Regierung · Cerbère, Portbou und Madrid
Toni Comín kehrt neun Jahre nach dem 1-O zu Fuß aus Frankreich nach Katalonien zurück
Der ehemalige katalanische Minister und Junts-Europaabgeordnete überquerte am Sonntag, 25. Oktober, zu Fuß die französisch-spanische Grenze und ging mit rund hundert Anhängern von Cerbère nach Portbou. Er sagte, die Unabhängigkeit bleibe ein mögliches Ziel, so hoch der Preis auch sei.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, europa press, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Comín ging am Sonntag, 25. Oktober, von Cerbère nach Portbou, eine Strecke, die laut La Vanguardia etwa eine Stunde dauerte, begleitet von rund hundert Menschen.
Der Oberste Gerichtshof Spaniens bestätigte die Amnestie für Comín, Carles Puigdemont und Lluís Puig; Comín schwor am Donnerstag, 22. Oktober, bei der Junta Electoral Central die Verfassung.
Neun Jahre nach dem Referendum vom 1. Oktober 2017 sagte Comín, die Unabhängigkeit bleibe notwendig und möglich, doch der Preis des endgültigen Sieges sei viel höher, als die Bewegung geglaubt habe.
- 21.10.Lluís Puig kehrt nach Katalonien zurück und überquert die Grenze ohne Kameras
- 22.10.Comín schwört bei der Junta Electoral Central in Madrid die Verfassung, um seine Akkreditierung als Europaabgeordneter zu erhalten
- 25.10.Comín geht mit rund hundert Menschen von Cerbère nach Portbou
Ein Spaziergang über die Grenze
Toni Comín, ehemaliger katalanischer Minister und Junts-Abgeordneter im Europäischen Parlament, überquerte am Sonntag, 25. Oktober, zu Fuß die französisch-spanische Grenze. Er ging von Cerbère in Frankreich nach Portbou in der Provinz Girona, eine Strecke, die laut La Vanguardia etwa eine Stunde dauerte. Rund hundert Angehörige, Freunde und Parteikollegen begleiteten ihn, nachdem er sie für 11.30 Uhr nach Cerbère gerufen hatte. Comín wollte die Rückkehr zunächst allein und inkognito antreten, mit einem Besuch auf dem Friedhof, auf dem seine Mutter und sein Bruder begraben sind. Seine Rede hielt er am Coll de Belitres, dem Pass, der die Grenze markiert, neben einem Denkmal für die Tausenden spanischen Republikaner, die während des Bürgerkriegs ins Exil gingen.
Dort sagte er:
„Wir haben gewonnen, ich gehe nach Hause.“
Der rechtliche Weg zurück
Comín hatte fast neun Jahre in Leuven in Belgien gelebt. Der Oberste Gerichtshof Spaniens bestätigte, dass die Amnestie für ihn, für Carles Puigdemont und für Lluís Puig gilt. Puig war bereits am Mittwoch, 21. Oktober, zurückgekehrt und hatte die Grenze ohne Kameras überquert. Am Donnerstag, 22. Oktober, erschien Comín bei der Junta Electoral Central in Madrid und schwor die Verfassung, eine rechtliche Voraussetzung, um seine Akkreditierung als Abgeordneter des Europäischen Parlaments zu erhalten. Laut La Vanguardia liegt gegen ihn kein Haftbefehl mehr vor, und El Periódico berichtet, er habe seinen Personalausweis in einer Dienststelle der Nationalpolizei im Gebäude des Kongresses erneuert, weil seine Dokumente abgelaufen waren.
