Regierung · Madrid
Zeuge in spanischer Justizermittlung sagt, Leire Díez habe „den Einen“ erwähnt und bestätigt, dass damit Premierminister Sánchez gemeint sei
Daniel Mateo, ein Mitarbeiter der Guardia Civil, sagte in Madrid aus, dass die frühere PSOE-Kontaktfrau wiederholt behauptete, im Auftrag von „dem Einen“ zu handeln, und auf Nachfrage antwortete: „der Eine ist Pedro“.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, RTVE.es, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Daniel Mateo sagte vor der Audiencia Nacional, dass die ehemalige PSOE-Militante Leire Díez wiederholt „den Einen“ erwähnte und bestätigte, dass damit Premierminister Pedro Sánchez gemeint sei.
Mateo konsultierte Koldo García, der sagte, Díez habe Zugang zu hochrangigen Beamten, darunter Minister und Staatssekretäre, obwohl sie kein formelles Parteiamt innehatte.
Richter Pedraz lehnte den Antrag der PP ab, die Befugnisse von Mercedes González und Manuel Llamas über die UCO einzuschränken, sagte jedoch, die Einheit solle das Gericht benachrichtigen, wenn sie sich unter Druck gesetzt fühle.
Zwei PSOE-Mitarbeiter sagten am 28. Juli aus, dass Santos Cerdán sie angewiesen habe, sieben Reisen und einen Parkplatz für Leire Díez zu bezahlen, was die Aussicht auf Anklagen gegen die PSOE als juristische Person erhöht.
- März 2025Leire Díez führt Treffen mit einem Mitarbeiter und einem Kommandeur der Guardia Civil durch und bezieht sich auf „den Einen“ und Pedro Sánchez.
- 28.07.Zwei PSOE-Mitarbeiter sagen aus, dass Santos Cerdán die Buchung von Reisen für Leire Díez auf Parteikosten angeordnet habe.
- 29.07.Daniel Mateo sagt über „den Einen“ und den Kontakt zu Mercedes González aus; Richter Pedraz lehnt den Antrag ab, der Führung der Guardia Civil die UCO-Befugnisse zu entziehen.
Gerichtsaussage eines Sicherheitsmitarbeiters
Daniel Mateo, der sich als Mitarbeiter des Informationshauptquartiers der Guardia Civil bezeichnete, sagte am Mittwoch vor Richter Santiago Pedraz an der Audiencia Nacional aus. Er berichtete, dass er Anfang 2025 von Leire Díez, einer ehemaligen PSOE-Militanten, die als „Kontaktfrau“ der Partei bekannt ist, angesprochen wurde. Sie suchte ein Treffen mit Rubén Villalba, einem Kommandeur der Guardia Civil, der bereits im separaten Koldo-Fall unter Untersuchung stand. Aus Misstrauen gegenüber ihren Absichten kontaktierte Mateo seinen Bekannten Koldo García, einen ehemaligen Berater von Ex-Minister José Luis Ábalos. García, der im Maskenbeschaffungsfall verurteilt wurde, sagte ihm, dass Díez zwar kein formelles Parteiamt innehabe, aber „eine Person sei, deren Anrufe von Ministern und Staatssekretären beantwortet wurden“, und dass sie Zugang zu hochrangigen PSOE-Figuren einschließlich des Premierministers habe.
„Sie war eine Person, deren Anrufe von Ministern und Staatssekretären beantwortet wurden.“
Der „Eine“ und der Premierminister
Während eines dreistündigen Treffens in einer Bar in Leganés im März 2025, das Mateo mitorganisierte und bei dem er sogar Kameras zur Überwachung installierte, bezog sich Díez wiederholt auf „den Einen“ („el one“). Auf die Frage, ob sie den Fußballstar Ronaldo oder den Präsidenten von Real Madrid meine, stellte sie klar, dass sie sich auf Pedro Sánchez bezog. Mateo sagte vor Gericht, dass sie „viele Anspielungen auf den Präsidenten machte“ und später einräumte: „der Eine ist Pedro“. Er sagte, ihr Selbstvertrauen und ihre offensichtliche Fähigkeit, Drähte zu ziehen, hätten ihm „Glaubwürdigkeit und Angst“ eingeflößt. Laut seiner Aussage prahlte Díez auch mit ihrer direkten Verbindung zu Mercedes González, der Generaldirektorin der Guardia Civil, und führte in seiner Gegenwart ein Telefonat mit einer Frau, die sie als González ausgab. Sowohl González als auch der stellvertretende Chef der Guardia, Generalleutnant Manuel Llamas, sind selbst in dem Fall wegen angeblichen Drucks auf die Zentrale Operative Einheit (UCO) angeklagt.
