
Benfica besiegt Marítimo 3:0 – Marco Silva kritisiert Platzverhältnisse auf Madeira
Leandro Barreiro traf zweimal und Gianluca Prestianni erzielte das dritte Tor in Funchal, während Trainer Marco Silva die Ligaverantwortlichen wegen der Platzverhältnisse kritisierte.
Frühe Tore und Offensivdruck auf Madeira
Benfica setzte unter Trainer Marco Silva seine offensive Serie mit einem 3:0-Sieg gegen Marítimo im Estádio dos Barreiros in Funchal am Samstag fort. Das Ergebnis auf Madeira war das zehnte Pflichtspiel der Saison des Vereins, der damit auf insgesamt 33 Tore in allen Wettbewerben kommt. Leandro Barreiro brachte Benfica in der siebten Minute in Führung – der dritte Ligaspieltag in Folge, an dem der Club innerhalb der ersten zehn Minuten traf. Ähnliche frühe Treffer gelangen gegen Casa Pia in der zweiten Minute und gegen Académico de Viseu in der zehnten Minute.
- Gegen Casa Pia
- 2 min
- Gegen Académico de Viseu
- 10 min
- Gegen Marítimo
- 7 min
Marítimo, das nach drei Jahren Abwesenheit wieder auf Benfica traf, brachte keinen einzigen Torschuss auf das Tor von Torhüter Samu Soares zustande. Die weiße Weste bewahrte Benficas Defensivbilanz in Auswärtsspielen dieser Saison – in der Primeira Liga stehen nun zwei Siege, zehn geschossene und null kassierte Tore.
Taktische Anpassungen nach Alexander Bahs Verletzung
Die Dynamik der ersten Halbzeit änderte sich, als sich der rechte Verteidiger Alexander Bah verletzte und eine frühe taktische Umstellung von der Bank erzwang. Marco Silva brachte den polnischen Flügelspieler Jakub Kamiński zu seinem Primeira-Liga-Debüt und setzte ihn auf der rechten Seite ein – in einer Aufstellung, die seinen Aufgaben in der Dreier-Abwehrkette der polnischen Nationalmannschaft ähnelte. Silva erklärte, dass Banjaqui am Samstagnachmittag bereits für Benficas B-Mannschaft gespielt hatte, um nach seiner Rückkehr von einer Verletzung wieder Spielpraxis zu sammeln.
Kamińskis Einwechslung ermöglichte es Rafa, in zentralen Räumen zu agieren, während der polnische Flügelspieler für die Breite an der Seitenlinie sorgte. Marítimo steigerte nach der Auswechslung in der Defensive das Pressing, was Benfica dazu brachte, Ballbesitz abzugeben und das Spiel auf dem schwierigen Untergrund vor der Pause zu verlagern.
Kontrolle in der zweiten Halbzeit und Barreiros Torform
Benfica übernahm zu Beginn der zweiten Halbzeit durch eine Reihe von Angriffskombinationen wieder die Kontrolle über das Spiel. Andreas Schjelderup kam ins Spiel und kombinierte mit dem argentinischen Flügelspieler Gianluca Prestianni, um Leandro Barreiro zu seinem zweiten Tor des Abends zu verhelfen. Der luxemburgische Nationalspieler baute damit eine aktive Torserie aus, die zuvor zwei Tore gegen Auckland City bei der Klub-Weltmeisterschaft und einen Hattrick gegen Famalicão umfasste.
Prestianni schloss den Torreigen mit einem Solo-Lauf und einem platzierten Schuss aus der Distanz zum 3:0 ab. In der Defensive gab der australische Innenverteidiger Alessandro Circati sein Primeira-Liga-Debüt und wurde damit zum zehnten australischen Spieler in Portugals erster Liga. Der Sieg erweiterte Benficas jüngste Bilanz gegen Marítimo auf 19 geschossene und ein kassiertes Tor in den letzten fünf Begegnungen.
- Leandro Barreiro erzielt das Führungstor für Benfica
- Alexander Bah verletzt sich und wird durch Debütant Jakub Kamiński ersetzt
- Leandro Barreiro erzielt sein zweites Tor nach einem Angriff von Andreas Schjelderup
- Gianluca Prestianni trifft mit einem Schlenzer zum 3:0-Endstand
Kritik am Spielfeld an die Ligaverantwortlichen
Nach dem Schlusspfiff nutzte Marco Silva sein Interview mit Sport TV für deutliche Kritik an den Platzverhältnissen im Estádio dos Barreiros. Der Trainer betonte, dass die Qualität des Spielfelds beide Mannschaften behindere und ein schlechtes Licht auf die portugiesische Liga und den portugiesischen Fußballverband werfe.
Wenn wir wollen, dass unsere Liga ein höheres Niveau erreicht, brauchen wir Bedingungen, um Fußball zu spielen.
Silva merkte an, dass der Sieg des Spiels sicherstellte, dass seine Kommentare nicht als Ausrede aufgefasst würden. Auf die Frage nach Leandro Barreiros Torausbeute wies Silva die Behauptung zurück, dass das Spielen neben João Palhinha die Positionierung des Mittelfeldspielers im Strafraum verbessert habe, und erklärte, Barreiro habe seine taktischen Gewohnheiten seit der Zeit neben Enzo nicht geändert. Abschließend sagte er, dass die Stadionatmosphäre, die von beiden Fangruppen erzeugt wurde, zwar positiv gewesen sei, aber professionelle Standards sofortige Verbesserungen der Spielfelder in der gesamten Liga erforderten.


