Migration · Rom und Berlin
Deutschland will 11.745 Asylbewerber unter neuem EU-Migrationspakt nach Italien zurückschicken
Berlin will 11.745 Asylbewerber, die über Italien in die EU eingereist sind, unter Berufung auf den seit dem 12. Juni geltenden Pakt zurückschicken, aber Rom lehnt die Rücknahmen ab und verlangt eine Entschädigung für Rettungen durch NGOs unter deutscher Flagge.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Open, Il Sole 24 ORE, Corriere della Sera und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Deutschland verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 11.745 sogenannte Dublin-Überstellungen, davon waren 7.591 als Asylbewerber aus Ersteinreiseländern bestätigt.
Der EU-Migrations- und Asylpakt trat am 12. Juni 2026 in Kraft und verlängert die Zuständigkeit für irreguläre Einreise von 12 auf 20 Monate und ermöglicht Überstellungen bis zu 3 Jahren, wenn sich die Person versteckt.
Ein Bericht der Europäischen Kommission vom Juli zeigte, dass 8 Länder Italien aufforderten, 12 Migranten zurückzunehmen; Italien lehnte alle Anträge ab, während die Kommission erklärt, ein Staat könne eine Rücknahme nicht verweigern, müsse aber ein alternatives Datum vorschlagen.
Italien argumentiert, Deutschland solle einige Dublin-Überstellungen behalten, weil NGOs unter deutscher Flagge Migranten im Mittelmeer retten, und beruft sich auf ein bilaterales Moratorium, das im Juni 2026 auslaufe, während Deutschland sagt, es sei im Dezember 2025 ausgelaufen.
Italien steuert auf nationale Wahlen zu, während Deutschland am 6. September in Sachsen-Anhalt und am 20. September in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wählt, wobei die AfD in den Umfragen steigt.
Die IOM verzeichnete 2025 158.003 Migrantenankünfte in der EU: 66.316 in Italien, 48.916 in Griechenland, 36.775 in Spanien. Italien verpflichtete sich zu 16.000 Abschiebungen, führte aber im letzten Jahr weniger als 7.000 durch.
- 19.08.Scheduled return of Abdirisaq Warsame to Italy
- 6.09.Saxony-Anhalt state election in Germany
- 20.09.Berlin and Mecklenburg-Vorpommern state elections in Germany
Der Streit
Deutschland hat seine Absicht signalisiert, Asylbewerber, die erstmals über italienische Grenzen in die EU eingereist sind, nach Italien zurückzuschicken, und beruft sich dabei auf den neuen EU-Migrations- und Asylpakt, der am 12. Juni 2026 in Kraft getreten ist. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte, dass diese Rückführungen sofort beginnen sollten. Deutschland verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 die Ankunft von 11.745 sogenannten „Dublin-Überstellungen“, von denen 7.591 als Asylbewerber bestätigt wurden, die aus Ersteinreiseländern wie Italien, Griechenland und Spanien kamen. Ein Bericht der Europäischen Kommission vom Juli zeigte, dass acht Länder Italien bereits aufgefordert hatten, 12 Migranten zurückzunehmen, die über seine Grenzen in die EU eingereist waren, aber Italien lehnte alle Anträge ab. Die Kommission stellte fest, dass ein Mitgliedstaat eine Rücknahme nicht verweigern könne, aber ein alternatives Datum vorschlagen müsse.
Italiens Antwort
Rom weigert sich, die Rücknahmen zu akzeptieren, bis der europäische Solidaritätsmechanismus funktioniert. Das Innenministerium erklärte am 10. August, es sei verfrüht anzunehmen, dass jemand, der nach dem 12. Juni in Italien angekommen sei, sich bereits in einem anderen Land befinde, angesichts der kurzen Zeitspanne. Italien argumentiert auch, dass Deutschland einige Dublin-Überstellungen behalten sollte, weil viele NGOs, die Migranten im Mittelmeer retten, unter deutscher Flagge fahren, darunter Sea Watch, Sea-Eye und Mission Lifeline. Innenminister Matteo Piantedosi behauptet, ein bilaterales Moratorium für Überstellungen sei im Juni 2026 ausgelaufen, während Deutschland darauf besteht, dass es nur bis Dezember 2025 gültig war. Der erste gemeldete Fall ist der somalische Staatsbürger Abdirisaq Warsame, der Ende März in Hessen ankam und dessen Rückführung nach Italien für den 19. August geplant ist.
