
Bankinter erzielt mit 605 Millionen Euro Rekordgewinn im ersten Halbjahr – Gebühren steigen um 16 %, KI belebt die Geschäftsvolumina
Die spanische Bank Bankinter erzielte im ersten Halbjahr einen Rekord-Nettogewinn von 605 Millionen Euro, gestützt durch einen Anstieg der Provisionserträge um 16 % und erste Erfolge ihrer KI-First-Strategie.
Bankinter schloss das erste Halbjahr 2026 mit einem Nettogewinn von 605 Millionen Euro ab, ein Anstieg von 11,7 % (laut einigen Berichten 12 %) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis ist ein neuer Rekord für die spanische Bank, die dies auf höhere Geschäftsvolumina, diversifizierte Einnahmequellen und strenge Kostenkontrolle zurückführt. Allein im zweiten Quartal wurden 315 Millionen Euro erwirtschaftet, ein Plus von 16 % im Jahresvergleich und 8 % gegenüber dem Vorquartal.
Die Bankinter-Gruppe schließt das erste Halbjahr mit soliden Ergebnissen ab, gestützt durch das Wachstum der Kundengeschäftsvolumina, die Diversifizierung der Einnahmequellen und eine strenge Kostendisziplin.
## Umsatztreiber Der Nettozinsertrag erreichte 1.160 Millionen Euro, ein Anstieg von rund 5 %, während die Netto-Provisionserträge um 16 % auf 440 Millionen Euro sprangen. Die insgesamt vereinnahmten Provisionen beliefen sich auf 548 Millionen Euro, ein Plus von 15,5 %, wobei Vermögensverwaltung, Wertpapierhandel, Depotgeschäft und Transaktionsbanking alle dazu beitrugen. Die Bruttoerträge, die alle Einnahmen umfassen, stiegen um 7,3 % auf 1.602 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn lag bei 853 Millionen Euro, 11,4 % mehr als vor einem Jahr.
- Nettogewinn 2025
- 541.6 Mio. €
- Nettogewinn 2026
- 605 Mio. €
- Nettozinsertrag 2025
- 1101 Mio. €
- Nettozinsertrag 2026
- 1160 Mio. €
- Netto-Provisionserträge 2025
- 379.3 Mio. €
- Netto-Provisionserträge 2026
- 440 Mio. €
- Bruttoerträge 2025
- 1493 Mio. €
- Bruttoerträge 2026
- 1602 Mio. €
KI und Effizienz
Bankinter erklärte, dass generative KI bereits Skaleneffekte bringe. Die Geschäftsvolumina liegen 55 % höher als im Dezember 2020, während das Filialnetz unverändert blieb und die Mitarbeiterzahl nur um 9 % gestiegen ist. Die Bank hat in diesem Jahr KI-Copiloten und Lizenzen für alle Mitarbeiter eingeführt und plant, in der zweiten Jahreshälfte unter ihrer sogenannten „IA First“-Strategie eine Agentengalerie zu starten. Die Betriebskosten stiegen um 2,7 % auf 550,6 Millionen Euro, was dazu beitrug, die Effizienzquote von 36,1 % im Vorjahr auf 34,3 % zu senken.
Hypotheken und Kredite
Das Hypothekenneugeschäft der Gruppe belief sich im ersten Halbjahr auf 2,9 Milliarden Euro, ein Rückgang von 16 % (ein Bericht bezifferte den Rückgang auf 34 %). Bankinter hat sich bewusst aus dem Hypothekenpreiskampf herausgehalten und höhere Angebotszinsen beibehalten. Das gesamte Hypothekenbuch wuchs dennoch um 3 % auf 39 Milliarden Euro. Das Kreditneugeschäft der Gruppe stieg um 4,6 %, und das außerbilanzielle Geschäft expandierte um 20,3 %. Die Kundengeschäftsvolumina erhöhten sich um 8 % auf 249 Milliarden Euro, wobei das spanische Kreditportfolio 70,5 Milliarden Euro erreichte.
Kapital und Vermögensqualität
Die Eigenkapitalrendite auf Basis des materiellen Eigenkapitals (ROTE) blieb mit 20,4 % über 20 %, gegenüber 19,4 % im Vorjahr, während die Eigenkapitalrendite (ROE) bei 19,1 % lag. Die CET1-Kapitalquote verbesserte sich um 33 Basispunkte auf 12,91 % und liegt damit deutlich über der Mindestanforderung der EZB von 8,58 %. Die Quote notleidender Kredite (NPL) sank auf 1,92 %, 22 Basispunkte niedriger als vor einem Jahr, bei einer Deckungsquote von 69,2 %.
- ROTE 2025
- 19.4 %
- ROTE 2026
- 20.4 %
- Effizienzquote 2025
- 36.1 %
- Effizienzquote 2026
- 34.3 %
- CET1-Quote 2025
- 12.58 %
- CET1-Quote 2026
- 12.91 %
- NPL-Quote 2025
- 2.14 %
- NPL-Quote 2026
- 1.92 %
Spanien und Ausblick
Bankinter Spanien erzielte einen Vorsteuergewinn von 716 Millionen Euro, ein Plus von 11 %, bei einem Anstieg der Geschäftsvolumina um 7 %. CEO Gloria Ortiz bezeichnete die Ergebnisse als solide und nachhaltig und verwies auf die kommerzielle Dynamik in allen geografischen Regionen und Geschäftsbereichen. Die Bank erwartet für das zweite Halbjahr weitere KI-getriebene Produktivitätssteigerungen, sobald die Agentengalerie in Betrieb geht.


