne schauen und sicherstellen, dass wir Zweiter werden.
Weg in Gruppe A und anstehender Spielplan
Die 30-Punkte-Niederlage erschwert Deutschlands erklärtes Ziel, um eine Medaille zu kämpfen. Nach den Turnierregeln qualifiziert sich der Gruppensieger der Gruppe A direkt für das Viertelfinale, während der Zweit- und Drittplatzierte in Play-in-Spielen um die verbleibenden Plätze im Viertelfinale kämpfen. Der Letzte der Gruppe scheidet aus. In der anderen Auftaktpartie der Gruppe besiegte Japan Mali mit 102:97. Deutschland kehrt 22 Stunden nach dem Auftakt auf das Spielfeld zurück und trifft am Samstag um 18:00 Uhr in der Max-Schmeling-Halle auf Japan. Das Team schließt die Gruppenphase am Montag um 17:50 Uhr gegen Mali ab.
- Deutschland verliert 53:83 gegen Spanien in der Uber Arena
- Deutschland spielt gegen Japan in der Max-Schmeling-Halle
- Deutschland trifft im letzten Gruppenspiel auf Mali


