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Regierung·vor 3 Std.

Ilie Bolojan bezeichnet designierten Ministerpräsidenten als ‚schwaches Glied‘, das die PNL spalten soll, und verteidigt institutionelle Verbindungen zum Präsidenten

Der wiedergewählte PNL-Vorsitzende Ilie Bolojan kritisierte Präsident Nicușor Dan scharf für die Nominierung von Adrian Veștea zum Ministerpräsidenten ohne Konsultation der Partei. Er bezeichnete den Schritt als Mangel an politischem Fairplay und nannte Veștea den verwundbaren Punkt der Partei, der ausgewählt wurde, um die Liberalen zu spalten.

Wiederwahl in angespannter Atmosphäre

Ilie Bolojan wurde auf einem außerordentlichen Parteitag am Sonntag als Vorsitzender der Nationalliberalen Partei (PNL) bestätigt. Er trat ohne Gegenkandidaten an, nachdem Adrian Veștea seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Der Parteitag fand inmitten offener Spannungen zwischen der Parteiführung und dem Staatspräsidenten über die Nominierung von Veștea zum designierten Ministerpräsidenten statt.

Die Abstimmung unterstrich Bolojans Kontrolle über die Partei trotz dessen, was er als Spannungen bezeichnete, die durch die Entscheidung des Präsidenten verursacht wurden. Er merkte an, dass er noch am Samstagnachmittag nicht sicher gewesen sei, wie der Parteitag verlaufen oder ob er durch mehrere Anträge umstritten sein würde.

Nominierung als ‚nicht fairplay‘ bezeichnet

In einem Interview mit Digi24 kurz nach dem Parteitag hielt Bolojan mit seiner Meinung zur Wahl von Adrian Veștea durch Präsident Nicușor Dan zur Regierungsbildung nicht zurück. Er sagte, die Nominierung sei ohne Konsultation der Parteiführung erfolgt, und bezeichnete dies als Bruch demokratischer Normen.

Eine Person aus einer Partei zu nominieren, ohne diese Partei zu konsultieren, ist kein fairplay-Geste und entspricht nicht dem Geist der parlamentarischen Demokratie.

Er argumentierte, der Präsident habe bewusst eine Figur ausgewählt, die er als das ‚schwache Glied‘ innerhalb der Partei betrachte, um sie zu spalten.

Um etwas zu brechen, muss man die schwächste Stelle identifizieren. Leider ist das die Situation.

Bolojan warnte, dass jeder Liberale, der ein Amt in einer von Veștea geführten Regierung annehme, sofort seine PNL-Mitgliedschaft verlieren würde, und bekräftigte damit eine auf dem Parteitag beschlossene Entscheidung.

Institutionelle Zusammenarbeit als funktional beschrieben

Trotz der scharfen Kritik betonte Bolojan, dass das tägliche Arbeitsverhältnis zwischen Regierung und Präsidentschaft nicht zusammengebrochen sei. Er sagte, die Teams beider Seiten arbeiteten weiterhin in der Außenpolitik, in Angelegenheiten der Europäischen Kommission und im Verteidigungsressort zusammen, wo die Zuständigkeiten geteilt seien.

Ich habe in dieser Zeit ein korrektes Verhältnis angestrebt und hatte keine Probleme bei der Zusammenarbeit, denn bei jedem Dossier, bei dem gemeinsame Entscheidungen nötig waren, arbeiteten die Teams der beiden Institutionen zusammen und Entscheidungen wurden ohne Schwierigkeiten getroffen.

Er fügte hinzu, dass dem Präsidenten ein Vorschlag für eine Minderheitsregierung unterlegt mit einem nationalen Pakt übermittelt worden sei, nannte jedoch keine weiteren Details.

Foto und Einladung zum Parteitag

Auf ein Foto angesprochen, das Nicușor Dan beim Abendessen mit dem PNL-Europaabgeordneten Rareș Bogdan zeigt, sagte Bolojan, ihm fehle der Kontext, merkte aber grundsätzlich an, dass ‚man mit dem isst, bei dem man sich wohlfühlt‘. Er erklärte auch, dass er den Präsidenten bewusst nicht zum Parteitag eingeladen habe, weil die Veranstaltung unter Krisenbedingungen stattgefunden habe und er den Gästen kein unangenehmes Spektakel bereiten wollte.

Bukarest

8 Quellen

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