
Bezzecchi erleidet bei Sturz im Qualifying des Deutschland-GP Schlüsselbeinbruch – Operation in Italien
Der Aprilia-Pilot verlor in Q2 die Kontrolle in Kurve 7, schlidderte mit hohem Tempo und muss sowohl das Sprintrennen als auch den Sonntags-Grand-Prix von Deutschland auslassen.
Der Sturz
Das Deutschland-GP-Wochenende von Marco Bezzecchi endete bereits am Samstag im Q2, als der Aprilia-Fahrer in der schnellen, abfallenden Kurve 7 des Sachsenrings das Hinterrad verlor. Er wurde mit einer gemeldeten Geschwindigkeit zwischen 140 km/h und 160 km/h von der Maschine geschleudert, überschlug sich im Kiesbett und blieb mehrere Sekunden reglos liegen. Schließlich stand er auf und kehrte sichtlich schmerzgeplagt und mit der linken Hand am Handgelenk in die Box zurück.
Der Sturz war Bezzecchis zweiter schwerer Crash innerhalb von zwei Rennwochenenden, nur zwei Wochen nach einem ähnlich aussehenden Unfall in Assen (Niederlande). Während er den niederländischen Vorfall ohne Brüche überstanden hatte, zog der deutsche Sturz eine ernstere Konsequenz nach sich: einen kompletten, dislozierten Bruch des linken Schlüsselbeins, bestätigt durch Röntgenaufnahmen im medizinischen Zentrum der Rennstrecke unter Aufsicht von MotoGP-Ärztedirektor Angel Charte.
Diagnose und Operationsplan
Aprilia gab eine offizielle Stellungnahme heraus, die das Ausmaß der Verletzung bestätigte: ein kompletter und dislozierter Bruch des linken Schlüsselbeins, der einen chirurgischen Eingriff erfordert. Dr. Franco Perona, Chefmediziner von Lifenet für Aprilia Racing, teilte Sky Sport mit, dass Bezzecchi in stabilem Zustand sei und die Operation der empfohlene Weg für eine schnellstmögliche Genesung sei.
Ihm geht es gut, und ich wiederhole, ihm geht es gut, und diese getroffene Lösung ist die beste für alle, damit er so schnell wie möglich wieder seine beste Leistung abrufen kann. Dr. Charte diagnostizierte den Bruch des linken Schlüsselbeins, einen dislozierten Bruch, der eine sofortige Operation erfordert, die in Italien von Dr. Porcellini durchgeführt wird.
Der Eingriff ist in Italien unter der Leitung von Dr. Giuseppe Porcellini geplant; Bezzecchi reist so schnell wie möglich aus Deutschland zurück, voraussichtlich noch am Tag des Sturzes. Perona gab an, dass die Operation wahrscheinlich innerhalb von 24 bis 48 Stunden stattfinden werde.
Unmittelbare Folgen
Bezzecchi war im Qualifying auf Platz acht klassiert, nahm aber am Samstagnachmittag nicht am Sprintrennen teil und wird auch den Grand Prix am Sonntag verpassen. Das Fehlen kostet ihn wertvolle Punkte in der Meisterschaft: Vor dem Wochenende lag der Italiener auf Rang zwei der Fahrerwertung hinter seinem Aprilia-Teamkollegen Jorge Martin, der nun eine klare Gelegenheit hat, seinen Vorsprung auszubauen.
Nach dem Sturz wurde Marco Bezzecchi ins medizinische Zentrum der Rennstrecke gebracht, wo er einer Röntgenuntersuchung unterzogen wurde, die einen kompletten und dislozierten Bruch des linken Schlüsselbeins ergab. Diese Art von Bruch erfordert eine Operation, um die bestmögliche Genesung zu gewährleisten; der Eingriff wird in Italien von Dr. Giuseppe Porcellini durchgeführt. Marco Bezzecchi wird so schnell wie möglich nach Italien zurückkehren.
Bereits vor dem Sturz hatte Bezzecchi eingeräumt, dass er in Deutschland mit körperlichen Beschwerden angekommen sei. Am Donnerstag sagte er gegenüber Medien, er habe noch Schmerzen vom vorherigen Lauf und werde seinen Zustand von Session zu Session überprüfen. Das Deutschland-Wochenende wird nun zu seinem vierten Grand Prix in Folge, der von körperlichen Problemen oder Rückschlägen begleitet wird.
Qualifying-Ergebnisse und Startaufstellung
Marc Marquez sicherte sich mit einer Rundenzeit von 1:19,041 auf seiner Ducati die Pole-Position für den Deutschland-Grand-Prix. Sein Bruder Alex Marquez (Gresini Ducati) wurde mit nur 61 Tausendstelsekunden Rückstand Zweiter, Fabio Di Giannantonio (VR46 Ducati) komplettierte eine reine Ducati-Startreihe mit 0,147 Sekunden Rückstand auf die Pole.
Raul Fernandez (Trackhouse Aprilia) führt die zweite Reihe an, neben seinem Teamkollegen Ai Ogura und Yamaha-Pilot Fabio Quartararo. Franco Morbidelli (VR46) qualifizierte sich als Siebter, vor dem nicht startenden Bezzecchi und dem Meisterschaftsführenden Jorge Martin, der von Platz neun startet. Pedro Acosta (KTM) komplettierte die Top Ten, Pecco Bagnaia (Ducati) liegt auf Rang elf und Jack Miller (Yamaha Pramac) auf Rang zwölf.
- Bezzecchi stürzt in Q2 in Kurve 7, rutscht mit 140-160 km/h ins Kiesbett
- Fahrer kehrt ungestützt, aber sichtlich schmerzgeplagt zur Box zurück, hält linkes Handgelenk
- Röntgen im medizinischen Zentrum bestätigt kompletten, dislozierten linken Schlüsselbeinbruch
- Aprilia gibt offizielle Erklärung heraus: Operation nötig, Bezzecchi reist sofort nach Italien
- Erwartete Operation durch Dr. Giuseppe Porcellini (innerhalb von 24-48 Stunden nach Sturz)
- Großer Preis von Großbritannien in Silverstone – frühestmögliche Rückkehr an die Rennstrecke
Genesung und nächstes Rennen
Nach dem Deutschland-Lauf folgt die Sommerpause; damit hat Bezzecchi etwa vier Wochen Zeit, um sich zu erholen, bevor die Meisterschaft am 9. August mit dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone fortgesetzt wird. Ob er dann einsatzfähig sein wird, bleibt ungewiss: Der chirurgische Eingriff, der Heilungsverlauf des Knochens und seine Fähigkeit, Schmerzen und Kraft über ein Rennwochenende hinweg zu managen, werden über seine Teilnahme entscheiden. Die Rennpause im Kalender nimmt ihm zumindest die Notwendigkeit eines weiteren verpassten Rennens neben Deutschland.
Er war in den letzten Tagen sehr zuversichtlich. Wir hoffen, dass sich alles zum Besten löst.


