Deutschland besiegt Kroatien 96:87 und gewinnt Basketball-Supercup in Hamburg
Oscar da Silva erzielte 22 Punkte vor 9.583 Zuschauern in der Barclays Arena, als Deutschland seinen siebten Supercup-Titel vor den WM-Qualifikationsspielen sicherte.
Finalsieg in Hamburg
Deutschland sicherte sich am Samstag mit einem 96:87-Sieg über Kroatien in der Barclays Arena in Hamburg den Supercup-Titel. Der Sieg ist Deutschlands siebter Supercup-Titel insgesamt und der erste Turniersieg bei dieser Veranstaltung seit fünf Jahren. 9.583 Zuschauer sahen, wie der amtierende Welt- und Europameister den dritten Sieg über Kroatien im dritten Aufeinandertreffen in diesem Jahr feierte. Flügelspieler Oscar da Silva führte die deutsche Punkteliste mit 22 Punkten an, während Mannschaftskapitän Dennis Schröder die Offensive dirigierte und 10 Punkte beisteuerte. Kroatien machte das Spiel hinter NBA-Center Ivica Zubac von den Indiana Pacers, Mario Hezonja von den Cleveland Cavaliers und Dario Saric eng.
- Kroatien besiegt Türkei 95:94
- Deutschland besiegt Tschechien 115:82
- Deutschland besiegt Kroatien 96:87
Turnierverlauf und Trainerkritik
Deutschland erreichte das Finale nach einem 115:82-Sieg gegen Tschechien am Freitag, bei dem Johannes Thiemann das deutsche Team mit 20 Punkten anführte. Kroatien zog ins Finale ein, indem es den europäischen Vizemeister Türkei mit 95:94 besiegte. Trotz des deutlichen Sieges gegen Tschechien äußerte Bundestrainer Alex Mumbrú Unzufriedenheit mit den defensiven Reaktionszeiten seiner Spieler.
Ich bin nicht zufrieden mit der Leistung. In der ersten Hälfte waren wir bei fast jedem Spielzug zwei oder drei Sekunden zu spät, in der zweiten Hälfte meist noch eine Sekunde. Das müssen wir im Finale besser machen.
Flügelspieler Johannes Thiemann schloss sich dem Aufruf zu erhöhter Konzentration vor dem Endspiel an.
Wir wissen, dass wir uns steigern müssen. Auch wenn es in diesem Sommer kein großes Turnier gibt, sind diese Spiele wichtig für uns.
Verlauf des Finales
Das Finale begann ausgeglichen und endete nach dem ersten Viertel mit einem 24:24-Unentschieden, da Deutschland von außen Probleme hatte und nur einen seiner ersten zehn Drei-Punkte-Würfe verwandelte. Ein 8:0-Lauf kurz vor der Pause ermöglichte den Gastgebern einen 11-Punkte-Vorsprung, der zur Halbzeit 50:39 betrug. Kroatien verkürzte den Rückstand im dritten Viertel auf 52:49, während der deutsche Center Daniel Theis aufgrund einer Verletzung in der Kabine blieb. Deutschland übernahm durch entscheidende Punkte von Maodo Lo wieder die Kontrolle und baute einen Neun-Punkte-Vorsprung auf 78:69 vor dem Schlussviertel auf. Beiträge von Isaac Bonga, Daniel Theis und Johannes Thiemann halfen, die Führung in den Schlussminuten zu bewahren.
- Deutschland (gegen Tschechien)
- 115 Punkte
- Tschechien (gegen Deutschland)
- 82 Punkte
- Kroatien (gegen Türkei)
- 95 Punkte
- Türkei (gegen Kroatien)
- 94 Punkte
- Deutschland (gegen Kroatien)
- 96 Punkte
- Kroatien (gegen Deutschland)
- 87 Punkte
Kaderausfälle und anstehender Spielplan
Der Turniersieg gelang ohne mehrere wichtige deutsche NBA-Spieler im Kader. Bundestrainer Mumbrú musste auf Franz Wagner von den Orlando Magic, Moritz Wagner von den Brooklyn Nets, Isaiah Hartenstein von den Oklahoma City Thunder, Ariel Hukporti von den Philadelphia 76ers sowie die Charlotte-Hornets-Talente Hannes Steinbach und Christian Anderson verzichten. Auch Andreas Obst vom FC Bayern München stand für das Turnier nicht zur Verfügung. Nach den internationalen Turnierzyklen mit der Weltmeisterschaft 2023 auf den Philippinen, den Olympischen Spielen 2024 in Paris und der EuroBasket 2025 in Riga findet 2026 kein Titel-Turnier statt. Deutschland widmet sich nun der Qualifikation für die FIBA-Weltmeisterschaft 2027, empfängt am Donnerstag die Niederlande in Köln und spielt drei Tage später auswärts in Polen.


