
A8 nach 5,5 Hektar großem Waldbrand am Chiemsee wieder frei; Regen hilft bei Bränden in Rheinland-Pfalz und Sachsen
Die A8 bei Chiemsee wurde am Montagmorgen wieder geöffnet, nachdem ein Wald- und Moorbrand auf 5,5 Hektar eine nächtliche Sperrung erzwungen hatte; unterdessen half Regen der Feuerwehr in Rheinland-Pfalz und Sachsen, wo zwei weitere Brände unter Kontrolle gebracht wurden.
Brand am Chiemsee legt A8 lahm
Ein Waldbrand in einem Wald- und Moorgebiet bei Übersee im Landkreis Traunstein brach kurz vor Mitternacht am Sonntag, den 28. Juni, aus. Feuerwehr, Bergwacht und das THW eilten zum Einsatzort, rund 200 Einsatzkräfte bekämpften die Flammen, die schließlich 5,5 Hektar – etwa die Größe von acht Fußballfeldern – erfassten. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Dichter Rauch, der auf die nahegelegene A8 zog, veranlasste die Polizei, die Autobahn in den frühen Morgenstunden des Montags in beide Richtungen zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bernau zu sperren. Ein Polizeihubschrauber war im Einsatz, um Wasser auf das Feuer abzuwerfen. Die Sprecherin der Polizei erklärte, die Dauer der Sperrung hänge von der Geschwindigkeit der Löscharbeiten und der Windrichtung ab. Anwohnern wurde geraten, Fenster, Türen und Lüftungsanlagen geschlossen zu halten. Bis 9 Uhr morgens am Montag war die Straße wieder geöffnet, allerdings blieben Staus über mehrere Kilometer bestehen.
- Brand in der Nähe von Übersee kurz vor Mitternacht gemeldet.
- A8 zwischen Grabenstätt und Bernau wegen starker Rauchentwicklung gesperrt.
- A8 nach Aufhebung der Sperrung wieder geöffnet.
Regen hilft bei der Brandbekämpfung in Rheinland-Pfalz und Sachsen
In ganz Deutschland hatte die anhaltende Hitzewelle mehrere Waldbrände ausgelöst. In Rheinland-Pfalz brach am Samstagnachmittag ein Brand am Rotenfels bei Bad Kreuznach aus, der etwa zwei Hektar erfasste. Der Ort Traisen mit 600 Einwohnern wurde vorsorglich evakuiert, die Bewohner in eine Notunterkunft gebracht. Regen über Nacht brachte eine gewisse Erleichterung.
Der Regen hat das Feuer heruntergedrückt.
Sie merkte an, dass es zwar keine offenen Flammen mehr gebe, das Feuer aber an vielen Stellen noch gloste. Die Löscharbeiten wurden durch im Boden vergrabene Weltkriegsmunition erschwert.
Brand in der Gohrischheide unter Kontrolle
An der Grenze von Sachsen und Brandenburg wurde ein Waldbrand im Naturschutzgebiet Gohrischheide, der am Samstag ausgebrochen war, mit Hilfe des Regens unter Kontrolle gebracht. Mehr als 200 Einsatzkräfte und zwei Hubschrauber waren im Einsatz.
Wir sind auf einem guten Weg. Das Feuer hat sich über Nacht nicht weiter ausgebreitet und konnte heute gelöscht werden.
Wie am Rotenfels ist das Gebiet ein ehemaliger Truppenübungsplatz, der mit Blindgängern übersät ist, was die Einsatzkräfte zu äußerster Vorsicht zwingt und einige Bereiche unzugänglich macht.
- Chiemsee
- 5.5 ha
- Rotenfels
- 2 ha
- Pfreimd
- 0.8 ha
- Stulln
- 0.7 ha
- Manteler Forst
- 2.5 ha
Bayern verzeichnet mehrere kleinere Brände
Während der Brand am Chiemsee der größte war, hielten mehrere andere Feuer die Feuerwehren in ganz Bayern in Atem. In Regenstauf (Oberpfalz) fing am Sonntag bei Feldarbeiten ein Traktor Feuer und entzündete einen nahegelegenen Wald. Die Überwachung dauerte bis Montagmorgen an. Bei Pfreimd brannten am Samstag 0,8 Hektar Wald, bei Stulln 0,7 Hektar und im Manteler Forst bei Neustadt an der Waldnaab gingen am Sonntag 2,5 Hektar in Flammen auf. Alle Brände wurden auf die extrem trockenen und heißen Bedingungen der vorangegangenen Tage zurückgeführt.


