
Waldbrand am Chiemsee zwingt zur Sperrung der A8; 200 Feuerwehrleute im Einsatz
Ein Waldbrand, der mehrere Hektar Wald und Moor am Chiemsee in Bayern erfasst hat, hat aufgrund starker Rauchentwicklung die Sperrung der A8 zwischen Übersee und Bernau erzwungen. Rund 200 Feuerwehrleute sind seit Sonntagabend im Einsatz.
Brand am Chiemsee ausgebrochen
Am Abend des Sonntags, 28. Juni 2026, entzündete sich ein Waldbrand in einer Wald- und Moorzone nahe dem Chiemsee in Oberbayern. Bis Montagmorgen hatte das Feuer 5,5 Hektar Land verzehrt, eine Fläche, die etwa acht Fußballfeldern entspricht, wie ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr gegenüber stern.de mitteilte. Frühere Berichte anderer Nachrichtenquellen hatten das betroffene Gebiet auf mehrere Hektar oder tausend Quadratmeter beziffert; eine erste Meldung erwähnte fälschlicherweise tausend Quadratkilometer, bevor sie korrigiert wurde. Das Feuer brennt sowohl durch Bäume als auch durch Torf, was die Brandbekämpfung erschwert, da Torfbrände unter der Oberfläche schwelen können und bekanntermaßen schwer zu löschen sind. Die Ursache des Feuers ist noch ungeklärt.
A8 zur Sperrung gezwungen
Dichter, bodennaher Rauch des Feuers zog direkt über die angrenzende A8, die Hauptverbindung zwischen München und Salzburg. Die Sicht war so stark eingeschränkt, dass die Polizei die vollständige Sperrung der Fahrbahn zwischen den Ausfahrten Übersee und Bernau anordnete. Die Sperrung trat am frühen Montag in Kraft und verursachte sofort erhebliche Behinderungen für Pendler und den Fernverkehr. Die Polizei richtete Umleitungen ein, aber die Autofahrer hatten lange Verzögerungen.
Die Dauer der Sperrung ist ungewiss und wird weitgehend von der Windrichtung und dem Erfolg der Löscharbeiten abhängen.Der aufsteigende Rauch verursacht Sichtprobleme.
Nächtlicher Löscheinsatz
Rund 200 Feuerwehrleute sind seit dem ersten Melden des Feuers am späten Sonntag vor Ort. Sie haben die ganze Nacht und bis in den Morgen hinein gearbeitet, um die Flammen einzudämmen. Zur Verstärkung wurde am Montagmorgen ein Polizeihubschrauber eingesetzt, der Wasser aus dem Chiemsee schöpfte und über dem brennenden Gebiet abwarf. Ein Feuerwehrmann erlitt bei der Brandbekämpfung leichte Verletzungen; weitere Verletzte wurden nicht gemeldet. Das gemischte Gelände aus Wald und Moor erfordert zusätzliche Ressourcen und Zeit.
Sicherheitswarnungen an die Bevölkerung
Die Feuerwehr warnte die Anwohner in der Umgebung und riet ihnen, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten, um das Eindringen von Rauch in ihre Häuser zu verhindern. Diese Empfehlung bleibt in Kraft, bis die Rauchentwicklung des Feuers nachlässt. Es gab zudem allgemeine Aufrufe, die unmittelbare Umgebung zu meiden. Die Behörden gaben keine Hinweise darauf, wann die Autobahn wieder geöffnet werden könnte.
Die Dauer der Sperrung hängt vor allem von der Windrichtung und der Geschwindigkeit der Löscharbeiten ab.


