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Sicherheit·vor 2 Std.

Veranstalter vergessen Seil, werfen 21-Jährige von Brücke; sie stirbt beim Aufprall in Brasilien

Eine 21-jährige Frau wurde von einer 40 Meter hohen Brücke im brasilianischen Bundesstaat São Paulo geworfen, nachdem Veranstalter ihr ein Geschirr und einen Helm angelegt, aber vergessen hatten, das Sicherungsseil zu befestigen. Sie starb noch am Unfallort.

Der Sprung, der tödlich endete

Maria Eduarda Rodrigues de Freitas, eine 21-jährige Studentin, zahlte etwa 180 Brasilianische Real für ein Seilspring-Erlebnis auf der Ponte do Esqueleto (Skelettbrücke) bei Limeira. Die stillgelegte Eisenbahnbrücke erhebt sich etwa 40 Meter über eine Schlucht und ist ein bekannter, wenn auch unsicherer Ort für solche Sprünge. Die Veranstalter legten ihr ein Geschirr um Taille und Oberschenkel an und setzten ihr einen Helm auf. Sie befestigten Karabiner am Geschirr, vergaßen aber entscheidenderweise, das Seil selbst zu verbinden. Drei Männer hoben sie dann hoch, trugen sie an die Kante der Plattform und warfen sie in die Leere.

Video der Tragödie

Die gesamte Sequenz wurde auf Video aufgezeichnet, das sich rasch in den sozialen Medien verbreitete. Das Filmmaterial zeigt das gebundene Seil, das hinter der Gruppe auf der Brücke zusammengerollt liegt, während die Männer die Frau hochheben und über die Seite werfen. Umstehende sind zu hören, die schreien: 'Seil! Leute, das Seil!' Das Opfer fiel die vollen 40 Meter und wurde von Rettungskräften, die am Ort eintrafen, für tot erklärt.

Nachwirkungen und Festnahmen

Militärpolizei, Feuerwehr und medizinische Notfallteams des SAMU wurden gerufen, konnten die Frau jedoch nicht retten. Ihr Verlobter, der während des Sprungs anwesend war, brach nach dem Sturz zusammen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei nahm sechs Personen fest, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen: fünf Männer und eine Frau. Zwei der Männer flohen kurz nach dem Sturz in den umliegenden Wald; ein Polizeihubschrauber ortete sie bei einer Durchsuchung des Waldgebiets.

Rechtliche Konsequenzen

Die Ermittler untersuchen das Video als wichtiges Beweisstück. Brasilianische Medien berichten, dass die Untersuchung den Fall von fahrlässiger Tötung auf vorsätzliche Tötung mit bewusster Risikoeingehung umstufen könnte, eine schwerwiegendere Anklage, die bis zu zehn Jahre Gefängnis nach sich ziehen kann. Die Zeitung O Globo versuchte, die auf den Uniformen der Arbeiter genannten Unternehmen, Entre Cordas und Ih Voei, zu kontaktieren, erhielt jedoch keine Antwort. Eine vollständige Rekonstruktion des Sicherheitsversagens ist noch im Gange.

Limeira

6 Quellen

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