Sea Watch lehnte Italiens Entschädigungsargument ab.
„Es ist widerlich, über Entschädigungen zu sprechen. Die Anfrage des Viminale an die deutsche Regierung, die NGOs zu stoppen, ergibt wenig Sinn: Man kann ein Schiff nicht daran hindern, das zu tun, wozu das Völkerrecht es verpflichtet.“
Die neuen EU-Regeln
Der EU-Migrations- und Asylpakt, der im Dezember 2025 verabschiedet wurde und seit dem 12. Juni 2026 in Kraft ist, ersetzt die Dublin-III-Verordnung durch die Asyl- und Migrationsmanagementverordnung (AMMR). Das Kernprinzip bleibt: Das Land der Ersteinreise ist für die Prüfung von Asylanträgen zuständig. Nach den neuen Regeln verlängert sich die Zuständigkeit für irreguläre Einreise von 12 auf 20 Monate, während sie für Ankünfte nach Such- und Rettungseinsätzen bei 12 Monaten bleibt. Wenn sich die Person versteckt, sind Überstellungen bis zu drei Jahren möglich. Ein Land mit starkem Migrationsdruck kann die Verlegung von bis zu 30.000 Migranten in andere Mitgliedstaaten beantragen. Staaten, die sich weigern, können 20.000 Euro pro Migrant an das unter Druck stehende Land zahlen.
Wahlkampfdruck
Sowohl Giorgia Meloni als auch Friedrich Merz stehen vor bedeutenden Wahlkämpfen. Italien steuert auf nationale Wahlen zu, während Deutschland am 6. September in Sachsen-Anhalt und am 20. September in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wählt. Die AfD steigt in den Umfragen, insbesondere in Sachsen-Anhalt, wo sie die CDU/CSU weit übertrifft. Italienische Oppositionsparteien, darunter die Demokratische Partei und die Fünf-Sterne-Bewegung, werfen der Regierung vor, Propaganda über europäische Zusammenarbeit zu stellen. Der deutsche Botschafter Thomas Bagger postete in den sozialen Medien, dass Deutschland und Italien „perfekt aufeinander abgestimmt“ seien und in „größtem Vertrauen“ in allen Migrationsfragen zusammenarbeiten. Meloni und die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen veröffentlichten einen gemeinsamen Beitrag, wobei jede Führungspersönlichkeit ihre innenpolitische Positionierung in Sachen Migrationshärte demonstrierte.
Die Zahlen
Laut IOM kamen 2025 158.003 Migranten in die EU. Davon erreichten 66.316 Italien, 48.916 Griechenland und 36.775 Spanien. Der Gesamttrend ist seit 2023 rückläufig, obwohl das Ungleichgewicht zwischen den Frontstaaten anhält. Die italienische Regierung verpflichtete sich zu 16.000 Abschiebungen, führte aber im letzten Jahr weniger als 7.000 durch.
- Italy
- 66316
- Greece
- 48916
- Spain
- 36775
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- OpenI 12 mila "dublinanti" che la Germania vuole rimandare in Italia (e in altri paesi)
- Il Sole 24 OREMigranti, perché la Germania ha riaperto il caso dublinanti con l'Italia
- Corriere della SeraMigranti, sia Roma che Berlino escludono uno scontro. Il fattore "elettorale"
- Tgcom24Ong nel Mediterraneo, ora l'Italia chiede conto alla Germania
- Giorgia Meloni
- Italienische Ministerpräsidentin, die sich nationalen Wahlen stellen muss und deutschen Rücknahmeforderungen widersteht
- Friedrich Merz
- Deutscher Bundeskanzler, der auf sofortige Rückführung von Dublin-Überstellungen nach Italien drängt
- Matteo Piantedosi
- Italienischer Innenminister, der argumentiert, das bilaterale Moratorium sei im Juni 2026 ausgelaufen, und verweist auf Rettungen durch NGOs unter deutscher Flagge
- Mette Frederiksen
- Dänische Ministerpräsidentin, die gemeinsam mit Meloni einen Beitrag zur Migrationshärte veröffentlichte
- Antonio Tajani
- Italienischer Minister, der die Notwendigkeit betonte, die Außengrenzen zu sichern und Frontex zu stärken
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