„Sie bestand darauf, dass sie sich, wenn sie von ‚dem Einen‘ sprach, auf den Premierminister Pedro Sánchez bezog.“
Richter lehnt Abberufung der Guardia-Civil-Führung ab
Am selben Tag lehnte Richter Pedraz einen Antrag der oppositionellen Partido Popular (PP) ab, González und Llamas während der laufenden Ermittlungen die Befehlsgewalt über die UCO zu entziehen. Die PP argumentierte, dass die Beibehaltung der Befehlsgewalt die Integrität der Untersuchung gefährden und zu Repressalien gegen Beamte führen könnte. Pedraz entschied, dass, da die UCO als Justizpolizei handelt und nur dem Gericht untersteht, keine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme erforderlich sei. Er fügte jedoch hinzu, dass die Einheit das Gericht benachrichtigen solle, wenn sie sich in ihren Funktionen „verunsichert“ fühle. Die Untersuchung konzentriert sich auf Vorwürfe, dass Santos Cerdán, der ehemalige Organisationssekretär der PSOE, ein Netzwerk zur Behinderung von Gerichtsverfahren gegen die Partei und die Regierung geleitet habe, wobei Díez als Koordinatorin fungierte.
Breiterer Fall und parteiinterne Folgen
Die als „PSOE-Kloaken“-Fall bezeichnete Untersuchung hat in dieser Woche eine Reihe neuer Aussagen hervorgebracht. Am Dienstag sagten zwei PSOE-Mitarbeiter aus der Parteizentrale in der Ferraz-Straße vor dem Richter aus, dass sie auf Anordnung von Santos Cerdán bis zu sieben Reisen für Leire Díez gebucht und ihr einen Parkplatz im Hauptquartier zur Verfügung gestellt hätten. Die Ermittlungen haben mindestens 22 Treffen in der Ferraz-Zentrale zwischen Díez und Cerdán identifiziert, und UCO-Berichte stellen fest, dass beide in ihrer Kommunikation Begriffe wie „der Eine“ oder „Chefchef“ verwendeten. Eine aus Díez‘ Notizbuch beschlagnahmte Nachricht lautete: „der ‚Eine‘ hat S gesagt, er solle mir sagen, dass ich einen enormen Job mache.“ Die PSOE hat versucht, den Skandal einzudämmen, indem sie die Verbindungen zu Cerdán abbrach, aber die Partei selbst könnte als juristische Person angeklagt werden. Mit dem Fortschreiten der Ermittlungen steigen die politischen Kosten für die Regierungspartei weiter.
Schlüsselmomente der Untersuchung
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSEl juez Pedraz pide a la UCO que le alerte si se siente "inquietada" en sus investigaciones
- RTVE.esUn confidente de la Guardia Civil declara ante el juez que Koldo le dijo que Leire Díez podía tener acceso al 'one'
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLUn colaborador de la Guardia Civil que se reunió con Leire Díez declara que ella le insistió en que 'el One' era Pedro Sánchez
- eldiario.esUn testigo declara que dudó si Leire Díez era "una fantasma" o tenía los contactos en el PSOE que aseguraba Koldo García
- Pedro Sánchez
- Premierminister von Spanien, in der Untersuchung wiederholt als „der Eine“ bezeichnet.
- Daniel Mateo
- Mitarbeiter des Informationshauptquartiers der Guardia Civil, der über seine Treffen mit Leire Díez aussagte.
- Koldo García
- Ehemaliger Berater von Ex-Minister José Luis Ábalos, in einem Korruptionsfall verurteilt, der für die Verbindungen von Leire Díez bürgte.
- Mercedes González
- Generaldirektorin der Guardia Civil, im Fall wegen angeblichen Drucks auf die UCO angeklagt.
- Santos Cerdán
- Ehemaliger Organisationssekretär der PSOE, mutmaßlicher Anführer der Verschwörung zur Behinderung von Gerichtsverfahren.
- Orte
- Madrid
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