
Pariser Polizei verhaftet 23-Jährigen, der versuchte, den Bois de Boulogne in Brand zu setzen
Ein 23-jähriger Mann wurde am Freitagabend festgenommen, nachdem die Polizei ihn dabei ertappt hatte, wie er im Bois de Boulogne am westlichen Rand von Paris ein Feuer legte. Er gab gegenüber den Beamten an, den gesamten Wald niederbrennen zu wollen.
Vorfall im Bois de Boulogne
Die Polizei wurde kurz vor 23:00 Uhr am Freitag, dem 17. Juli 2026, über einen Brand im Bois de Boulogne im 16. Arrondissement von Paris alarmiert. Die Beamten trafen auf einen brennenden Reisighaufen, dessen Flammen auf den Stamm eines nahegelegenen Baumes übergriffen. Mit Feuerlöschern gelang es ihnen, das Feuer einzudämmen und schließlich zu löschen, bevor es sich ausbreiten konnte. Insgesamt wurde ein Quadratmeter Vegetation verbrannt und ein Baumstamm durch die Flammen geschwärzt.
Festnahme und Geständnis
Während ihres Einsatzes entdeckten die Polizisten einen jungen Mann am Tatort und nahmen ihn fest. Nach Angaben einer Polizeiquelle, die von mehreren französischen Medien zitiert wurde, gab der 2002 geborene 23-Jährige gegenüber den Beamten zu, vorgehabt zu haben, den gesamten Bois de Boulogne in Brand zu setzen. Er wurde wegen „dégradation volontaire par incendie“ (vorsätzliche Sachbeschädigung durch Brandstiftung) in formelle Untersuchungshaft genommen.
Ermittlungen und Verlängerung der Untersuchungshaft
Die Ermittlungen wurden zunächst dem Service de traitement judiciaire de nuit (STJN) des 8. Arrondissements übertragen und später an das Kommissariat des 16. Arrondissements abgegeben. Auch das Zentrallabor der Pariser Polizeipräfektur besuchte den Tatort, um forensische Untersuchungen durchzuführen. Am Samstagabend bestätigte die Pariser Staatsanwaltschaft, dass die Untersuchungshaft des Verdächtigen verlängert wurde und die Ermittlungen andauern.
- Polizei wird über einen Brand im Bois de Boulogne, 16. Arrondissement, alarmiert.
- Beamte treffen ein und finden einen Reisigbrand vor, der auf einen Baumstamm übergreift.
- Polizei löscht die Flammen mit Feuerlöschern.
- Ein 23-jähriger Mann wird am Tatort festgenommen und gesteht die Absicht, den gesamten Wald niederzubrennen.
- Pariser Staatsanwaltschaft bestätigt Verlängerung der Untersuchungshaft; Ermittlungen dauern an.
Jüngste Waldbrände in der Region Île-de-France
Der Vorfall ereignet sich nur wenige Tage nach großen Waldbränden im Wald von Fontainebleau im Département Seine-et-Marne, bei denen am Sonntag und Montag rund 2.200 Hektar verbrannten. Zwei 18-jährige Männer, einer von ihnen ein freiwilliger Feuerwehrmann, wurden am Mittwoch angeklagt und inhaftiert, weil sie an zwei Orten, Arbonne-la-Forêt und Fontainebleau, vorsätzlich Brände gelegt hatten. Am Donnerstagabend wurden zwei Arbeiter ebenfalls wegen fahrlässiger Brandstiftung angeklagt, da sie für einen Brand verantwortlich gemacht wurden, der in der Nähe der Autobahn A6 ausbrach und sich später auf den Wald ausbreitete. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat keinen Zusammenhang zwischen den Bränden von Fontainebleau und dem Vorfall im Bois de Boulogne hergestellt.


