Maja Chwalińskas Wimbledon endet mit Knöchelverletzung am Matchball
Die polnische 21. Gesetzte führte 6:2, 5:2 mit einem Matchball, als sie ausrutschte und sich den rechten Knöchel verdrehte. Sie spielte weiter, unterlag aber der Qualifikantin Mananchaya Sawangkaew mit 6:2, 5:7, 2:6.
Ein überzeugender Start
Maja Chwalińska eröffnete ihr Erstrundenmatch in Wimbledon mit der Form, die sie Wochen zuvor ins Roland-Garros-Finale geführt hatte. Die 24-Jährige, an Nummer 20 gesetzt und mit einer Wildcard ausgestattet, da die Nennungsfrist vor ihrem Pariser Lauf endete, breakte früh und kontrollierte den ersten Satz mit 6:2 gegen die Weltranglisten-164. Mananchaya Sawangkaew. Die thailändische Qualifikantin, die ihr Hauptfelddebüt in Wimbledon gab, wirkte nervös und fehleranfällig, während Chwalińska von der Grundlinie aus dominierte.
Der zweite Satz folgte einem ähnlichen Drehbuch. Chwalińska zog auf 5:2 davon und erspielte sich bei Sawangkaews Aufschlag einen Matchball, der einen schnellen Sieg besiegelt hätte.
Der Wendepunkt
Bei diesem Matchball jagte Chwalińska einem Vorhand-Longline-Schlag hinterher, rutschte auf dem Rasen aus und verdrehte sich den rechten Knöchel. Die Fernsehkameras fingen das sofortige Schmerzverziehen ein. Sie rief den Physiotherapeuten, ließ den Knöchel tapen, war aber sichtlich beeinträchtigt. Sawangkaew hielt ihren Aufschlag und breakte dann sofort zurück, da Chwalińska sich kaum noch seitwärts bewegen konnte. Die Qualifikantin gewann fünf Spiele in Folge und schnappte sich den zweiten Satz mit 7:5.
- Erster Satz gewonnen 6:2
- 5:2-Führung im zweiten Satz
- Matchball und Knöchelverletzung
- Medizinische Auszeit
- Zweiter Satz verloren 5:7
- Dritter Satz verloren 2:6
Der dritte Satz war noch einseitiger. Chwalińska gelang ein frühes Break, aber ihre Beweglichkeit verschlechterte sich, und Sawangkaew zog auf 6:2 davon und besiegelte ein Comeback von 2:6, 7:5, 6:2. Es war der erste Sieg der 23-Jährigen im Hauptfeld eines Grand Slams.
Kämpfen durch den Schmerz
Trotz der Verletzung weigerte sich Chwalińska aufzugeben. Das Publikum im All England Club würdigte ihren Einsatz und begrüßte sie am Ende mit lauten Rufen von „Dziękujemy“ (danke). Ein Mitglied des Platzpersonals half, ihre Tasche in die Umkleidekabine zu tragen, um den Knöchel zu entlasten.
Von den Knöchelproblemen, als sie am Matchball stürzte, fing alles an. Dann hörte ich sie sagen, sie habe Krämpfe am ganzen Körper. Es ist also unklar, ob es zusammenhing oder nicht, aber sie konnte nicht spielen.
Die Worte ihres Managers unterstrichen, wie die Verletzung eine Reaktion des gesamten Körpers auslöste. Chwalińska ist auch im Doppel mit der Österreicherin Sinja Kraus gemeldet, aber ihre Teilnahme dort ist ungewiss.
Reaktionen und nächste Schritte
Das grausame Timing rief Mitgefühl von Tennis-Kommentatoren hervor. Adam Romer, Redakteur von Tenisklub, beschrieb den Moment als eine erbarmungslose Fügung des Schicksals.
Das Schicksal eines Athleten ist grausam. Alles, was Maja bei Roland Garros in die Karten spielte, nimmt das Schicksal heute auf die erbarmungsloseste Weise zurück. Eine Knöchelverstauchung am Matchball ist ein besonders undankbares Schicksal.
Andere polnische Journalisten erinnerten an Hubert Hurkaczs Verletzung bei einem Satzball in Wimbledon zwei Jahre zuvor. Chwalińskas nächste geplante Turniere sind das WTA-250-Turnier in Iași, Rumänien (13.–19. Juli) und die Hamburg European Open in der darauffolgenden Woche, beide auf Sand. Wie bald sie zurückkehren kann, hängt vom Schweregrad der Verstauchung ab.


