Sicherheit · Minna und Abuja
Nigeria suspendiert Sicherheitskommandanten nach 37 toten Bergleuten in Haft in Niger
Mindestens 37 mutmaßliche illegale Bergleute starben in einer unbelüfteten Sicherheitszelle im Bundesstaat Niger und lösten damit gewaltsame Straßenproteste in Minna sowie die sofortige Suspendierung des regionalen paramilitärischen Kommandeurs aus.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von newsORF.at, The New York Times, RFI und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Behörden bestätigten, dass am 17. September 2026 37 Bergleute in einer NSCDC-Hafteinrichtung in Minna nach Razzien im Gebiet Wushishi-Lukoto starben.
Der Überlebende Dauda Shehu berichtete, dass die Wärter mindestens 65 Menschen in eine einzige, unbelüftete Zelle ohne Wasser pferchten, und widersprach damit den ersten offiziellen Behauptungen eines Krankheitsausbruchs.
Am 18. September 2026 zerstörten Demonstranten Busse und griffen Regierungseigentum an, worauf die Polizei mit Tränengas und scharfer Munition reagierte.
Gouverneur Mohammed Umaru Bago ordnete drei Tage Staatstrauer an, während das Innenministerium den NSCDC-Chef des Bundesstaates, Suberu Siyaka Aniviye, suspendierte.
- 15. bis 16. September 2026NSCDC verhaftet mutmaßliche illegale Bergleute bei Razzien im Gebiet Wushishi-Lukoto.
- 17. September 2026Paramilitärs entdecken 37 tote Gefangene in der Haftzelle von Minna.
- 17. September 2026, abendsIn Minna beginnen Proteste, als die Nachricht von den Todesfällen die Angehörigen erreicht.
- 18. September 2026Polizei setzt Tränengas und scharfe Munition gegen Demonstranten ein, während die Bundesregierung den regionalen Kommandanten suspendiert.
Todesfälle in Haft in Minna
Die nigerianischen Behörden bestätigten am Freitag, dass 37 Goldgräber in der Haft von Sicherheitskräften im Bundesstaat Niger starben, nachdem sie Anfang der Woche festgenommen worden waren. Beamte des Nigeria Security and Civil Defense Corps (NSCDC) nahmen die Bergleute bei Razzien am Dienstag, 15. September, und Mittwoch, 16. September, im rohstoffreichen Gebiet Wushishi-Lukoto westlich von Minna fest. Die Festgenommenen wurden in einer NSCDC-Einrichtung in der Landeshauptstadt festgehalten, wo Beamte in den frühen Morgenstunden des Donnerstags, 17. September, Dutzende Leichen entdeckten. Das Krankenhauspersonal nahm zunächst 33 Leichen auf, bevor die Beamten bestätigten, dass die Gesamtzahl der Todesopfer 37 erreichte, darunter mehrere Jugendliche.
Berichte von Überlebenden und Haftbedingungen
Während NSCDC-Beamte die Todesfälle zunächst auf einen nicht näher bezeichneten Krankheitsausbruch zurückführten, machten Überlebende und ein von der AFP zitierter Geheimdienstbericht schwere Überbelegung und Erstickung dafür verantwortlich. Überlebende berichteten, dass Sicherheitskräfte mindestens 65 Häftlinge in eine einzige, unbelüftete Zelle ohne ausreichende Nahrung oder Trinkwasser bei extremer Hitze pferchten. Die Häftlinge hämmerten stundenlang gegen die metallenen Zellentüren, als sich die Zustände verschlechterten, aber die Wärter weigerten sich, sie zu öffnen oder medizinische Hilfe zu leisten.
„Als die Leute zu sterben begannen, riefen wir immer wieder nach ihnen, aber sie hörten nicht.“
Laut dem 38-jährigen Überlebenden Dauda Shehu, der überlebte, weil er in der Nähe einer kleinen Öffnung an der Tür stand, tranken verzweifelt durstige Häftlinge ihren eigenen Urin, bevor sie zusammenbrachen. Angehörige der Häftlinge berichteten, dass die Wärter sich weigerten, Familien Essen bringen zu lassen, und umgerechnet 75 Dollar für Freilassungen verlangten. Zwölf überlebende Bergleute erhielten nach dem Vorfall im örtlichen Krankenhaus eine medizinische Notfallversorgung.
Straßenkämpfe und Polizeireaktion
Die Nachricht von den Todesfällen löste am Donnerstagabend und den ganzen Freitag über Demonstrationen in ganz Minna aus. Hunderte von Demonstranten, darunter informelle Bergleute, Angehörige der Verstorbenen und örtliche Jugendliche, versammelten sich in der Nähe des NSCDC-Hauptquartiers und entlang der zentralen Transitwege, um Rechenschaft zu fordern. Die Demonstranten errichteten Straßensperren, zerstörten Transportbusse und griffen eine Einrichtung der örtlichen Verkehrsbehörde an, während einige Gruppen versuchten, Regierungsgebäude in Brand zu setzen. Die Sicherheitskräfte reagierten mit dem Einsatz von Tränengas und scharfer Munition, um die Menschenmengen zu zerstreuen, was Eltern in ganz Minna dazu veranlasste, ihre Kinder aus den Schulen zu nehmen, als die Spannungen eskalieren.
Offizielle Untersuchung und Suspendierungen
Die Bundesregierung und die Landesbehörden kündigten am Freitag administrative Maßnahmen an, um auf den Vorfall zu reagieren. Der Innenminister suspendierte den NSCDC-Kommandanten des Bundesstaates Niger, Suberu Siyaka Aniviye, bis zum Abschluss einer vollständigen Untersuchung der Haftverfahren in der Einrichtung. Der Gouverneur des Bundesstaates Niger, Mohammed Umaru Bago, kündigte die Bildung eines formellen Untersuchungsausschusses an, um die Todesfälle zu untersuchen, bezeichnete das Ereignis als tragisch und erklärte drei Tage Staatstrauer. Die Landesbehörden sagten auch eine geplante politische Kundgebung der Regierungspartei ab, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, die Trauerzeit zu beobachten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- newsORF.atProteste in Nigeria nach Tod von 37 Goldgräbern in Haft
- The New York Times37 Miners in Nigeria Die in Police Custody, Sparking Protests
- RFINigeria: une enquête ouverte après la mort "tragique" de mineurs suspectés d'être illégaux
- Nasz DziennikNigeria: Siły bezpieczeństwa otworzyły ogień do protestujących
- Orte
- Abuja
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