
Italienischer Yachtdesigner Paolo Allasia stirbt mit 48 Jahren bei Rettungseinsatz im stürmischen Meer vor Ligurien
Der Industrie- und Yachtdesigner Paolo Allasia ist am 21. August gestorben, nachdem er in San Lorenzo al Mare in stürmische Gewässer watete, um drei Kinder zu retten, die von starken Meeresströmungen erfasst worden waren.
Der Rettungsversuch in San Lorenzo al Mare
Der italienische Industrie- und Yachtdesigner Paolo Allasia starb am Freitagabend, dem 21. August 2026, nachdem er vor der Küste Westliguriens hinausgeschwommen war, um in Not geratene Kinder zu retten. Der Vorfall ereignete sich in den Gewässern vor San Lorenzo al Mare in der Provinz Imperia, auf dem Abschnitt zwischen dem Beachvolleyball-Steg und dem Strand Prima Punta. Der 48-jährige Allasia machte mit seiner Familie und Freunden aus seiner Heimatstadt Alba Urlaub in der Gegend von Ponente. Die Bedingungen am Strand waren gefährlich, mit starken Strömungen und roten Flaggen entlang der Küste, um Schwimmer zu warnen. Gegen 19:00 Uhr trieben drei Kinder, darunter Allasias beiden jungen Söhne und das Kind seines Freundes, auf einem Brett etwa 100 Meter vom Ufer entfernt. Als Allasia bemerkte, dass die Kinder gegen die Strömung nicht zurückkehren konnten, ging er ins Wasser, um ihnen zu helfen.
Rettungseinsatz und Bergung
Der Notruf wurde gegen 19:30 Uhr abgesetzt, nachdem die regulären Dienstzeiten der kommunalen Rettungsschwimmer geendet hatten. Als sie sahen, dass Allasia im Wasser unter schwerer körperlicher Belastung litt, schwammen ein dienstfreier Rettungsschwimmer und ein deutscher Tourist durch die schweren Wellen zu ihm. Die beiden Retter zogen Allasia zurück an den Strand, wo sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen wurde. Einsatzteams der 112-Notrufzentrale, der Croce Verde von Arma, ein spezialisiertes medizinisches Fahrzeug und der Rettungshubschrauber Drago der Feuerwehr trafen kurz darauf am Strand ein. Trotz längerer Wiederbelebungsversuche durch Sanitäter wurde Allasia gegen 20:00 Uhr für tot erklärt – Tod durch Ertrinken.
- Drei Kinder treiben etwa 100 Meter vor der Küste auf einem Brett und Allasia geht ins Wasser, um zu helfen
- Notruf wird abgesetzt, als Allasia außerhalb der regulären Rettungsschwimmer-Dienstzeit im Wasser kämpft
- Rettungskräfte und Hubschrauberpersonal bestätigen Allasias Tod nach Wiederbelebungsversuchen
Reaktionen der Gemeinschaft und rechtliche Verfahren
Die Ermittlungen der Justizpolizei wurden vor Ort von der italienischen Küstenwache und den Carabinieri durchgeführt. Nach einer ersten Prüfung kam der diensthabende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Imperia zu dem Schluss, dass der Tod auf Ertrinken durch Unfall zurückzuführen sei, und genehmigte die Freigabe von Allasias Leiche an seine Familie ohne Anordnung einer Obduktion. Der Bürgermeister von San Lorenzo al Mare, Enzo Mazzarese, der sich kurz vor dem Unfall selbst am Strand aufgehalten hatte, sprach der Familie im Namen der Gemeindeverwaltung sein Beileid aus.
Das Meer war sehr rau, ich war selbst bis kurz zuvor am Strand. Die rote Flagge war genau wegen der starken Strömung gehisst worden. Ich weiß, dass mehrere Männer, darunter ein dienstfreier Rettungsschwimmer, alles getan haben, um den 48-Jährigen an Land zu bringen. Leider war nichts mehr zu machen. Es ist eine Tragödie: Es ist schrecklich zu denken, dass sie kurz zuvor noch im Urlaub waren, spielten und scherzten, und dass in wenigen Augenblicken alles zu einem Albtraum wurde. Im Namen von mir und der gesamten Gemeindeverwaltung spreche ich das aufrichtigste Beileid aus und schließe mich der Trauer der Familie an.
Karriere im Industrie- und Yachtdesign
Allasia war eine anerkannte Persönlichkeit im italienischen Industriedesign mit Sitz in der Region Piemont. Er war Partner und Mitbegründer von Exedesign, einem multidisziplinären Designstudio mit Hauptsitz in Turin. Im Laufe seiner Karriere leitete er mehrere große Produktentwicklungsprojekte und arbeitete mit italienischen Yachtbauern zusammen, darunter Azimut Yachts und AB Yachts. Er hinterlässt seine beiden jungen Kinder.


