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Regierung·vor 2 Std.

Brüsseler Polizei nach Einsatz von Kreuzzugssymbol und Beleidigungen bei Bildungsprotest untersucht

Eine interne Untersuchung wurde gegen Brüsseler Polizisten eingeleitet, nachdem im Internet Bilder kursierten, die zeigen, wie sie ein verbotenes rechtsextremes Symbol tragen und transfeindliche Beleidigungen gegen Demonstranten richten, die gegen frankophone Bildungsreformen protestierten.

Bilder lösen Untersuchung aus

Mehrere Fotos und Videos von jüngsten Demonstrationen in Brüssel gegen Reformen des französischsprachigen Bildungswesens haben eine interne Polizeiuntersuchung ausgelöst. Die Bilder, die in den sozialen Medien weite Verbreitung fanden, zeigen Beamte, die ein verbotenes Symbol zur Schau stellen und unangemessene Bemerkungen machen. Die Proteste richteten sich gegen die Verabschiedung des sogenannten „décret-programme 2", einem Reformpaket für die französischsprachige Bildung.

Was das Filmmaterial zeigt

In einer Zusammenstellung von Videos, die vom linksradikalen Aktionskanal Bruxelles Dévie veröffentlicht wurde, ist ein Beamter zu sehen, der das Symbol „Deus Vult" an seiner Ausrüstung trägt. Der Ausdruck bedeutet „Gott will es" und war historisch ein Schlachtruf der Kreuzfahrer; er wird auch in rechtsextremistischen Kreisen verwendet. Ein anderer Beamter raucht eine Zigarre, während andere zu hören sind, wie sie Beleidigungen gegen die Demonstranten richten. In einer aufgezeichneten Bemerkung wird ein Demonstrant gefragt: „Bist du ein Junge oder ein Mädchen? Oder vielleicht heute ein Stuhl?"

Offizielle Reaktion

Victor Kanyanzira, Sprecher von Brüssels Bürgermeister Philippe Close, nannte das Verhalten inakzeptabel und bestätigte, dass eine Untersuchung eingeleitet wird. Er stellte fest, dass das Symbol verboten ist. Kanyanzira präzisierte, dass es sich bei dem rauchenden Beamten vermutlich um einen Bundespolizisten handele, während die anderen sichtbaren Handlungen lokale Polizisten betrafen. Die Brüsseler Polizei bestätigte gegenüber VRT NWS, dass sie die Bilder intern analysiert.

Das ist inakzeptabel, eine Untersuchung wird eingeleitet. Und was das Symbol betrifft, es ist verboten.

Breiterer Protestkontext

Die Demonstrationen fanden an mehreren Tagen in Brüssel statt, wobei Lehrer und Schüler gegen die Bildungsreformen protestierten. Kanyanzira fügte hinzu, dass die Behörden einen großen Benzinkanister von einer Gruppe junger Leute beschlagnahmt hätten, die das Stadtzentrum in Brand setzen wollten, aber die Spannungen am Tag seiner Aussage insgesamt nachgelassen hätten.

Wir haben auch einen großen Benzinkanister von einer Gruppe junger Leute beschlagnahmt, die das Stadtzentrum in Brand setzen wollten, aber insgesamt haben sich die Spannungen heute gelegt.

Brüssel

4 Quellen

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