
Belgien besiegt Puerto Rico 76:64 bei der WM vor dem schnellen Duell gegen Australien
Belgien sicherte sich mit einem 76:64-Sieg über Puerto Rico in Berlin einen Platz unter den ersten beiden in seiner Gruppe und bereitete damit ein entscheidendes Gruppenspiel gegen Australien weniger als 16 Stunden später vor.
Sieg auf dem Spielfeld
Belgien sicherte sich am Sonntag in Berlin einen Platz unter den ersten beiden seiner Gruppe bei der Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft mit einem 76:64-Sieg über Puerto Rico. Die Belgian Cats führten zur Halbzeit 40:32, nachdem sie eine körperbetonte Partie gegen einen von Imani McGee-Stafford angeführten Gegner überstanden hatten, die 25 Punkte und 13 Rebounds erzielte. Kapitänin Emma Meesseman haderte offensiv und benötigte mehr als 17 Minuten für ihre ersten Punkte; am Ende standen 6 Punkte in 30 Minuten Einsatz zu Buche. Die belgische Bank steuerte Punkte bei: Maxuella Lisowa-Mbaka steuerte 16 Punkte bei und Julie Vanloo traf 5 Dreipunktwürfe.
- Imani McGee-Stafford (PUR)
- 25 Punkte
- Maxuella Lisowa-Mbaka (BEL)
- 16 Punkte
- Emma Meesseman (BEL)
- 6 Punkte
Ballverluste und Offensivspiel
Die belgische Mannschaft traf 15 von 36 Drei-Punkt-Würfen, tat sich aber schwer, im Korbbereich zu punkten und vergab einfache Korbleger. Der Kader hatte zudem eine gestörte Vorbereitung in der Nacht zuvor erlebt, nachdem ein Hotelbrandalarm die Spielerinnen geweckt hatte – ein Ereignis, das Guard Elise Ramette als ultimative Teambuilding-Übung bezeichnete. Cheftrainer Mike Thibault merkte an, dass die Defensivleistung Puerto Rico auf 64 Punkte begrenzte, aber offensive Nachlässigkeiten eine sofortige Korrektur vor den anstehenden Partien erforderten. Er betonte, dass sich belgische und australische Spielerinnen aus früheren Begegnungen und aus der WNBA gut kennen.
Wir haben zu viele unerklärliche Ballverluste gemacht und hatten Probleme beim Rebound. In der Verteidigung war es in Ordnung, wir haben ein Team auf 64 Punkte begrenzt. Das war ziemlich gut. Aber im Angriff haben wir vor allem im Korbbereich versagt.
Terminstreit vor Gruppenscheidung
Belgien, der amtierende zweifache Europameister, trifft am Montag um 11:30 Uhr auf Australien – ein direktes Duell um den ersten Platz in der Gruppe. Der Sieger qualifiziert sich direkt für das Viertelfinale, der Verlierer muss ein Play-in-Barrage-Spiel bestreiten. Der Spielplan gibt der belgischen Mannschaft weniger als 16 Stunden zwischen dem Ende der Sonntagspartie und dem Tip-off am Montagmorgen. Meesseman übte scharfe Kritik an der Umstellungszeit und bezeichnete die Regelung als unverantwortlich auf diesem Elite-Turnierniveau.
Es sind kaum 16 Stunden zwischen unseren beiden Spielen. Es ist seltsam, dass dies auf einem solchen Niveau immer noch vorkommen kann. Ich frage mich, ob dies auch in anderen Sportarten der Fall ist.
Vorbereitungs- und Erholungsherausforderungen
Vanloo wies darauf hin, dass Australien alle seine Gruppenspiele im 11:30-Morgenslot ausgetragen hat, was der australischen Mannschaft eine etablierte Routine verschafft, die Belgien fehlt. Sie stellte fest, dass das Adrenalin nach dem Spiel und der Konsum von Energiegels und -getränken den Schlaf und die Erholung in kurzen Abständen erschweren.
Australien spielt alle seine Spiele um 11:30 Uhr, sie sind also bereits im Rhythmus. Wir müssen ihr Spiel noch per Video analysieren und uns erholen.
Belgien hatte zuvor am Freitag in seinem Auftakt-Gruppenspiel die Türkei mit 89:75 besiegt. Der belgische Trainerstab und die Spielerinnen widmen sich nun der Videoanalyse, um den australischen Kader zu studieren, der mehrere Neuzugänge aufweist, vor dem Montagsspiel am Morgen.
- Belgien besiegt Türkei 89:75 im Auftakt-Gruppenspiel
- Belgien besiegt Puerto Rico 76:64 und sichert sich Platz unter den ersten beiden in der Gruppe
- Belgien spielt gegen Australien um den ersten Platz in der Gruppe
