Diplomatie · Dołhobyczów, Kiew und Warschau
Polnische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EU-Abgeordneten Grzegorz Braun wegen Zerstörung eines ukrainischen UPA-Denkmals
Polnische Behörden haben ein Strafverfahren eingeleitet, nachdem der EU-Abgeordnete Grzegorz Braun sich selbst dabei filmte, wie er einen Grabstein für Soldaten der Ukrainischen Aufstandsarmee in der Woiwodschaft Lublin beschädigte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Do Rzeczy, wpolityce.pl, oko.press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Hrubieszów hat ein Ermittlungsverfahren gegen Grzegorz Braun und Marcin Miksza eingeleitet wegen Beleidigung einer nationalen Gruppe durch Beschädigung eines Grabes, ein Delikt, das mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden kann.
Grzegorz Braun veröffentlichte am 10. September 2026 Videomaterial, das ihn zeigt, wie er nach seiner Teilnahme an einem Erntedankfest in Dołhobyczów am 6. September 2026 mit einem Hammer auf den Granitobelisken in Białystok einschlägt.
Das ukrainische Außenministerium und die ukrainische Botschaft in Polen gaben am 11. September 2026 Erklärungen ab, in denen sie den Vandalismus als beschämend bezeichneten und rechtliche Rechenschaft sowie die Wiederherstellung der Stätte forderten.

- 6.09.Vandalen beschädigen Inschriften auf dem Obelisken nach dem Erntedankfest in Dołhobyczów
- 10.09.Grzegorz Braun veröffentlicht Videomaterial der Zerstörung in sozialen Medien
- 11.09.Ukrainische Diplomaten verurteilen den Vorfall, während polnische Staatsanwälte Beweise sichern
Ermittlungen zur Zerstörung des Denkmals
Die Bezirksstaatsanwaltschaft in Hrubieszów hat ein Ermittlungsverfahren zur Zerstörung eines Steinobelisken und einer Grabstätte eingeleitet, die den Soldaten der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) in Białystok, einer Ortschaft in der Gemeinde Dołhobyczów, gewidmet ist. Am 10. September 2026 veröffentlichte Grzegorz Braun, Vorsitzender der Konföderation der Polnischen Krone und Mitglied des Europäischen Parlaments, Videomaterial, das ihn und seinen Parteikollegen Marcin Miksza zeigt, wie sie mit schwerem Werkzeug auf das Denkmal einschlagen. Miksza ist ein ehemaliger Beamter des Zentralen Ermittlungsdienstes der Polizei. Der Vorfall ereignete sich am 6. September 2026, nachdem Braun an einem örtlichen Erntedankfest in Dołhobyczów teilgenommen hatte. Der Sprecher der Bezirksstaatsanwaltschaft in Zamość, Rafał Kawalec, erklärte, dass sich das Verfahren auf die Beleidigung einer ukrainischen Nationalitätengruppe durch die Beschädigung einer Grabstätte bezieht, ein Delikt, das mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden kann. Kawalec merkte an, dass die Staatsanwaltschaft Aufnahmen gesichert, Zeugen befragt hat und möglicherweise die Aufhebung der parlamentarischen Immunität Brauns beantragen wird.
Braun rechtfertigte seine Handlungen in einem Beitrag in den sozialen Medien.
„Ein Obelisk, der die Erinnerung an die Opfer des ukrainischen Völkermords an Polen beleidigt, sollte unverzüglich nach der Dokumentation des Verbrechens des Banderismus mit professionellem Werkzeug entfernt werden.“
Diplomatische Verurteilung aus Kiew
Das ukrainische Außenministerium gab am 11. September 2026 eine Erklärung ab, in der es die Handlungen als inakzeptable Provokation während eines aktiven Krieges bezeichnete. Das Ministerium forderte die polnischen Behörden auf, eine rechtliche Bewertung vorzunehmen, die Verantwortlichen zu identifizieren, die beschädigte Grabstätte wiederherzustellen und künftige Angriffe auf ukrainische Kulturerbestätten zu verhindern.
„Der politische Rand in Polen hat nichts Besseres zu tun, als gegen Gräber zu kämpfen. Und das zu einer Zeit, in der ein echter Krieg tobt, der eine existenzielle Bedrohung für die Ukraine und Polen darstellt.“
Die ukrainische Botschaft in Polen schloss sich diesen Kritiken an und erklärte, dass Ruhestätten vor politischen Kampagnen geschützt bleiben müssen. Die Botschaft betonte, dass ukrainische Gedenkstätten in Polen und polnische Gedenkstätten in der Ukraine gegenseitigen Respekt und rechtlichen Schutz benötigen.
Geschichte der Grabstätte in Białystok
Die Grabstätte im Waldgebiet von Białystok erinnert an 41 UPA-Soldaten, die im Februar 1946 in Kämpfen gegen sowjetische NKWD-Truppen bei Liski ums Leben kamen. Von 1996 bis 1997 existierte an dieser Stelle ein erstes Denkmal, und 2019 wurde ein Granitstein mit dem ukrainischen Wappen und den Namen der Verstorbenen hinzugefügt. Die Stätte war wiederholt Vandalismus ausgesetzt; die Polizei stellte am 7. September 2026 fest, dass die Inschriften am vorangegangenen Wochenende beschmiert worden waren. Nach Angaben des Amtes der Woiwodschaft Lublin ist die Stätte nicht in der offiziellen Provinzdatenbank für Kriegsgräber eingetragen. Der Gemeindevorsteher von Dołhobyczów, Grzegorz Drewnik, kritisierte den Vandalismus und schlug gleichzeitig eine offizielle Überführung der Überreste und des Denkmals in die Ukraine vor.
Breitere Streitigkeiten über die Kriegserinnerung
Der Vorfall folgt auf bilaterale Spannungen zwischen Warschau und Kiew bezüglich des Erbes der UPA, die zwischen 1943 und 1945 Massaker an polnischen Zivilisten in Wolhynien verübte. Im Juni 2026 entzog der polnische Präsident Karol Nawrocki den zuvor an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verliehenen Orden des Weißen Adlers. Diese Entscheidung folgte auf ukrainische Schritte, eine Militäreinheit nach UPA-Persönlichkeiten zu benennen, sowie auf eine parlamentarische Gesetzgebung zur Schaffung eines Nationalpantheons zu Ehren nationalistischer Kriegspersönlichkeiten. Die polnischen Staatsanwälte in Hrubieszów prüfen weiterhin die Beweise, bevor sie über die Erhebung einer formellen Anklage entscheiden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Grzegorz Braun
- Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der Konföderation der Polnischen Krone
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens
- Volodymyr Zelensky
- Präsident der Ukraine
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