
Campingkocher-Explosion in Lübecker Wohnung verletzt einen Mann schwer, fünf Bewohner evakuiert
Bei der Explosion eines Campingkochers in einer Wohnung in der Lübecker Altstadt am Sonntagnachmittag wurde der männliche Bewohner schwer verletzt. Fünf weitere Bewohner mussten evakuiert werden, nachdem eine leichte Trennwand einstürzte.
Am frühen Sonntagnachmittag explodierte ein Campingkocher in einer Wohnung in der Breite Straße in der historischen Altstadt von Lübeck. Die Explosion löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus, bei dem ein Mann mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus nach Hamburg geflogen wurde.
Was geschah
Nach Angaben der Polizeileitstelle in Kiel kochte der Bewohner mit einem tragbaren Gas-Campingkocher, als das Gerät plötzlich detonierte. Die Wucht der Explosion riss eine leichte Trennwand aus ihrer Verankerung und ließ sie umstürzen. Trotz der Heftigkeit der Explosion brach kein offenes Feuer aus, was einen möglicherweise viel größeren Brand in der dicht bebauten Nachbarschaft verhinderte. Das Opfer, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde, war zum Zeitpunkt der Explosion der einzige Bewohner der Wohnung. Es erlitt schwere Verbrennungen, wurde vor Ort stabilisiert und dann mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik für Brandverletzungen nach Hamburg gebracht.
Evakuierung und Schadensbewertung
Fünf weitere Bewohner wurden vorsorglich aus dem mehrstöckigen Gebäude evakuiert. Ein Bauingenieur untersuchte die betroffene Wohnung und die tragende Struktur des Hauses, um sicherzustellen, dass die Explosion keine tragenden Elemente geschwächt hatte. Nach der Inspektion durften alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Ein Polizeisprecher erklärte, dass das Gebäude abgesehen von der eingestürzten Innenwand keine strukturellen Schäden erlitten habe und auch benachbarte Wohnungen nicht betroffen seien. Die Behörden gaben an, die finanziellen Kosten der Reparaturen noch nicht abschätzen zu können.
Ursache unklar, Ermittlungen laufen
Der Grund für die Explosion des Campingkochers bleibt vorerst unbekannt. Die Polizei schließt einen defekten Kocher, ein Gasleck oder Bedienfehler nicht aus, betonte jedoch, dass noch keine Schlussfolgerungen gezogen wurden. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Lübeck geleitet, unterstützt von der Leitstelle Kiel. Die Ermittler untersuchen die Überreste des Kochers und werden den verletzten Mann befragen, sobald es sein Zustand erlaubt. Es wurden keine Strafanzeigen gestellt.


