
Erdbeben in Venezuela: 920 Tote, 50.000 Vermisste – UN schätzt 6,76 Millionen Betroffene
Das Doppelbeben vom 24. Juni hat mindestens 920 Menschen getötet und mehr als 50.000 werden vermisst, bis zu 6,76 Millionen sind betroffen. Internationale Rettungsteams aus 17 Ländern treffen ein, während die USA 150 Millionen Dollar Hilfe zusagen.
Verwüstung in Caracas und La Guaira
Die beiden Beben der Stärken 7,2 und 7,5 erschütterten Venezuela am Mittwoch, dem 24. Juni, und ließen ganze Gebäude in La Guaira nördlich von Caracas einstürzen. Die Beben waren bis nach Kolumbien und Brasilien zu spüren, und seitdem wurden mehr als 300 Nachbeben registriert. Das Land hatte seit 1997 kein schweres Erdbeben mehr erlebt, was zu einer geringen Vorbereitung führte.
Zahl der Opfer und Vermissten
Mindestens 920 Menschen sind nachweislich tot, und mehr als 50.000 werden vermisst, so der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Es wird erwartet, dass die Zahl der Toten im Zuge der laufenden Rettungsarbeiten noch erheblich steigen wird. Die Internationale Organisation für Migration schätzt, dass bis zu 6,76 Millionen Menschen betroffen sein könnten, darunter zwei Millionen allein in Caracas.
Bis zu 6,76 Millionen Menschen könnten von den verheerenden Erdbeben betroffen sein, die Venezuela erschüttert haben.
Überfordertes Staatswesen und internationale Hilfe
Das venezolanische Gesundheitssystem, das sich bereits in einem schlechten Zustand befand, ist nicht in der Lage, die Lage zu bewältigen. Internationale Rettungsteams aus mindestens 17 Ländern haben nun ihre Arbeit aufgenommen. Die Vereinigten Staaten kündigten an, 250 Einsatzkräfte, zwei Kriegsschiffe, Transportflugzeuge, Hubschrauber und 150 Millionen Dollar an Hilfsgeldern zu entsenden.
- Zwei Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschüttern Venezuela, bis nach Kolumbien und Brasilien zu spüren.
- UN meldet 920 Tote, 50.000 Vermisste und bis zu 6,76 Millionen Betroffene.
- Rettungsteams aus 17 Ländern treffen ein; die USA entsenden Personal, Schiffe, Flugzeuge und 150 Millionen Dollar.
Eine sich entfaltende humanitäre Katastrophe
Hilfsorganisationen warnen vor schwerwiegenden humanitären Auswirkungen, da Überlebende weiterhin unter Trümmern eingeschlossen sind und die grundlegende Infrastruktur zusammenbricht. Angesichts der nahenden Regenzeit und der schwer beschädigten Infrastruktur baut die UN ihre Präsenz in Abstimmung mit der venezolanischen Regierung aus.


