Regierung · Cerbère, Portbou und Madrid

Toni Comín kehrt neun Jahre nach dem 1-O zu Fuß aus Frankreich nach Katalonien zurück

Der ehemalige katalanische Minister und Junts-Europaabgeordnete überquerte am Sonntag, 25. Oktober, zu Fuß die französisch-spanische Grenze und ging mit rund hundert Anhängern von Cerbère nach Portbou. Er sagte, die Unabhängigkeit bleibe ein mögliches Ziel, so hoch der Preis auch sei.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, europa press, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Cerbère, Portbou, Madrid, Leuven · Frankreich, Spanien, Belgien
Wie es dazu kam
  1. 21.10.Lluís Puig kehrt nach Katalonien zurück und überquert die Grenze ohne Kameras
  2. 22.10.Comín schwört bei der Junta Electoral Central in Madrid die Verfassung, um seine Akkreditierung als Europaabgeordneter zu erhalten
  3. 25.10.Comín geht mit rund hundert Menschen von Cerbère nach Portbou

Ein Spaziergang über die Grenze

Toni Comín, ehemaliger katalanischer Minister und Junts-Abgeordneter im Europäischen Parlament, überquerte am Sonntag, 25. Oktober, zu Fuß die französisch-spanische Grenze. Er ging von Cerbère in Frankreich nach Portbou in der Provinz Girona, eine Strecke, die laut La Vanguardia etwa eine Stunde dauerte. Rund hundert Angehörige, Freunde und Parteikollegen begleiteten ihn, nachdem er sie für 11.30 Uhr nach Cerbère gerufen hatte. Comín wollte die Rückkehr zunächst allein und inkognito antreten, mit einem Besuch auf dem Friedhof, auf dem seine Mutter und sein Bruder begraben sind. Seine Rede hielt er am Coll de Belitres, dem Pass, der die Grenze markiert, neben einem Denkmal für die Tausenden spanischen Republikaner, die während des Bürgerkriegs ins Exil gingen.

Dort sagte er:

„Wir haben gewonnen, ich gehe nach Hause.“

Toni Comín

Der rechtliche Weg zurück

Comín hatte fast neun Jahre in Leuven in Belgien gelebt. Der Oberste Gerichtshof Spaniens bestätigte, dass die Amnestie für ihn, für Carles Puigdemont und für Lluís Puig gilt. Puig war bereits am Mittwoch, 21. Oktober, zurückgekehrt und hatte die Grenze ohne Kameras überquert. Am Donnerstag, 22. Oktober, erschien Comín bei der Junta Electoral Central in Madrid und schwor die Verfassung, eine rechtliche Voraussetzung, um seine Akkreditierung als Abgeordneter des Europäischen Parlaments zu erhalten. Laut La Vanguardia liegt gegen ihn kein Haftbefehl mehr vor, und El Periódico berichtet, er habe seinen Personalausweis in einer Dienststelle der Nationalpolizei im Gebäude des Kongresses erneuert, weil seine Dokumente abgelaufen waren.

Sieg, Preis und Exil

Am Coll de Belitres bezeichnete Comín die Rückkehr als kollektiven Sieg der Unabhängigkeitsbewegung, wenngleich nicht als endgültigen. Er sagte, die Unabhängigkeit bleibe „so hoch der Preis auch sei, ein mögliches Ziel“, sofern die Anhänger bereit seien, ihn demokratisch und friedlich zu zahlen. Er sagte der Menge, die Sache sei neun Jahre später „genauso notwendig“ wie zuvor, und der Preis des endgültigen Sieges sei weit höher, als die Bewegung geglaubt habe. Er schrieb dem Exil zu, die Amnestie ermöglicht zu haben, und dankte seinem Anwalt Gonzalo Boye mit diesen Worten:

„Ehre und Ruhm für Gonzalo Boye. Ohne Exil hätte es keine Amnestie gegeben.“

Toni Comín

Er argumentierte zudem, das Exil habe die Bewegung stärker gemacht und Siege der Unabhängigkeitsbefürworter vor europäischen Gerichten hervorgebracht.

Verbündete und Abwesende

Josep Rius, Vizepräsident und Sprecher von Junts, gehörte zu denen, die Comín am Leuchtturm von Cerbère empfingen, wo sie Esteladas und eine Urne des 1-O-Referendums hochhielten. Auch Jaume Asens, Europaabgeordneter der Comuns und Freund Comíns, sowie Xavier Antich, Präsident von Òmnium Cultural, waren anwesend. Laura Borràs und Söhne des ehemaligen Ministerpräsidenten Jordi Pujol schlossen sich unterwegs an. Jordi Turull, Generalsekretär von Junts, kam wegen des Todes seiner Mutter nicht, den er auf Twitter mitteilte.

Was bleibt

Carles Puigdemont ist nun der einzige der drei Anführer, der sich noch im Ausland aufhält; er bleibt in Waterloo in Belgien, während sein Verfahren auf die endgültige Archivierung wartet. El Periódico berichtet, seine Rückkehr werde eher institutionell als an den Wahlkalender des 29-N geknüpft sein, und er werde zuletzt und allein zurückkommen. Comín sagte, der Kampf gehe weiter und seine eigene Rückkehr sei nicht der endgültige Sieg.

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