Sicherheit · Potsdam

Potsdam evakuiert 6.500 Menschen und schließt Hauptbahnhof vor Weltkriegsbombenentschärfung

Eine 250 Kilogramm schwere US-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die auf einer Baustelle in Potsdam entdeckt wurde, zwingt am Dienstag tausende Anwohner zum Verlassen ihrer Häuser und bringt den Bahn- und Straßenverkehr zum Erliegen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, DIE WELT, Der Tagesspiegel und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Potsdam · Deutschland

Großräumige Evakuierung in der Innenstadt

Rund 6.500 Bewohner der Potsdamer Innenstadt müssen ihre Wohnungen bis 8:30 Uhr räumen, während die Behörden eine 700 Meter große Sperrzone um den Bombenfundort nahe dem blu-Freizeitbad in der Leipziger Straße einrichten. Evakuierungsteams werden anschließend prüfen, ob sich noch Menschen im Sperrkreis befinden. Sobald die Zone geräumt ist, rücken der Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team an.

„Die Operation ist wie eine Perlenkette – wir können erst mit der Arbeit beginnen, wenn der Sperrkreis steht. Wenn alle draußen sind, gehen wir rein.“

Mike Schwitzke, Sprengmeister

Pflegeheime, eine Schule, eine Kita, Hotels, der Landtag, mehrere Ministerien, die Staatskanzlei und die Investitions- und Landesbank liegen alle im Sperrgebiet. Das Museum Barberini hat dienstags ohnehin geschlossen, sodass es von der Unterbrechung verschont bleibt.

Die Bombe und der Entschärfungsplan

Die 250 Kilogramm schwere Bombe, die etwa 100 Kilogramm Sprengstoff enthält, ist ein US-amerikanisches Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, das am 3. Juni bei systematischen Geländeuntersuchungen gefunden wurde. Sie liegt 1,5 Meter über dem Gewölbe des Eiskellers der ehemaligen Potsdamer Brauerei und ist in schlechtem Zustand. Schwitzke sagt, die Bombe müsse gereinigt werden, bevor der Zünder von Hand abgeschraubt werden könne. Eine kontrollierte Sprengung komme nicht in Frage, warnt er.

„Die Bombe liegt 1,5 Meter über dem Eiskellergewölbe. Wenn wir sie sprengen würden, wäre das eine Katastrophe.“

Mike Schwitzke, Sprengmeister

Die Entschärfung selbst könnte zwischen 30 Minuten und zwei Stunden dauern, je nachdem, wie schnell der Sperrkreis errichtet ist.

Verkehrschaos

Der Potsdamer Hauptbahnhof, der zentrale Bahnknoten der Stadt, wird ab etwa 8:30 Uhr komplett geschlossen. Die S-Bahn-Linie S7 endet und startet stattdessen in Babelsberg, ein Schienenersatzverkehr ist aufgrund des Sperrkreises nicht möglich. Die Regionalzüge RE1, RB20, RB21, RB22, RB23 und RB33 fahren die Potsdamer Bahnhöfe ohne Halt durch, und der BER2-Airport-Express wird umgeleitet. Die Straßenbahnen 91, 92, 93 und 96 sowie alle Busse ab dem Hauptbahnhof stellen den Betrieb ein oder werden zum Platz der Einheit und zum Rathaus Babelsberg umgeleitet. Der Autoverkehr aus dem Süden wird über Saarmund und Bergholz-Rehbrücke umgeleitet, und die Stadt rät Autofahrern, mehr Zeit einzuplanen. Die Behörden rechnen mit einer Wiederaufnahme des Betriebs erst nach Aufhebung des Sperrkreises, für den sie keinen festen Zeitpunkt nennen, obwohl die S-Bahn davon ausgeht, dass die Beeinträchtigungen bis etwa 16:00 Uhr andauern könnten.

Präzedenzfall und Vorbereitungen

Eine ähnliche Entschärfungsaktion im Januar 2019 hatte rund 5.900 Menschen evakuiert, als eine weitere 250 Kilogramm schwere US-Bombe in der Nähe des Hauptbahnhofs gefunden wurde. Dieses Mal hat die Stadt eine Sporthalle für Menschen eingerichtet, die Unterkunft benötigen, und fordert alle Betroffenen auf, die Umleitungsstrecken zu nutzen. Der Landtag, in dem sich an einem Dienstag vor Beginn der Plenarsitzungen am Mittwoch normalerweise 250 bis 300 Menschen aufhalten, hat den Betrieb eingestellt.

Evakuierungen bei Weltkriegsbomben in PotsdamPersonen
2019
5900 Personen
2026
6500 Personen

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