
Ausbilder vergessen Sicherungsseil – 21-Jährige stirbt bei 40-Meter-Sturz von Brücke in Brasilien
Eine 21-jährige Frau starb, nachdem sie in Limeira (Bundesstaat São Paulo) von einer Brücke gestoßen wurde, weil Ausbilder ihr Sicherungsseil nicht befestigt hatten. Drei Männer wurden wegen fahrlässiger Tötung festgenommen.
Der tödliche Sprung
Maria Eduarda Rodrigues de Freitas, eine 21-jährige Absolventin der Sportwissenschaften, starb am Samstag, den 13. Juni, nachdem sie von der Ponte do Esqueleto (Skelettbrücke) bei Limeira im Inneren des Bundesstaates São Paulo gestoßen worden war. Sie hatte 180 Real (etwa 30 Euro) für das Seilsprung-Erlebnis und weitere 150 Real (etwa 25 Euro) für eine 360-Grad-Kameraaufnahme bezahlt. Die Aktivität, eine Variante des Bungee-Springens, bei der ein weniger elastisches Seil verwendet wird, um wie ein Pendel zu schwingen, wurde tödlich, als drei Ausbilder sie an die Plattformkante hoben und ohne Befestigung des Sicherungsseils hinunterstießen.
„Wer war der Verrückte, der mich von einer Brücke springen ließ???“
Das Opfer hatte diese Bildunterschrift Stunden zuvor auf Instagram zusammen mit Fotos von der Brücke gepostet. Videos, die schnell viral gingen, zeigen den Moment des Sprungs, gefolgt von Umstehenden, die das Fehlen des Seils bemerken. Das dicke Sicherungsseil lag zusammengerollt auf dem Brückenboden, direkt neben den Ausbildern. Der Sturz betrug etwa 40 Meter, und der Aufprall tötete sie sofort.
Festnahmen und Aussagen der Verdächtigen
Die Militärpolizei nahm zunächst sechs Personen im Zusammenhang mit dem Vorfall fest, entließ später jedoch drei, die in einem nahegelegenen Zelt Armbänder und Gurte ausgegeben hatten. Die drei Männer, die das Opfer physisch betreuten (27, 32 und 42 Jahre alt), bleiben wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung in Haft. Bei Vernehmungen gaben sie an, für die Sicherung der Seile verantwortlich gewesen zu sein, hätten jedoch plötzlich einen Erinnerungsausfall erlitten und sich nicht erinnern können, wer die Ausrüstung hätte anlegen sollen. Eine Polizeiquelle sagte gegenüber Globo, dass bei einer solchen risikoreichen Sportart die Sicherheit dreimal hätte überprüft werden müssen.
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Sicherheitslücken und Reaktion des Unternehmens
Die Ausbilder waren Berichten zufolge Teil informeller Praktikantengruppen und nicht eines lizenzierten Unternehmens, und die Stadtverwaltung versichert, dass keine Genehmigung für kommerzielle Sprünge von der Brücke vorlag. Auf Aufnahmen getragene Uniformen trugen die Namen „Entre Cordas“ und „Ih Voei“, aber keines der beiden Unternehmen hat eine öffentliche Stellungnahme abgegeben. Der Verteidiger beschrieb den Fall als tragischen Unfall und merkte an, dass die Beteiligten über jahrelange Praxis ohne vorherige Unfallgeschichte verfügen.
Rechtliche und politische Folgen
Die Stadtverwaltung von Limeira hat angekündigt, die Bundesregierung zu verklagen, da sie ihr Versäumnis bei der Überwachung, Instandhaltung und Zugangskontrolle der Brücke vorwirft. In einer Erklärung teilte die Gemeinde mit, sie habe seit Anfang 2025 auf administrative Maßnahmen gedrängt, und der Tod mache weiteres Zögern inakzeptabel. Die zivilpolizeiliche Untersuchung wird prüfen, ob die vorgeschriebenen Sicherheitsprotokolle eingehalten wurden und wer strafrechtlich verantwortlich ist.
Hintergrund des Opfers
Maria Eduarda besaß Abschlüsse in Sportwissenschaft und Sportmanagement und teilte häufig ihre Outdoor-Aktivitäten in den sozialen Medien. Sie filmte den Sprung selbst mit einer Handkamera; Ermittler haben dieses Gerät nicht gefunden. Rettungskräfte von Militärpolizei, Feuerwehr und mobilem Notdienst rückten an, konnten aber nur noch den Tod am Unfallort feststellen.


