
Benfica schlägt FC Porto 5:1 in Viseu und gewinnt zum vierten Mal den portugiesischen Frauen-Supercup
Benfica sicherte sich am Sonntag einen 5:1-Sieg über den FC Porto im Estádio Municipal do Fontelo in Viseu, holte damit zum vierten Mal die Supertaça Feminina und eröffnete die Saison 2026/27.
Spielverlauf in Viseu
Benfica eröffnete die nationale Saison 2026/27 mit einem 5:1-Sieg über den FC Porto in der Supertaça Feminina Vodafone im Estádio Municipal do Fontelo in Viseu. Die Partie begann mit frühen Chancen für beide Teams, bevor der FC Porto in der neunten Minute durch Morgan Stone in Führung zu gehen schien. Nach einer Überprüfung durch Schiedsrichterin Filipa Cunha wurde das Tor in der 12. Minute wegen Abseits aberkannt. Benfica reagierte sofort und ging in der 13. Minute durch Frøya Dorsin, die einen Pass von Lúcia Alves verwertete, mit 1:0 in Führung. Der FC Porto glich in der 33. Minute durch einen von Kapitänin Fátima Pinto verwandelten Elfmeter nach einem Handspiel von Caroline Møller aus. Benfica erlangte in der 42. Minute erneut die Führung, als Stürmerin Nycole Raysla einen Abwehrfehler unter Beteiligung von Torhüterin Cora Brendle zum 2:1 vor der Halbzeit ausnutzte.
- Morgan Stone wird ein Tor nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aberkannt
- Frøya Dorsin trifft nach Vorlage von Lúcia Alves zur Führung für Benfica
- FC Porto-Kapitänin Fátima Pinto gleicht per Elfmeter aus
- Nycole Raysla stellt nach einem Abwehrfehler die Führung für Benfica wieder her
- Marit Lund verwandelt einen Elfmeter zum 3:1 für Benfica
- Caroline Møller vollendet eine weitere Vorlage von Lúcia Alves zum vierten Tor
- Debütantin Anna Csiki erzielt das fünfte Tor für Benfica
Torreigen in der zweiten Halbzeit und Rekordtitel
Benfica übernahm in der zweiten Halbzeit die Kontrolle und erzielte drei weitere Tore ohne Gegentreffer, um das Ergebnis zu besiegeln. In der 57. Minute holte Marit Lund einen Elfmeter heraus und verwandelte ihn zum 3:1. Caroline Møller erzielte in der 66. Minute das vierte Tor, nachdem sie eine von Lúcia Alves auf dem rechten Flügel eingeleitete Kombination abschloss. Die ungarische Debütantin Anna Csiki vollendete den Torreigen in der 81. Minute, während die 17-jährige Madalena Loução in der Schlussphase ihr Debüt in der ersten Mannschaft gab. Der Sieg brachte Benfica den vierten Supertaça-Feminina-Titel ein, womit der Verein Sporting CP (drei Titel) als erfolgreichsten Klub in der Geschichte des Wettbewerbs überholte und den ersten Supercup-Sieg seit 2023 feierte. Der Sieg brachte Benfica zudem mit 1º Dezembro gleich, was den Rekord von 19 nationalen Frauenfußball-Trophäen in Portugal bedeutet.
- Benfica
- 4 Titel
- Sporting CP
- 3 Titel
Trainer bewerten Leistung und Schiedsrichterentscheidungen
FC Porto-Trainer Daniel Chaves stellte die VAR-Entscheidung in Frage, die Morgan Stones Führungstor aberkannte, und argumentierte, dass die Abseitslinie falsch ausgerichtet gewesen sei. Er zeigte sich stolz auf die Defensivstruktur seiner Spielerinnen bis zum dritten Tor, merkte jedoch an, dass die körperliche Ermüdung und die Moral nach Benficas viertem Tor nachließen.
Genau wie im Finale der Taça de Portugal arbeitet der VAR immer zugunsten einer Seite.
Benfica-Trainer Ivan Baptista entgegnete, dass taktische Umsetzung und individuelle Qualität über die 90 Minuten den Ausschlag gegeben hätten. Er lobte Mittelfeldspielerin Carolina Tristão, die das Spiel begann und das Eröffnungsspiel der U20-Weltmeisterschaft verpassen wird, nachdem neun Benfica-Spielerinnen für das Turnier nominiert wurden.
Das Ziel ist sehr klar, das Ziel bei Benfica wird immer sehr klar sein: alles auf nationaler Ebene zu gewinnen.
Verletzungen, Medaillenzeremonie und Ligadebüts
Der FC Porto ging ohne die 22-jährige Stürmerin Lara Perruca ins Finale, die sich am Samstag im Training nach einer Kollision mit der Torhüterin einen Bruch des linken Beins zugezogen hatte. Perruca nahm die Zeremonie nach dem Spiel auf Krücken mit einem Gips am linken Unterschenkel teil, um ihre Silbermedaille in Empfang zu nehmen. Nach dem Schlusspfiff bildeten Benfica-Spielerinnen ein Spalier für den FC Porto-Kader während der Medaillenübergabe, doch Porto-Spielerinnen erwiderten die Geste nicht, als Benfica den Pokal in die Höhe stemmte. Beide Vereine bereiten sich nun auf den Start der Liga BPI am 12. September vor, wenn der FC Porto um 17:00 Uhr auf Valadares de Gaia trifft und Benfica um 20:30 Uhr gegen Racing Power FC in die Saison startet.