Sieg, Preis und Exil
Am Coll de Belitres bezeichnete Comín die Rückkehr als kollektiven Sieg der Unabhängigkeitsbewegung, wenngleich nicht als endgültigen. Er sagte, die Unabhängigkeit bleibe „so hoch der Preis auch sei, ein mögliches Ziel“, sofern die Anhänger bereit seien, ihn demokratisch und friedlich zu zahlen. Er sagte der Menge, die Sache sei neun Jahre später „genauso notwendig“ wie zuvor, und der Preis des endgültigen Sieges sei weit höher, als die Bewegung geglaubt habe. Er schrieb dem Exil zu, die Amnestie ermöglicht zu haben, und dankte seinem Anwalt Gonzalo Boye mit diesen Worten:
„Ehre und Ruhm für Gonzalo Boye. Ohne Exil hätte es keine Amnestie gegeben.“
Er argumentierte zudem, das Exil habe die Bewegung stärker gemacht und Siege der Unabhängigkeitsbefürworter vor europäischen Gerichten hervorgebracht.
Verbündete und Abwesende
Josep Rius, Vizepräsident und Sprecher von Junts, gehörte zu denen, die Comín am Leuchtturm von Cerbère empfingen, wo sie Esteladas und eine Urne des 1-O-Referendums hochhielten. Auch Jaume Asens, Europaabgeordneter der Comuns und Freund Comíns, sowie Xavier Antich, Präsident von Òmnium Cultural, waren anwesend. Laura Borràs und Söhne des ehemaligen Ministerpräsidenten Jordi Pujol schlossen sich unterwegs an. Jordi Turull, Generalsekretär von Junts, kam wegen des Todes seiner Mutter nicht, den er auf Twitter mitteilte.
Was bleibt
Carles Puigdemont ist nun der einzige der drei Anführer, der sich noch im Ausland aufhält; er bleibt in Waterloo in Belgien, während sein Verfahren auf die endgültige Archivierung wartet. El Periódico berichtet, seine Rückkehr werde eher institutionell als an den Wahlkalender des 29-N geknüpft sein, und er werde zuletzt und allein zurückkommen. Comín sagte, der Kampf gehe weiter und seine eigene Rückkehr sei nicht der endgültige Sieg.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaSexta„Wir haben gewonnen, ich gehe nach Hause“: Toni Comín kehrt neun Jahre nach dem 1. Oktober nach Katalonien zurück und überquert die Grenze zu Frankreich zu Fuß"Hemos ganado, vuelvo a casa": Toni Comin regresa a Cataluña nueve años después del 1 de octubre cruzando a pie la frontera con Francia · Original auf Spanisch
- europa pressComín (Junts) sieht Unabhängigkeit als „mögliches Ziel“ in seinem...Comín (Junts) ve la independencia un "objetivo posible" en su... · Original auf Spanisch
- El PeriódicoEhemaliger Minister Comín kommt 9 Jahre nach dem 1-O in Katalonien an: „Wir haben diese Schlacht gewonnen“El exconseller Comín llega a Catalunya 9 años después del 1-O: 'Esta batalla la hemos ganado' · Original auf Spanisch
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLComín überquert die Grenze zu Frankreich zu Fuß und kehrt nach neun Jahren auf der Flucht nach Katalonien zurückComín cruza la frontera con Francia a pie y regresa a Cataluña tras nueve años fugado · Original auf Spanisch
- Toni Comín
- Ehemaliger katalanischer Minister und Junts-Abgeordneter im Europäischen Parlament, der zu Fuß nach Katalonien zurückkehrte
- Carles Puigdemont
- Ehemaliger katalanischer Ministerpräsident und Junts-Anführer, der in Waterloo in Belgien bleibt
- Lluís Puig
- Ehemaliger katalanischer Minister, der am Mittwoch, 21. Oktober, unter der Amnestie zurückkehrte
- Gonzalo Boye
- Anwalt von Toni Comín, dem für die juristische Arbeit gedankt wurde, die die Rückkehr ermöglichte
- Jaume Asens
- Europaabgeordneter der Comuns und Freund Comíns, der an dem Marsch teilnahm
- Xavier Antich
- Präsident von Òmnium Cultural, der an dem Marsch teilnahm
- Jordi Turull
- Generalsekretär von Junts, der wegen des Todes seiner Mutter nicht teilnahm
- Laura Borràs
- Ehemalige Präsidentin des Parlaments von Katalonien, die sich dem Marsch anschloss
- Orte
- Frankreich, Spanien, Madrid, Belgien, Löwen, Katalonien
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