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Heutiger Brief

Tabriz, Kyjiw und 45 Grad

Trump weitet Iran-Angriffe aus, Selenskyj wechselt Kommandeure und Hitze setzt Südeuropa zu

Der vergangene halbe Tag brachte eine vertraute Sommermischung: Krieg, Energienerven und Regierungen, die nützlich aussehen wollen. Der Golfkonflikt zog nach Norden in den Iran, die Ukraine wechselte ihren obersten Soldaten, und Südeuropa wappnete sich gegen Hitze, die gewöhnliche Verwaltung heldenhaft wirken lässt.

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Sonstiges · Aktualisiert vor 34 m

KI: Fähigkeiten, Regulierung, Arbeit

Ein neuer Bericht hebt eine wachsende Kluft zwischen der Einführung von KI-Systemen und den Sicherheitsmaßnahmen hervor, wobei die meisten KI-Sicherheitslücken ungepatcht bleiben.

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Makroökonomie·vor 4 Std.

Deutsches Mietwachstum verliert an Dynamik: Berlin verzeichnet ersten Rückgang seit Jahren, Köln steigt um 6 %

Der Greix-Index des Kieler Instituts zeigt, dass die Angebotsmieten real nur um 0,3 % im Jahresvergleich gestiegen sind, wobei Berlin einen Rückgang von 0,8 % verzeichnete, während Köln um 6,0 % zulegte.

## Gesamtbild Der Greix-Index des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zeigt, dass die Angebotsmieten in 37 deutschen Städten und Regionen im zweiten Quartal 2026 um 0,8 % zum Vorquartal und um 3,0 % zum Vorjahr gestiegen sind. Die Verbraucherpreisinflation fraß diese nominalen Zugewinne auf, sodass das reale Wachstum bei nur 0,3 % im Jahresvergleich lag. Die Veränderung zum Vorquartal betrug real minus 0,4 %, der zweite reale Rückgang in Folge. Die gewichtete Durchschnittskaltmiete über alle untersuchten Gebiete lag bei 14,30 € pro Quadratmeter.

Berlins Kehrtwende

Berlin war die einzige der acht größten Städte, die einen Rückgang im Jahresvergleich verzeichnete, die Angebotsmieten fielen um 0,8 %. Die durchschnittliche Kaltmiete der Hauptstadt sank auf 15,30 € pro Quadratmeter – ein deutlicher Kontrast zum nationalen Trend und zum eigenen rasanten Wachstum in früheren Jahren. Das IfW stellte fest, dass die Kluft zwischen Berlins Rückgang und Kölns Anstieg fast sieben Prozentpunkte beträgt.

Gewinner und Verlierer unter den Städten

Köln führte das Feld mit einem Anstieg von 6,0 % im Jahresvergleich an, gefolgt von Hamburg (5,1 %) und Düsseldorf (4,1 %), alle deutlich über dem nationalen Durchschnitt von 3,0 %. München, Frankfurt und Leipzig verzeichneten moderate Zuwächse von 3,7 %, 2,8 % bzw. 2,8 %, während Stuttgart trotz eines der teuersten Märkte nur 1,3 % erreichte. Außerhalb der Top Acht waren die vierteljährlichen Zuwächse am stärksten in Kiel (2,0 %), Karlsruhe (1,8 %), Wiesbaden (1,6 %), Münster (1,6 %), Lübeck (1,5 %), Essen (1,4 %), Wuppertal (1,4 %) und Potsdam (1,3 %). Eine Handvoll Städte verzeichnete Rückgänge: Braunschweig (minus 0,9 %), Erfurt (minus 0,8 %), Aachen (minus 0,4 %) und der Rhein-Erft-Kreis (minus 0,2 %).

Veränderung der Angebotsmieten in Deutschlands acht größten Städten im Jahresvergleich (Q2 2026) · %
Berlin
-0,8
Köln
6
Düsseldorf
4,1
Frankfurt
2,8
Hamburg
5,1
Leipzig
2,8
München
3,7
Stuttgart
1,3
Berlin
-0.8 %
Köln
6 %
Düsseldorf
4.1 %
Frankfurt
2.8 %
Hamburg
5.1 %
Leipzig
2.8 %
München
3.7 %
Stuttgart
1.3 %

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Preisniveaus und Neubauprämie

München blieb mit Abstand die teuerste Stadt, mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 23,70 € pro Quadratmeter. Es folgten Frankfurt (17,80 €), Hamburg (16,50 €) und Stuttgart (16,30 €), während Leipzig mit 10,50 € die günstigste der Acht war. Das IfW betonte, dass hohe Preisniveaus nicht automatisch starkes Wachstum bedeuten, und verwies auf Stuttgart als Beispiel.

Ein hohes Preisniveau bedeutet nicht automatisch, dass die Preise weiter stark steigen.

— IfW Kiel

Neubauwohnungen erzielten einen deutlichen Aufschlag: Die durchschnittliche Kaltmiete für Neubauten lag bei 19,00 € pro Quadratmeter, verglichen mit 13,90 € für Bestandswohnungen, eine Differenz von etwa 36,6 %. In München erreichten die Neubaumieten 27,10 € pro Quadratmeter, während der Neubaudurchschnitt in Leipzig bei 14,60 € lag.

Durchschnittliche Kaltmiete pro Quadratmeter im Q2 2026 · €/m²
München
23,7
Frankfurt
17,8
Hamburg
16,5
Stuttgart
16,3
Köln
16
Berlin
15,3
Düsseldorf
14,9
Leipzig
10,5
München
23.7 €/m²
Frankfurt
17.8 €/m²
Hamburg
16.5 €/m²
Stuttgart
16.3 €/m²
Köln
16 €/m²
Berlin
15.3 €/m²
Düsseldorf
14.9 €/m²
Leipzig
10.5 €/m²

## Marktfragmentierung Die große Spannbreite der Mietdynamik, von Kölns 6,0 % Anstieg bis zu Berlins Rückgang, spiegelt eine zunehmende Fragmentierung des deutschen Mietmarktes wider. Der IfW-Forscher Zdrzalek stellte fest, dass sich der Markt eher in einzelne Teilmärkte aufspaltet, anstatt sich einheitlich zu bewegen.

Ein hohes Preisniveau bedeutet nicht automatisch, dass die Preise weiter stark steigen, und ein niedriges Niveau bedeutet nicht, dass ein Markt ruhig bleibt.

— Zdrzalek

Die Langzeitdaten des Instituts zeigen, dass der Kaltmietenindex für möblierte unbefristete Wohnungen seit 2015 eng mit den regulären unmöblierten Angeboten verläuft, wobei der reguläre Index jetzt knapp über 151 Punkten liegt.

Berlin · Köln · Hamburg · Düsseldorf · München · Frankfurt · Stuttgart · Leipzig
Zdrzalek
MunichFrankfurtHamburgDüsseldorfStuttgartLeipzigCologneBerlinZdrzalek

3 Quellen

  • Immobilien: Mietanstieg verliert an Dynamik - Berlin erstmals mit Rückgang
    Handelsblatt·vor 7 Std.
  • Mieten steigen in Köln am stärksten, in Berlin sinken sie
    Focus·vor 7 Std.
  • Auch bei den Mieten bleibt München Deutscher Meister
    Spiegel Online·vor 9 Std.

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